Anscheinend hat im Fichtelgebirge bereits die Schneeschmelze eingesetzt. Denn der Main führt Hochwasser.
Warum ich im Titel vom Äquator spreche?
Weil der Main bekanntlich als der Weißwurstäquator zwischen Bayern und Preußen gilt.
Bei dieser Gelegenheit könnte man ja mal betonen, dass wir auf der südlichen Seite dieser Trennlinie leben.
Es gibt tatsächlich Leute, denen dass trotz Globalisierung (oder vielleicht auch deswegen?) und zu Zeiten einer europäischen Handels- und Währungsunion sehr, sehr wichtig ist.
Mir ist das scheißegal, ich war schon überall zu Hause.
Nun trägt also diese Demarkationslinie bairischer Kultur zuviel Wasser mit sich.
Gut, dass diesmal die Hochwassertore rechtzeitig eingesetzt und geschlossen werden konnten, so dass unsere Altstadt nicht ganz vom Wasser, aber vom mitgeschwappten Dreck verschont bleibt. (Nicht immer werden bei Hochwasser gefüllte Rotweinfässer angetrieben, aber das kommt tatsächlich auch mal vor!)
Geschlossene Hochwassertore sind bei uns gar nicht so selbstverständlich.
Bei dem letzten größeren Hochwasser befand sich der Ober- Schlüsselträger vom Bauhof im Urlaub, so dass die Bohlen zum Verschließen der Tore nicht geholt werden konnten.
Den Bewohnern der mainnahen Straßen wurde eine ziemliche Dreckbrühe ins weihnachtliche Wohnzimmer beschert.
Seit diesem Vorfall und der dazu gehörigen öffentlichen Häme wurden am Bayerischen Untermain die Zweitschlüssel erfunden.
Bei soviel Schilda in einer Kleinstadt ist es schon gut, dass wir keine U-Bahn haben!
Foto: Der Main in Obernburg am 02.03.2010














