Schöne Künste
Kunst kommt ja bekanntermaßen von Können.
Aber was jemand anderes kann, sollte mir auch gut gefallen, ansonsten verzichte ich auf Betrachtung und Erwerb (sowieso). Aber wenn beim Hochladen einer simplen 11 kB großen JPG-Datei, die die Fotografie eines Gemäldes beinhaltet, Firefox abstürzt, dann nehme ich dies als ganz böses Omen.
Nebenstehende Scheußlichkeit soll Madonna und Guy Ritchie beim Liebesakt darstellen. Nun soll heute das Kunstwerk des schottischen Künstlers Peter Howson in Glasgow versteigert werden. Der Einstiegspreis liegt bei 20 000 Pfund (25 000 Euro)
Schönheit liegt ja wie man weiß auch immer im Auge des Betrachters. Mein Auge sagt mir als Betrachter, dass das Bild unglaublich hässlich ist.
Da ich allerdings das Thema ‘Madonna und Guy beim Schnackseln’ auch ziemlich unschön finde, kommt die Ausführung von Howson der Sache schon ziemlich nahe.
Was macht man, wenn einem die allerliebste Erbtante ein solches Werk vermachen sollte? Wer sich sowas übers Bett hängt, ist in meinen Augen ziemlich schräg drauf oder möchte seinen Partner rausekeln.
Öl auf Leinwand hat einen guten Brennwert, stinkt aber beim Abfackeln.
Weiterverschenken nimmt einem die Freunde.
Ebay wird einem freundlich mailen, dass dieses Bild jugendgefährdend ist.
Vielleicht schickt man das ganze Zeug dem Peter Howson wieder zurück: Er hat bei Madonna ein paar Knorpel vergessen!
Nachtrag: Laut einer Meldung von Focus hat sich das Madonna-Gemälde als unverkäuflich erwiesen. Keiner sah sich bereit, das Mindestgebot von inzwischen nur noch 15.000 Pfund (17.000 Euro) zu löhnen.
Überraschung?
Glücksbuch Vol. 6
Wir alle haben mal wieder Glück gehabt! Der orkanartige Sturm, der am Dienstag durch Bayern gefetzt ist, hat Unterfranken verschont. Es hat zwar ein bisschen geregnet, aber da wir sowieso eine eher regenarme Region sind, war Wasser von oben sehr willkommen.
Außerdem war ich diesmal so schlau und weise, rechtzeitig die Wäsche im Garten abzunehmen, die Markise einzufahren und die Gartenpolster zu verstauen. Das will schon was heißen, denn normalerweise hänge ich die Wäsche erst dann zum Trocknen auf, wenn es schon regnet (oder so ähnlich)
Auf jeden Fall hat bei uns alles gut geklappt.
Da haben wir mal wieder Glück gehabt, dass Unterfranken (metereologisch, ethnologisch und überhaupt) eigentlich gar nicht so richtig zu Bayern gehört!
Ruhestörung
Seit einigen Wochen sind wir einer eklatanten nächtlichen Ruhestörung ausgesetzt.
Besonders betroffen waren die Bewohner unseres Hauses, deren Schlafzimmer zum Garten hinausgehen. Und das sind mein Mann, ich, mein jüngster Sohn und Lucky, der Wellensittich.
Der Grund ist ganz einfach: In diesem Jahr trägt unsere Mohnblumenstaude extrem viele Blüten. Im Moment ist eine bereits verblüht, 5 sind im vollen Gange und mindestens 5 Knospen kommen gerade. Und genau diese Knospen platzen nächtlings mit einem leisen, aber doch deutlichen “Plopp”.
Natur ist einfach anstrengend!
Böses im Apfelgarten
Frucht der Sünde von Phil Rickmann
Ich habe mal wieder ein nettes Buch gelesen, diesmal einen Krimi.
Er heißt Frucht der Sünde und wurde von dem englischen Autor und Literaturkritiker Phil Rickman verfasst.
