“Schreiben sie einen Thriller, in dem der Krimkrieg, die Antarktis und Florence Nightingale vorkommen!”
So könnte der Auftrag des Verlegers an Robert Masello gelautet haben.
Und dies ist dem amerikanischen Autor, der unter anderem auch für Serien wie “Charmed” geschrieben hat, hervorragend gelungen.
Der Fotoreporter Michael Wilde, durch eine Familientragödie traumatisiert, nimmt den Auftrag für eine Story über eine Forschungsstation in der Antarktis an.
Bei seinem ersten Tauchgang im Eismeer entdeckt er einen Eisblock, in dem sich eine Frau und ein Mann, an Ketten aneinander gefesselt, befinden. Er stößt auf ein Schicksal, dass vor 150 Jahren begann.
Und nun grauenvoll enden will.
Für manche Leser mag die Bezeichnung “Thriller” ein wenig hochgegriffen sein. Aber ich bin ein Sensibelchen und mag keine unappetitlichen Schilderungen. Mir hat es gefallen, wie die Spannung stetig aufgebaut wurde und wie die verschiedenen Nebenschauplätze perfekt miteinander verknüpft wurden. Masello hat mir durch seinen Erzählstil immer wieder eine subtile Ahnung von: “Das kann doch nicht gut gehen!” impliziert. Das erinnert ein bisschen an Stephen King, wobei bei dessen Erzählungen gerne alles in einem furchterregenden Chaos endet, hier aber immer wieder ein wenig Hoffnung bleibt.
Alles in allem ein schöner Lese-Kick, nicht nur für verregnete Wochenenden.













