Dieses Buch kann ich nur empfehlen, nicht nur deswegen, weil man hier auf über 600 Seiten mindestens Stoff für 3 gute Thriller finden würde.
Der bekannte Wirtschaftsjournalist Mikael Blomkvist ist am absoluten Tiefpunkt seiner Karriere angelangt.
Da erhält er scheinbar aus dem Nichts den Auftrag, die Familiengeschichte eines großen schwedischen Familienunternehmens zu schreiben.
Was wie eine allzuleichte Aufgabe aussieht, entpuppt sich als ein Inferno von Hass und Grauen.
Gut, dass er auf die begabte Hackerin Lisbeth Salander trifft, eine kleine Punkerin, der ebenfalls die Abgründe der Menschen nicht fremd sind.
Dies ist ein Thriller mit starken Charaktären: Blomquist, der charismatische Frauenliebling, eher Linkswähler mit jungenhaften Charme; auf der anderen Seite Lisbeth, die Geheimnisvolle, mit der nicht gut Kirschen zu essen ist.
Manche Entwicklungen und Handlungsstränge fand ich allerdings etwas holprig. Und ehrlich gesagt erschienen mir die Vampirgeschichten von Bella und Edward manchmal sogar noch ein bisschen plausibler.
Larsson ist für mich auch nicht der neue Mankell.
Man kann den melancholischen Kommisar Wallander einfach nicht mit dem schon fast quirligen Blomquist vergleichen. Außerdem haben die Mankell-Krimis tatsächlich ein Mehr an Tiefe.
Dennoch wurde ich auf 600 Seiten durchgehend gut und spannend unterhalten.
Das Buch ist übrigens auch verfilmt worden. Ich habe den Film gesehen und fand diese Adaption gar nicht so schlecht.
Verblendung ist das 1. Buch von insgesamt 3 Romanen. Der nächste Band mit dem Titel “Verdammnis” ist schon bei amazon bestellt.