Zum Inhalt:
Der Westen Englands, nahe der Grenze zu Wales ist bekannt für Schafweiden, Apfelbäume und Cider. Die Menschen sind oft so knorrig, ihre Familien so alt wie die Apfelbäume, die einen fast heiligen Status haben. In dieses Idyll zieht aus Liverpool kommend die junge anglikanische Pfarrerin (vielmehr Pfarramtsvertreterin) Merrily Watkins mit ihrer Tochter Jane.
Schon bald wird den Beiden bewusst, dass in ihrem Dorf etwas nicht stimmt. Im riesigen Pfarrhaus scheint es zu spuken, ein alter Bauer stirbt während eines heidnischen Rituals auf mysteriöse Weise, ein Mädchen verschwindet spurlos. Ist dies die Rache des Apfelbaummannes? Was geschah im 17. Jahrhundert mit Merrilys homosexuellen Vorgänger, der aufgeknüpft im Pfarrgarten gefunden wurde?
Meine Meinung:
Anglikanische Pfarrerinnen (vielmehr Pfarramtsvertreterinnen) scheinen viel Zeit zum Sinnieren, Suchen und Halluzinieren übrig zu haben, deren halbwüchsige Töchter im Übrigen auch. Das war eigentlich das Einzige, was mir an diesem Buch nicht schlüssig schien. Ansonsten ist die Geschichte sehr spannend, gut aufgebaut mit einem Schuss Paranormalität und esoterischen Klimbim gewürzt und doch überraschend bodenständig. Den deutschen Titel finde ich ziemlich schlecht, klingt so nach ‘Furcht und Sühne’. Der Originaltitel: Angel Wine trifft es besser.
Hier noch der Amazon-Link zum Bestellen: Frucht der Sünde: Ein Merrily-Watkins-Krimi
Phil Rickman – Frucht der Sünde
Blogger-Oma
María Amelia López
Am 20.05.2009 starb die älteste Bloggerin der Welt María Amelia López. Ihren ersten Blogbeitrag schrieb sie mit Hilfe ihres Enkels 2006. Damals war sie bereits stolze 95 Jahre alt.
Schnell entwickelte sich ihr Internettagebuch “A mis 95 años/95 years old blogger”
zu einem Phänomen, bis heute hatte sie über 1,5 Millionen Besucher. Sie freute sich, Kontakte in allen 5 Kontinenten zu haben und bedauerte gleichzeitig, sie niemals kennen zu lernen.
Ich schreibe auch seit 2006, damals war ich noch ein wenig jünger und habe im Vorfeld ziemlich lange gebraucht, den Sinn und Zweck eines Internetblogs zu begreifen.
Heute geht es mir ähnlich mit Twitter und Facebook. Wer weiß, wie viel Oldies sich in diesen Sphären tummeln?
Auf jeden Fall finde ich es sehr schön, dass es immer wieder Senioren gibt, die aufgeschlossen genug sind, sich mit neuen Techniken auseinanderzusetzen und genügend junge Leute, die sich dafür, was die Oldies zu sagen haben, interessieren.
Deshalb:
Mögest du in Frieden ruhen, María Amelia López!
Mit Sienna durch die Galaxis
Happy Towel Day

Sienna Miller gilt wahlweise als Stilikone oder Flittchen, manchmal auch als Kassengift.
Ich neide ihr weder Ruhm noch Sommersprossen.
Ich neide ihr einen Schal.
Es scheint ein ziemlich großer, quadratisches Tuch zu sein in den Farben weiß und pink. Das Muster kann man auf den Fotos der jeweiligen Fachzeitschriften schwer erkennen: irgendeine Mischung zwischen Pally und Leoprint.
Sienna trägt es um den schönen Leib geschlungen oder ans Luis Vuitton Täschchen geknüpft in London, sowie in New York oder auf Sardinien.
Es ist ein Schal, der den praktischen Wert eines Handtuchs hat.
Man kann sich zum Wärmen Weiterlesen














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