Letztens habe ich ein belegtes Brot gegessen.
Haha. Wie komisch?
Es war nicht zuhause beim Frühstück oder in der Arbeit aus der Brotzeitdose.
Nein.
Ich saß in einem richtig schicken Café und aß eine richtig große Scheibe Roggenbrot von etwa einem halben Quadratmeter mit einer solch krustigen Kruste, bei der man beim Abbeißen richtig viel Mut braucht.
Der Belag bestand natürlich nicht aus profaner Mortadella oder “Tschervelatt” inkl. Mördergurke, sondern aus etwas, dass sich “Tomatensugo” nannte und richtig gut geschmeckt hat.
Es hätte auch noch andere Beläge gegeben: Bali-Kresse-Hühnchen, Lachs-Honigsenf mit Kresse oder Auberginen-Caprese (war aber leider aus).
Das Pausenbrot an und für sich ist ja ziemlich aus der Mode gekommen.
So eine, vielleicht noch mit ziemlich viel mütterlicher Liebe hergestellte Wurst- oder Käsestulle ist etwas für Zweitklässler oder Menschen, die einem geheimnisvollen Ernährungsplan folgen.
Der übliche Mittags-nicht-Zuhause-Esser stärkt sich an Sushi oder Sandwich, Döner oder Pizza.
Nicht umsonst ist Übergewicht groß in Mode gekommen.
Über diesen Trend, einfache Brote zu servieren, die eigentlich gar nicht so einfach belegt und “illustriert” sind, habe ich bereits gelesen. Es gibt in New York und in Paris schon etliche Cafés und Bistros, die so etwas anbieten.
Grundlage ist ein richtig derbes, ehrliches Stück Brot (nix Baguette oder sonstige Fladen), das mit irgendwas ziemlich Kompliziertem belegt ist.
So was ist erstaunlich lecker.
Und nicht teuer.
Und besser, als die Angebote beim Türken, Italiener oder Amerikaner.
Foto: Besteck in New York













