Ich habe mal wieder ein nettes Buch gelesen, diesmal einen Krimi.
Er heißt Frucht der Sünde und wurde von dem englischen Autor und Literaturkritiker Phil Rickman verfasst.
Zum Inhalt:
Der Westen Englands, nahe der Grenze zu Wales ist bekannt für Schafweiden, Apfelbäume und Cider. Die Menschen sind oft so knorrig, ihre Familien so alt wie die Apfelbäume, die einen fast heiligen Status haben. In dieses Idyll zieht aus Liverpool kommend die junge anglikanische Pfarrerin (vielmehr Pfarramtsvertreterin) Merrily Watkins mit ihrer Tochter Jane.
Schon bald wird den Beiden bewusst, dass in ihrem Dorf etwas nicht stimmt. Im riesigen Pfarrhaus scheint es zu spuken, ein alter Bauer stirbt während eines heidnischen Rituals auf mysteriöse Weise, ein Mädchen verschwindet spurlos. Ist dies die Rache des Apfelbaummannes? Was geschah im 17. Jahrhundert mit Merrilys homosexuellen Vorgänger, der aufgeknüpft im Pfarrgarten gefunden wurde?
Meine Meinung:
Anglikanische Pfarrerinnen (vielmehr Pfarramtsvertreterinnen) scheinen viel Zeit zum Sinnieren, Suchen und Halluzinieren übrig zu haben, deren halbwüchsige Töchter im Übrigen auch. Das war eigentlich das Einzige, was mir an diesem Buch nicht schlüssig schien. Ansonsten ist die Geschichte sehr spannend, gut aufgebaut mit einem Schuss Paranormalität und esoterischen Klimbim gewürzt und doch überraschend bodenständig. Den deutschen Titel finde ich ziemlich schlecht, klingt so nach ‘Furcht und Sühne’. Der Originaltitel: Angel Wine trifft es besser.
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Phil Rickman – Frucht der Sünde













