Almanya
Willkommen in Deutschland
In den sechziger Jahren kommt Hüseyin Yilmaz als 1.000.001er Gastarbeiter nach Deutschland, die Familie zieht nach und die Kinder wachsen in ihrer neuen Heimat auf.
Nun im Ruhestand freut sich seine Frau Fatma, bald die deutsche Staatsbürgerschaft zu erlangen, derweilen er ein Haus in ihrem anatolischen Heimatdorf kauft.
Eine Reise zu den Wurzeln beginnt. Und alle müssen mit.
Dies ist kein Film über das malochende Schicksal türkischer Gastarbeiter.
Es ist ein Film über eine Familie mit festen Strukturen, aber liebevollen Umgang, wie es sie in auch in Deutschland, Spanien, Italien, Amerika geben kann.
Er versucht die irrwitzige Frage zu beantworten, die sich seit der Völkerwanderung manch einer stellt:
“Was bin ich und wo komme ich her?”.
Die Beantwortung gelingt fernab religiöser und moralischer Dogmen und versucht sich vielleicht in der Aussage:
“Ich bin Deutscher. Ich bin Türke. Ich bin.”
Der Film wurde von dem selben Team produziert, dem der geniale Erfolg “Wer früher stirbt ist länger tot” zu verdanken ist, was bedeutet, dass auch hier Gerd Baumann für die diesmal nicht ganz so bluesige Musik zuständig ist.
Drehbuchautoren und Regie sind aus türkischer Hand. Das macht das Erleben der Familie Yilmaz glaubwürdig, auch wenn wohl einiges geschönt ist.
Es ist kein großer Film, aber durch seinen versöhnlichen Charakter wichtig.
Die Einschlafquote war fast null, was vielleicht damit zusammenhing, dass im Kino ein ganzer Türkentrupp saß, der immer wieder für Stimmung gesorgt hat. Denn sonst wäre man leicht den Längen der Anatolienreise erlegen.
Hier geht es zur offiziellen Filmseite: Almanya – Willkommen in Deutschland

















Hallo SaBiene,
der Hinweis mit dem “Türkentrupp” war hilfreich. Diesen Film werde ich mir diesmal wohl nicht in meinem unterstützungswürdigen, kleinen Lieblingskino ansehen, sondern in einem, in dessen Nähe viele Türken wohnen. Das könnte den Genuß noch heben.
Auf den Film freue ich mich schon, da muss ich unbedingt rein.
Liebe Grüße, Tatzelwurm
Liebe Monica,
dieses anatolische Volkstanzgruppe hat zuerst ganz schön für Party gesorgt, dass war schon nervig. Aber als der Film anfing, waren sie ruhig. Ich hätte mich gerne mal mit dem einen oder anderen unterhalten, was sie von dem Film halten. Aber leider kam es nicht dazu.
Aber ich habe noch nie soviele junge und ältere Türken im Kino erlebt. Nicht einmal bei den Filmen von Fatih Akin. (Obwohl die alle besser sind, als Almanya. Aber halt nicht so leicht verdaulich)
Erzähle mal, wie dir der Film gefallen hat, wenn du ihn gesehen hast!
Sabiene