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7 Responses

  1. Kiat Gorina

    Liebe Sabine,

    mein Buch wurde nicht als esoterisches und auch nicht als schamanisches Buch angekündigt. Es ist meine Geschichte in der Mongolei, ich erzähle von meiner Kindheit und Jugend, bis ich in den Kellern der Lubjanka landete. Wer also irgendwelche schamanische Rituale erwartet, ist gewiss enttäuscht.

    Da kommen immer wieder Besucher zu mir, die sind dann auch enttäuscht, weil ich nicht im Schamanenkleidchen herumtanze und dabei meine Trommel verhaue.

    Ich musste das in Romanform schreiben, als Biografie wäre es für mich zu gefährlich. Warum? Nun, ich schreibe ja auch über Ereignisse, die eigentlich geheim bleiben sollten.

    Du fragst dich, wie ich als kleines Kind ohne Zusprache überleben konnte? Nun, ich fand Wärme und Zusprache, zunächst bei den Tieren, vor allem bei Wölfen. Und später traf ich immer wieder auf Menschen, die mich ein Stück meines Lebens bekleideten. Von diesen Menschen habe ich nicht nur viel gelernt, sondern sie gaben mir Mut und Kraft zum Überleben.

    Meine Lebensgeschichte mag für Europäer unglaublich erscheinen, aber sie bestätigt halt die uralte Erfahrung, dass das Leben selbst die unglaublichsten Geschichten schreibt. Und mein weiteres Leben lebte ich in Deutschland, auch da passierten und passiern mir immer wieder Geschichten, die für Außenstehende unglaublich wirken. Die Manuskripte für diese Fortsetzungen sind bereits geschrieben, aber erst muss mal der erste Teil “verdaut” werden.

    Mit den Mentoren hast Du Recht, bei mir waren es meine “Lehrer” und “väterlichen Freunde”. Und hinzu kommen meine schamanischen Fähigkeiten, ohne die ich nicht überlebt hätte. Und die mir heute immer noch helfen. Wahrscheinlich bin ich krank geworden, damit ich vor meiner Berufung nicht davonlaufen kann und auch vor Größenwahn gefeit bin.

    Was will ich mit meinem Buch mitteilen?

    Nun, Leute gebt nie auf! Irgendwie geht es im Leben immer weiter!

    Du bezeichnest meinen Stil als “locker” und “spannend von Anfang bis zum Ende”. Das kommt daher, dass ich von den Geschichtenerzählern in den Basaren geprägt bin. Denen laufen die Zuhörer weg, wenn es langweilig wird. Dann bekommt der Geschichtenerzähler kein Geld und er und seine Familie muss hungern.

    Ich habe natürlich Lektoren kennengelernt, die meinen Stil als “primitiv” abwerteten. Aber ich habe darauf bestanden. Wenn ich mir zum Beispiel die Biografie von Liselotte Pulver ansehe, da gehen verschachtelte Sätze über sechzehn Zeilen und mehr. Es gibt dort Absätze, die bestehen nur aus einem einzigen Schachtelsatz. Das mögen geschliffene Sätze sein, aber es ist für mich schwierig, solche Sätze zu verstehen. Und anderen geht es genauso.

    Vielen herzlichen Dank für deine Rezension!

    Liebe Grüße, Kiat

  2. Kabrett

    Wenn ich dazu noch kurz meinen unmaßgeblichen Senf geben darf: Ich habe als Kind durch Zufall mitbekommen, das die Nachrichtenredaktion von RTL-Radio einen wichtigen Preis bekommen hat. Welchen weiß ich nicht mehr. Aber die Begründung ist mir in Erinnerung geblieben: Weil die Nachtrichten in kurze, knappe Sätze gefasst wurden. Das hat mich damals irgendwie sehr geprägt und beim Schreiben erinnere ich mich oft daran.

    Die Amis haben ja dafür den Begriff KISS erfunden: Keep it short $ simple (oder Keep it simple, stupid!). Das ist auch schön kurz

  3. Markus

    Ganz ehrlich, das Buch ist völlig wirr und langweilig.
    Ich kann es nicht weiter empfehlen.

  4. Der Mongole « Sabienes Traumalbum

    [...] hat mich, nachdem ich das Buch von Kiat Gorina gelesen habe, die Mongolei interessiert. Wie sieht es da aus? Wie leben die [...]

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