Ich bin ja nicht der Typ Frau, die zur eigenen Lobpreisung mit Kochrezepten um sich wirft.
Aber diesmal wurde ich genötigt angeregt und eigentlich bin ich selber Schuld.
Denn ich habe mich in einem Kommentar zu meinem Artikel ‘Gewürzzitrone’ ziemlich aus dem Fenster gelegt und behauptet, dass ich ein Rezept für Rosmarinbrötchen aus der Pfanne hätte.
Leider erwies sich meine Rezeptquelle Pioneer Woman als Schlag ins Wasser: Denn Ree Drumond verwendet hier gekaufte Teiglinge, die sie posthum mit ein wenig Rosmarin aufpeppt.
Also habe ich mich mit fachlicher Unterstützung meines Lieblings-Bäcker-Azubi Kilian daran gemacht, ein eigenes Rezept zu kreieren.
Und so haben wir das gemacht:
300 g Dinkelvollkornmehl
180 ml Wasser
1 EL Zucker
1 TL Salz
1 EL Butter
2 EL Milch
gut 1/2 Päckchen Trockenhefe
1 TL Rosmarin (frisch)
Aus diesen Zutaten bastelt man sich einen Hefeteig und lässt ihn mindestens 1 Stunde stehen. (Je länger, umso besser)
Natürlich kann man auch Frischhefe nehmen, einen Vorteig rühren und dann einen Teig kneten, ich war aber zu faul dazu.
Den aufgegangen Teig noch mal durchkneten und auf einer gut bemehlten Fläche in 8 Teiglinge teilen. Hausfrauen teilen den Teig nach dem Motto “bastscho” irgendwie auf; Fachleute wiegen jeden Teigling extra, die Mutter macht danach die Waage sauber.
Eine gusseiserne Pfanne mit Olivenöl auspinseln, die Teiglinge reinsetzen und noch mal mindestens 30 Minuten gehen lassen.
Dann den Backofen auf 200°C aufheizen und die designierten Brötchen mit einer Eigelb-Öl-Mischung bepinseln, grobes Salz darüber streuen und kleine Rosmarinnadeln draufsetzen.
So könnte dies dann aussehen:
Dann wird das alles innerhalb von 20-30 Minuten gebacken.
Abkühlen lassen.
Und nun genießen:
Notabene: Das nächste Mal werde ich statt Butter und Milch Olivenöl nehmen, ich glaube, da werden die zwar nicht so fluffig, aber knuspriger!
Außerdem werde ich den Teig in 10 oder 12 Teiglinge aufteilen.
Man kann natürlich auch anderes Mehl (aufpassen mit Roggenmehl: da geht die Hefe nicht so gut auf) und andere Kräuter (z.B. Basilikum) verwenden.
Vorsicht: Der Pfannenstil wird ganz erstaunlich heiß. Nachbacken auf eigene Gefahr!
Und erzählt mir mal, ob es euch geschmeckt hat!














genötigt ….. *gacker* Wer macht denn sowas?
Boah nee, schaun die lecker aus. Und wenn die dann auch noch so schmecken, wie sie aussehen …. *schleck*
Warum nimmt man dafür eigentlich eine Pfanne und kein Reindl?
Ich glaube, dass dieses Rezept irgendwelche Cowboys (oder ähnliche Nomaden) entwickelt haben, die am Lagerfeuer zwar keinen Backofen gehabt haben, aber eine Pfanne, Mehl und geeignetes Backtriebmittel und sich damit die Frühstücksemmeln gebacken haben.
Ehrlich gesagt: Ich weiß es nicht!
Es gab lange Diskussionen mit meinem Bäckerfachmann, warum wir diese Brötchen nicht einfach auf ein Backblech setzen. Er hat mir auch ausgeredet, sie auf der Herdplatte zu garen.
Ist halt immer ein bisschen Performance dabei!