Sam Garbarski ist ein Regisseur, dem wir den genialen Film “Irina Palm” zu verdanken haben.
Also ging ich frohen Mutes mit meiner Freundin ins Kino, um mir sein neustes Werk “Vertraute Fremde” anzusehen.
Die Story ist schnell erzählt:
Irgendwo in Frankreich. Der frustrierte Comiczeichner Thomas steigt in den falschen Zug und findet sich plötzlich in seinem Heimatdorf wieder. Am Grab seiner Mutter begibt er sich auf eine Zeitreise und ist plötzlich wieder 14 Jahre alt, lebt bei seinen Eltern und geht zur Schule. Er weiß, dass in nur wenigen Tagen sein Vater die Familie verlassen wird und versucht dies zu verhindern … und zu verstehen.
Gut an dem Film fand ich:
- die wirklich prächtigen Landschaftsbilder
– das Thema Zeitreise (das ich im Übrigen hasse) wurde niemals überstrapaziert
– die schauspielerische Leistung des jungen Thomas (Léo Legrand) und des unterkühlten Vaters (Jonathan Zaccai).
Weniger gefallen hat mir:
- die glubschigen Rehaugen von Alexandra Maria Lara (sie spielt die Mutter)
– manche Personen hätte ich gerne näher erklärt gehabt, z.B. die Geliebte des Vaters oder Thomas’ Mitschülerin.
Außerdem hat dieser Film durchaus seine Längen und eine hohe Einschlafquote.
Für mich war hier die Kernaussage: Man kann die Vergangenheit nicht im Nachhinein ändern. Man kann nur lernen, sich mit ihr zu versöhnen.
Und mit diesem Motto kann ich gut leben.
Und somit ist dieser Film gar nicht so schlecht. Aber Irina Palm hat der Garbarski weitaus besser hinbekommen.
Die 7 Euro Kinoeintritt lohnen sich leider nicht so richtig, man kann abwarten, bis der Streifen auf Arte gezeigt wird.













