Die Insel unter dem Meer
Von Isabell Allende
Die Insel Hispaniola im 17. Jahrhundert weiß noch nicht, dass sie irgendwann mal Haiti und Dominikanische Republik heißen wird. Zu dieser Zeit beuten spanische und französische Kolonialherren Land und Leute aus.
Die junge Sklavin Zarité erlebt dort ihr Schicksal und träumt den großen Traum der Freiheit.
Zuallerallererst: In der Tat besteht diese Geschichte zu 99% aus übelsten Kitsch!
Das restliche eine Prozent bestehen aus recht interessanten Schilderungen der politischen und geografischen Gegebenheiten dieser Zeit – wir erleben den großen Sklavenaufstand auf Haiti, mit dem das Land damals bereits begann, einen Schritt in noch größere Armut und Ungerechtigkeit zu tun. Wir erleben politische Stürme, die aus einem durcheinandergewirbelten Frankreich in die Antillen wehen. Und wir hören die Gebete einer Frau, die ihre Kinder beschützen möchte und sich die Freiheit wünscht.
Das Freiheit ein solch großes Gut sein kann, können wir uns in unserer Generation nicht mehr vorstellen, es sei denn, wir hätten bereits Erfahrung mit dem Strafvollzug gemacht.
Aber unvorstellbar ist auch das Glück dieser jungen Frau, die ersten lange genug leben kann, um auf ihre Chance zu warten und dann nicht in die Verelendung freigelassener Sklaven versackt.
Naja, USA haben auch ein bisschen gerettet.
Schön gelesen, eindrucksvoll, blumenreiche Schilderung, aber manchmal allzu schmalztriefend – Allende ist halt so.
Dennoch schön zum Träumen für kleine und große Mädchen!










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