Gestern war es ruhig.
Die ganze Familie saß abends beim Essen.
Kein sonores Vibrationsgeräusch entwich einer Jeanshosen-Tasche.
Kein Gespräch wurde mitten im Satz abgebrochen, in dem urplötzlich in ein kleines schwarzes Kästchen konspirativ geflüstert wurde: “Du, wir essen gerade!”
Auch der Nachtisch wurde nicht mit polyphonen Klingeltönen untermalt.
Der Grund: zwischen 16.00 Uhr und 20.00 Uhr gab es einen Komplettausfall bei T-Mobil.
“A Särver woar ausgfoin!” erklärte heute Morgen ein sehr österreichisischer Pressesprecher auf sehr österreichisch.
Katastrophe? Eigentlich nicht!
Das etwas nicht stimmt, haben wir gestern erst erfahren, als die Freundin meines Sohnes ganz altmodisch auf dem Festnetz anrief. Da war es fast 20.00 Uhr und der Spuk bald vorbei.
Kommunikatives Loch? Auch nicht.
Ich habe mehrere Telefonate ganz altmodisch auf dem Festnetz geführt und neumodisch 2 Mails geschrieben. Weiterhin habe ich mich mega-altmodisch über den Gartenzaun hinweg mit meinen Nachbarn unterhalten und regelrecht antiquiert auf dem Sofa mit meinem Mann geratscht.
Und die Bundeskanzlerin wäre trotz “Särver” jederzeit erreichbar gewesen.
Gott sei Dank!
Foto: Faschingsumzug in Seligenstadt














