Monats-Archive: August 2009

Kiat Gorina – Die Schamanin, die keine sein wollte

41fc6n1f3rl sl500 aa240 2 Kiat Gorina   Die Schamanin, die keine sein wollteKiat ist anders. Blond, mit blauen Augen. Und das in einer schwarzhaarigen Nomadensippe. Sie ist die Tochter eines deutschen Vaters und einer mongolischen Mutter, deren Clan dem kleinen Mädchen voller Misstrauen begegnet.
Dann erkennt der Schamane in ihr eine Schamanin. Ihr kindlicher Wunsch war es, normal zu sein, eine ihres Volkes zu sein, doch jetzt muss sie fort. Eine gefährliche Odyssee beginnt.
Mit einer Salzkarawane gelangt sie durch die Wüste Gobi zu einer weit entfernten Sippe, die sie ebenso ablehnt. Kiat gerät in viele brenzlige Situationen, trifft aber immer wieder Menschen, die ihr helfen. Schamanen, Seher, buddhistische Mönche, von denen sie viel lernt. Sie wird Soldat in der Roten Armee und landet in den Kellern der Lubjanka, dem Gefängnis des sowjetischen Geheimdienstes …
Dieses Buch ist einzigartig in seiner Kraft, in seiner Üppigkeit und Mannigfaltigkeit. Abenteuer, Wagnis und Furchtlosigkeit sprechen aus jeder Seite!

Wer glaubt, mit diesem Buch ein Werk über Schamanismus in der Hand zu halten, irrt. Es ist auch nicht mal am Rande esoterisch.

Es sind die Erlebnisse eines Kindes, dem es bestimmt ist, zwischen den Welten zu leben.
Keine richtig Mongolin, aber auch kein “Langnase” ist sie überall ausgestoßen. Aber sie lernt sie dort, wo sie lernen kann: ob im Kampf gegen Mitglieder ihres Clans, die ihr nicht wohlgesonnen sind, bei den Russen, denen sie zu Recht misstraut oder bei den Tieren und in den unendlichen Weiten der mongolischen Steppe.

Ich habe mich beim Lesen oft gefragt, ob ich das alles glauben soll, was da steht. Denn ihre Geschichte erschien mir so unwirklich, so fantasiert. Wie kann ein kleines Kind, dazu noch krank, so ohne menschliche Wärme, ohne Zusprache leben und überleben?

Da ich Kiat Gorina von ihrem Blog kenne und Mailkontakt mit ihr habe, kann ich mir schwerlich vorstellen, dass sie uns Lesern bloß etwas vorgegaugelt.

Und andererseits … was weiß ich vom Leben in der Mongolei?

Dann fiel mir etwas ein, dass ich einmal in einem anderen Buch gelesen habe.

Menschen, die ein Trauma erfolgreich überstanden haben, hatten in ihrer schweren Zeit immer folgendes gemeinsam:

- sie hatten Mentoren,
- sie haben ihre Möglichkeiten genutzt, auch wenn es nur wenige waren.

Wie wichtig diese 2 Punkte sind, kann man in diesem Buch lesen. Das man viel erleben, erleiden kann und dennoch nicht von seinem Weg abkommt, kann man hier lernen.

Zudem ist das Buch locker geschrieben und spannend vom Anfang bis zum Ende.

Das Buch könnt ihr z.Bsp. hier bei amazon bestellen: Die Schamanin die keine sein wollte Kiat Gorina   Die Schamanin, die keine sein wollte

Glücksbuch Vol. 16

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Ich habe ja ständig Glück, inzwischen habe ich bereits die 3. Türkeireise gewonnen!

Diesmal hätte ich sogar die einmalige Gelegenheit, neben den sensationellen Fabriken in Sachen Leder und Schmuck eine Rundreise durch Kappadokien inkl. Wanderung zu machen. Dies wäre tatsächlich mal sehr interessant, aber auch diesen Gewinn werde ich nicht wahrnehmen.

Und ich sonne mich nun in dem unverschämten Luxus, ein solches Angebot ablehnen zu können.

