In Wohngebieten, die in 70ern erstellt wurden, rechnete man pro Wohneinheit oder Familie 1 Auto. Das bedeutet, pro Einheit wurde 1 Parkplatz geplant, manchmal auch 1 1/2 Parkplätze – man bekam ja auch mal Besuch!
Inzwischen gehen vernünftige Mitarbeiter der städtischen Bauabteilungen dazu über, 2 Parkplätze zu planen, da die Ehefrauen auch gerne mal motorisiert sind.
Wir haben im Moment 3 Autos, bei 4 Kindern ist die Tendenz steigend.
Damit sind wir in unserem Wohngebiet nicht allein, was zu allerhand Unmut bei der Parkplatzsuche führt.
So wurde einer unserer Nachbarn (Hans) von einem Nachbarn angesprochen, der sein Haus auf der anderen Straßenseite hat. Dieser regte unseren Nachbarn zu einer Regelung an, bei der in Zukunft alle ihre Autos auf der Straßenseite parken sollen, auf der auch ihr Haus steht. Unser Hans bemerkte, dass von seiner Familie niemand sein Auto auf die andere Seite stellen würde. “Doch!”, konterte der Nachbar, “Ich habe das genau beobachtet! Sie haben 3 Autos und manchmal steht ein Auto von ihnen bei uns drüben!”
“Da täuschen sie sich aber, guter Mann!”, erwiederte Hans langsam ein bisschen ärgerlich. “Wir haben keine 3 Autos, wir haben 4 Autos! Und außerdem: wenn wir immer auf unserer Seite bleiben sollen und auf dieser Seite alles voll ist, müssen wir weiter vorne oder hinten an der Straße parken. Und da beschweren sich dann die Leute, die dort wohnen.”
“Das ist überhaupt kein Problem,” meinte der Nachbar, “da vorne ist immer genug Platz. Auch das habe ich genau beobachtet!”
“Wissen sie was,” meinte Hans, “wenn sie soviel Zeit zum Beobachten haben, dann stellen sie doch einfach ihr Auto woanders hin!”
Darauf hin schnaubte wutschnaubend der Nachbar zurück: “Das habe ich mir gleich gedacht, dass ich von ihnen eine so freche Antwort bekomme. Ich hätte sie gar nicht erst fragen sollen!”
Da kann man wieder sehen, wie mein alter Fahrlehrer Recht hatte.
Der hat immer gesagt: “Die erste Idee ist meistens die Beste!”
Foto: Parkerei in New York














