Glücksbuch Vol.21
Gestern habe ich den praktischen Teil der Motorradführerscheinprüfung gehabt – und BESTANDEN!!!
Traurig: Vor mir sind 2 junge Kerle durch die Prüfung gefallen. Einer saß heulend im Auto, er hatte einem anderen Verkehrsteilnehmer die Vorfahrt genommen. Er wusste eben noch nicht, dass ALLE guten Autofahrer einmal durch die Prüfung fallen.
Der andere musste den Geschicklichkeitstest für den kleinen Motorradschein abbrechen.
Highlight: An einer Ampel stand plötzlich eine fette, rote Straßenmaschine neben mir. Darauf saß eine Frau ungefähr in meinem Alter, etwas korpulent, schwarze Haare lugten unter dem Helm hervor – der Typ “Powerfrau”. Sie schaute zu mir rüber und rief: “Du packst die Prüfung, Mädel! Du packst das!” Und war schneller weg, als ich dankbar nicken konnte. Vielleicht war sie sowas wie ein Schutzengel für weibliche Motorradprüflinge?
Völklingen
Früher bevölkerten bei Schichtwechsel Tausende von Arbeitern die Straßen des kleinen Städtchen Völklingen im Saarland.
Später gingen Tausende von Arbeitern auf die gleichen Straßen, um für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze zu kämpfen.
Doch vergebens.
Nun ist alles ruhig.
Die Hochöfen schweigen.
Die Straßen sind still.
Und der alte Moloch ist nun UNESCO-Weltkulturerbe und gilt als “Kathedrale der Arbeit”.
Nicht nur die Besichtigung dieses gigantischen Werkes, auch das Bearbeiten der Bilder hat mich ein wenig deprimiert.
Mehr Fotos gibt es HIER bei Flickr.
Liebe Bundesregierung,
Liebe Bundesregierung,
ich weiß, ihr habt im Moment viel zu tun und ihr habt auch große Sorgen, woher ihr das ganze Geld nehmen sollt, dass ihr braucht, um uns Bundesbürger gut zu regieren.
Deswegen mache ich euch heute einen Vorschlag, denn auch ich will meinen Beitrag für dieses und unser Land leisten.
Ich habe mich entschlossen, auf eine Impfung gegen die Schweinegrippe zu verzichten, sowie auf eine Bypass-Operation, wenn ich älter als 70 Jahre bin.
Die Impfung gegen Schweinegrippe kostet einen Haufen Geld und ist eigentlich sowas wie eine Abrackprämie für die Pharmaindustrie. Außerdem habe ich bereits vor einigen Jahren beschlossen, nicht mehr so oft zum Arzt zu gehen. Denn wenn ich Praxisgebühr (10 Euro) und Eigenanteile von Medikamenten (5 Euro – unendlich) zusammenrechne, komme ich bei meiner Heilpraktikerin (50 Euro abzüglich Erstattung von der Krankenzusatzversicherung) besser weg.
Einen Bypass im hohen Alter legen zu lassen hat für mich privat den Anschein einer künstlichen lebensverlängerten Maßnahme. Außerdem habe ich sowieso einen niedrigen Blutdruck, da ist die Gefahr einer verstopften Herzkranzarterie nicht so hoch.
Außerdem verzichte ich auf die von euch versprochene Steuersenkung, obwohl ich weiß, dass ihr uns eine solche Erleichterung von Herzen gönnen tätet. Aber ihr müsstet sie irgendwie mit höheren Sozialabgaben finanzieren und das gibt dann wieder ein solches Durcheinander, bei dem niemand mehr weiß, ob er nun unterm mehr Geld hat oder doch draufzahlt.
Mein Verzicht auf Bypass und Schweinegrippe-Impfung wird eine tausend Euro sparen. Mit dem Geld könnt ihr dann machen, was ihr wollt. Zum Beispiel könntet ihr ein paar Straßen renovieren oder den Aufbau Ost vorantreiben oder Haushaltsschulden bezahlen.
Das wärs!
Viele Grüße und noch einen schönen Tag!
sabienes
P.S.: Wenn euch noch Geld übrig bleiben solltet, könntet ihr vielleicht ein paar Schulen renovieren oder neue Lehrer einstellen. Oder beides.
Foto: Hohes Haus in Wien
Unfrohes Schaffen
10 Arbeiten, auf die ich gut verzichten könnte:
1. Unterlagen für die Steuererklärung zusammen stellen (irgendwas vergisst man immer oder findet es nicht mehr)
2. Unterhosenlotto (Besitzergerechtes Sortieren der Leibwäsche nach dem Trocknen)
3. Sockenlotto (das Gleiche, nur mit Socken von 3 männlichen Familienmitgliedern)
4. Klo putzen (Gnōthi sautón – wie wir Griechen sagen)
5. Kochen (manche Frauen lieben Kochen, warum ich nicht?)
6. Fahrtenbuch für ein Jahr nachschreiben (da ist allerdings viel Kreativität gefragt)
7. Preisetiketten von neuen Sachen runterfummeln (Klebt wie Beton)
8. Mülleimer sauber machen (igitt!)
9. Ansagetext vom Anrufbeantworter neu besprechen (seit wann stottere ich?)
10. Lohnabrechnung machen (jeden Monat der gleiche Stress)
Blutrausch

Die Gemeinde Elsenfeld liegt mehr oder weniger idyllisch am Bayerischen Untermain. Sie verfügt über ca. 8.800 Einwohner, darunter befindet sich ein sehr hoher Anteil Türken.
Vor einigen Jahren hat die türkische Gemeinde in Elsenfeld festgestellt, dass ihr Gebetsraum unter einem türkischen Supermarkt aus allen Nähten platzt und konnte im letzten Jahr den Bau einer Moschee durchsetzen.
Es gab natürlich viele Diskussionen, es fielen die Begriffe Miliz Görüz, eine Organisation von Hardcore-Islamisten. Es gab Sprüche wie “Geh du mal in die Türkei und bau da eine Kirche…” (In Istanbul gibt es mindestens eine katholische Kirche).
Naja, ist auch egal. Auf jeden Fall ist der Rohbau der Moschee fertig. Es scheint sogar ein recht hübsches Gebäude zu werden, vielleicht ein bisschen groß für den Standort. Aber das hat die Gemeinde und Landratsamt zu beurteilen.
Nun haben in der Nacht von Freitag auf Samstag haben Unbekannte mit Tierblut gefüllte Luftballons an eine Außenwand des Gebetshauses geschmissen und das Ganze auch noch mit Tieraugen dekoriert.
Nun könnte man sich über Themen wie Ghettoisierung von Ausländer, Fehler in der Ausländerpolitik oder die allgemeine Stimmung im Volk unterhalten. Sogar über das Tragen von Kopftüchern könnte man debattieren, wenn man das möchte.
Das ist aber auch egal.
Wenn in Deutschland Menschen ihre Religion ausüben wollen, sollen sie das tun. Wenn sie dafür ein Gebäude errichten wollen, sollen sie dies auch tun.
Solange sie mich nicht missionieren wollen, stört mich das überhaupt nicht.
Wenn sich aber andere Leute erdreisten, mitten in der Stadt einen unappettitlichen Blutrausch zu veranstalten, stört mich das ungeheuerlich!
Foto: Moschee in Alanya















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