Schöne neue Welt

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Menschen, die behaupten, dass einem während eines Aufenthaltes in Polen, besonders in dessen Hauptstadt Warschau Hab und Gut gestohlen werden wird, haben bestimmt ihre Gründe für diese Ansicht.

Eine Tatsache ist, dass die Menschen in Polen nicht besonders wohlhabend sind; soziales Ungleichgewicht schürt immer den Unmut, besonders wenn dieses zwischen Touristen und Einheimischen besteht.

Eine weitere Tatsache ist, dass ich noch nie im Urlaub bestohlen worden bin. (Außer einmal am Goldstrand in Bulgarien, aber da war ich 17 und selbst schuld)

Und noch eine Tatsache ist, das es der Durchschnitts-Warschauer vielleicht gar nicht mehr weiß, was er dem Westler stehlen soll!

Handy? Sein Handy ist viel besser!

Auto? Kauft er in Deutschland über Mobile.de.

Sonstige Konsumgüter? Bekommt er alles in den modernen Geschäften der Innenstadt.

Überhaupt das Zentrum von Warschau!

Der Kulturpalast, ein Geschenk Stalins’ im klassizistischen Zuckerbäckerstil der Arbeiter- und Bauernstaat-Ära blickt auf die Glaspaläste von C&A, HM und McDonalds.

In den Zlote Tarasy, einem Mega-Einkaufszentrum neben dem Bahnhof mit preisgekrönter Architektur findet man alles, was das Herz begehrt, bzw. was der Geldbeutel hergibt, bzw. jede deutsche Ladenkette, die man sich vorstellen kann.

Schöne neue Welt?

In Geschäften wie Lacoste oder Villeroy & Bloch gehe ich auch als Deutscher selten einkaufen, weil mir die Waren einfach zu teuer sind.

Das Preisniveau in Warschau ist (zumindest was die westlichen Geschäfte angeht) ähnlich wie in Deutschland.

In meinem Reiseführer stand zu lesen, dass das Durchschnittseinkommen in Warschau 900 € beträgt.

Auch wenn das frühere Warenangebot nicht viel Anlass für Kaufrausch und Shoppingtouren bot, ist eine schöne neue Welt mit in der Sonne sich spiegelnden Glasfassaden leider trügerisch.

 

Foto: Maibach vor dem Mariott in Warschau

Schlauspruch KW 35

image0020 22 300x217 Schlauspruch KW 35

 

Für Sandy trifft die Redensart zu: Zu jung zum Sterben, zu alt für Lothar Matthäus


Oliver Pocher über Sandy Meyer-Wölden, die nun gut getimt ein Kind von ihm erwartet.

Warschau

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Russland hat eine Seele, Warschau hat ein Herz.

Und dieses Herz hat nie aufgehört zu schlagen.

Ich meine nicht das Herz von Frédèric Chopin, welches in neben stehender Kirche beerdigt worden ist.

Nein, diese Stadt hat ein großes, stolzes Herz, dass niemals aufgibt.

Egal, wie die Nazis in dieser Stadt gewütet haben.

Egal, wie die Sowjets dort hausten.

Das Herz schlug, wenn auch im Geheimen.

Und nun pulsiert es wieder.

Stark, kräftig und gleichmäßig.


Foto: Heiligkreuzkirche in Warschau. Hier ist das Herz von Frédèric Chopin aufbewahrt


Voyage…

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Jammern hilft doch.

Letztens habe ich über mein unerträgliches Fernweh geklagt.

Morgen fahre ich nach Warschau!

Ich bin schon sehr gespannt auf diese Stadt. Metropolen der osteueropäischen Länder stellt man sich immer grau und trist vor. Stellenweise stimmt das sogar, aber meistens ist der Altstadtbereich sehr schön. Zumindest war dies in Prag, Budapest, Danzig und Tallinn so.

Ich lasse mich einfach mal überraschen!


Foto: Brücke über den Tejo in Lissabon

Coming soon:

  • Sabienes TraumKleid
  • Geheimtipps vor dem Weltuntergang
  • Menschenleer

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