Gestern hatte die 1. Mondlandung ihren 40. Geburtstag.
Klar, dass in den Medien das Thema NASA und Weltraumforschung durchgekaut worden ist.
Zum Beispiel sah ich einen Bericht über SETI, ein Unternehmen, dass sich mit der Suche nach intelligentem Leben im Weltall beschäftigt.
Dabei werden die unendlichen Weiten des Universums nach Geräuschen abgescannt. Irgendwann mal wurden die sogar fündig und “hörten” tatsächlich etwas, das bedeutet, dass es auf dem Diagramm eine größere Spitze gegeben haben soll. Dies war allerdings einmalig im wahrsten Sinne des Wortes: Mr. Spock furzte nie wieder.
Für diese Aufgaben wird natürlich nicht nur eine Satellitenschüssel benötigt, sondern ein ganzer Wald. Das macht eine Landschaft zwar nicht besonders heimelig, verschlingt aber Kosten in Höhe des Bruttosozialproduktes eines kleinen mittelamerikanischen Staates (oder in Höhe der Verschuldung des Bundesstaates Kalifornien)
Natürlich darf jeder Ambitionierte mithelfen und sich mittels eines Bildschirmschoners die SETI-Wellen installieren. Auch wir waren uns jahrelang unseres Auftrags bewusst und verbrachten Stunden um Stunden vor dem Diagramm. Gefurzt hatte aber niemand und auch sonst war draußen nicht viel los.
Viel schöner sind hingegen die alten Folgen von Raumpatrouille Orion, die nun im MDR wiederholt werden. Dies ist eine Kultserie aus den 60ern, ähnlich wie ein futuristischer Edgar Wallace Krimi. Dabei werden Wörter verwendet, wie “unabdingbar” – ich glaube, dieses Wort ist aus der aktuellen Ausgabe des Duden gestrichen worden. Die Folgen wurden im Wohnzimmer des Produzenten gedreht, eine für die damaligen Verhältnisse sehr moderne Küche diente als Kommandozentrale. So sieht es jedenfalls aus.
Dennoch frage ich mich, warum soviel Zeit, Geld und Energie für die Suche nach außerirdischem Leben verwendet wird, wo man dies doch auf der Erde schon so wenig findet.
Foto: Mann im Mond auf dem Faschingsumzug in Seligenstadt 2007














