Ich will ja gar nicht den ersten Stein werfen.
Auch ich habe schon mal fahruntüchtiger Weise am Straßenverkehr teilgenommen.
Damals war ich zwanzig, hatte noch keine Kinder und stand nicht als Ratvorsitzende der evangelischen Kirche in Deutschland im Scheinwerferlicht (letzteres tue ich im Übrigen bis heute nicht).
Doch meine persönliche Sozialisierung ist keine Entschuldigung.
Aber trotzdem ist es wirklich unverzeihlich, betrunken Auto zu fahren, Frau Käßmann.
Und 1,54 Promille lassen auf sehr viele Piccolöchen zuviel schließen, Margot!
Schade nur um das Ansehen der Theologin, die gerade in der letzten Zeit einige vernünftige Meinungen (z.B. zu Afghanistan) äußern konnte.
Schade um den Führerschein und die Blamage.
Schade, dass dieser Vorfall nun Wasser auf die Mühlen der von Missbrauchsskandalen gebeutelten katholischen Kirche sein wird.
Das bei der fidelen Autofahrt niemand zu Schaden gekommen ist, lässt auf einen besonderen Schutzengel schließen.
Vielleicht waren aber auch die etwaigen Passanten im Namen des Herrn unterwegs.
Foto: Schauspieler in Aschaffenburg














