Der Fall Jörg Kachelmann erscheint ja immer wieder mal in den Medien.
Besonders wenn irgendein geklontes Promi-Sternchen ihre SMS-Sammlung öffentlich durchforstet und dabei ein paar Flirtsequenzen von dem ehemaligen Lieblingswettergott findet.
Auch in meinem Freundes- und Bekanntenkreis diskutieren wir ab und zu über Kachelmann: Ist er nun schuldig oder nicht?
Und dabei ist mir folgendes aufgefallen:
Die meisten Männer, mit denen ich gesprochen habe, sind von Kachelmanns’ Schuld überzeugt.
Die meisten Frauen hingegen schließen nicht aus, dass sein Ex-Freundin nicht die Wahrheit sagt.
Und das wundert mich.
Denn ansonsten geht die vorschnelle Verurteilung im Sexualstrafrecht durch die öffentliche Masse oft umgekehrte Wege.
Die Männer meinen, der (männliche) Täter sei unschuldig oder erklären die (weiblichen) Opfer als durch aufreizendes Gebaren als mindestens mitschuldig. Gerade im Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen innerhalb der katholischen Kirche hörte man solche Argumente.
Frauen halten oft Männer von Haus aus für potentielle Vergewaltiger und halten demnach immer zu den Opfern.
Wie gesagt, nur beim Jörg ist es nun anders.
Der hat anscheinend weniger sein männliches Publikum von sich einnehmen können, als die Frauen.
Und DAS kann ich mir ja irgendwie gar nicht vorstellen.
Foto: Kunst in der Breuberg-Aue im Odenwald













