Seit einigen Tagen nistet unter unserem Dach ein Spatzenpärchen.
Dies hat zur Folge, dass ich jedes Mal, wenn ich die Terrasse betrete, zur Sau gemacht werde (‘Anschiss’ wollte ich jetzt nicht schreiben, dass hätte man anders verstehen können).
Wahrscheinlich ist es das Männchen, dass hoch vom Kirschbaum mit mir rumschimpft: “Schon mal was von Privatsphäre gehört? Meine Frau BRÜTET! Und ist dementsprechend nervös! Und ich auch. Die ganze Nacht habe ich kein Auge zugebracht: ‘Hunger!’, ‘Durst!’, ‘Massier mir mal den Hintern!’ – so geht’s in einer Tour! Also hau ab und lass uns gefälligst in Ruhe!”
Ich könnte nun erwidern, dass es sich hier um MEINE Terrasse handelt und um MEIN Haus.
Und das Schwangerschaft – äh Brutzeit keine Krankheit ist.
Aber der Klügere gibt nach und ich verziehe mich so schnell wie möglich wieder ins Haus zurück.
Für schöne Naturbeobachtungen muss man nicht in den Regenwald reisen.
Da genügt auch ein offener Blick in einer Reihenhaussiedlung.
Foto: Spatzen-Blockwart













