24 Türchen: 8. Tag des Adventskalenders

Weihnachtsdeko für 24 Türchen

24 Türchen

Adventskalender 8.TürchenHeute gebe ich mir gemeinsam mit Fellmonsterchen die Ehre, dass 8. Türchen des Adventskalenders von Mella und Susanne zu gestalten.  Jeden Tag gibt es in diesem Adventskalender etwas zu gewinnen und dafür müsst ihr euch folgenden Beitrag gut durchlesen.

Der Mythos Weihnachten

Auch wenn es uns nicht passt: Jesus wurde mitnichten am 24. Dezember um 18.00 Uhr als Christkind geboren.

Zeitzeugen legen den Tag seiner Geburt irgendwo in den März, man kann dies sogar an Hand von geschichtlichen und astronomischen Daten relativ gut belegen.

Die Frühkirche machte sich um den Geburtstag Jesus‘ noch keine großen Gedanken.
Allerdings bestimmte dann im 3. Jahrhundert die Armenische Kirche Epiphanias, also den 6. Januar (Heilige Drei Könige) zum offiziellen Tag der Geburt Christi.
Wenn wir in der westlichen Welt am 24. oder 25. Dezember Weihnachten feiern, geht dies auf die Feiern zur Wintersonnenwende (Midwinter oder Jul) unserer kelto-germanischen Vorfahren zurück.
An diesem Tag wurde die Rückkehr der Sonne mit ihrem lebensspendenden Licht groß gefeiert.
Die römische Kirche übernahm in ihrem Pragmatismus diesen Zeitpunkt, um die Geburt Christi, dem Licht- und Heilsbringer der Welt zu begehen.

Bräuche, wie das Aufstellen von Weihnachtsbäumen, Geschenken, Mistelzweigen, Stechpalmen und sogar Plätzchenbacken sind ihrem Ursprung nach allesamt heidnisch und wurden jahrhundertelang von der Kirche als „fleischliche Extravaganz und Ausgelassenheit“ verteufelt.  

So beklagte ein verbitterter Kirchenmann namens Polydor Virgil im 16. Jahrhundert: “Tänze, Maskeraden, Mummenschänze, Bühnenstücke und andere solche Störungen des Weihnachtsfestes, leiten sich von Saturnalien und Bacchanalen ab; deshalb sollten alle frommen Christen sie auf ewig verabscheuen.“

Aber durchsetzen konnten sich die frommen Männer niemals.
Sie hatten auch keine Ahnung, was Teufel tatsächlich an Weihnachten anzustellen vermögen.
Fellmonsterchen
liefert dazu eine beeindruckende Dokumentation!

Wenn man sich vor Augen führt, mit welchem Aufwand heutzutage mancherorts Weihnachten begangen wird, ist man von  Saturnalien und Bacchanalen nicht mehr weit entfernt und wünscht sich vielleicht ein einfaches Fest zur Wintersonnenwende.


24 Türchen – Der Adventskalender

Habt ihr gut aufgepasst?
Dann könnt ihr bestimmt die Gewinnspielfrage beantworten:

Welches Datum bestimmte die Armenische Kirche für den Geburtstag von Jesus?

24 TürchenDie Antwort schickt ihr (entweder einzeln oder gesammelt, wenn ihr an mehreren Tagen mitspielt) bis zum 24.12.2012 an annabelle.krause@web.de.
Für 24 richtige Antworten gibt es 3 Lose, habt ihr 20 Antworten richtig, gibt es 2 Lose und bei 15 richtigen Antworten, bekommt ihr 1 Los. Und falls ihr jetzt erst auf den Adventskalender 24 Türchen aufmerksam wurdet, keine Panik – ihr könnt noch auf den anderen Blogs die Fragen nachlesen.

Und nun last but not least ein Dankeschön an unsere Partner:
Gewinnen könnt ihr leckeren Tee von  Sonnentor, einen 20 Euro Gutschein für individuelle Schokolade  von My swiss choclate, von Knallino.de das Frühstücksbrettchen Henne und den Memohalter Hund, von  soxinabox  einen 10,- EUR, außerdem sind noch 3x Einzeltagesgewinne hinter anderen Türchen versteckt und von schulranzen.com gibt es 4 Moneybags von 4you. Andrea  hat einen Kalender als Gewinn organisiert und von parfuemfactory gibt es die Düfte Hello Kitty 50ml EdT und  intimately Beckham women 30ml zu gewinnen.  Alexander Felden sponsort sein Buch „Rabenschwarz“ mit persönliche Signatur vom Autor und von text-art.com gibt uns für euch einen Gutschein für ein Literaturposter. Als Hauptpreis sponsort  skyscanner.de ein Kindle!

P.S. Morgen öffnen sich Türchen bei Bianca und Bester Puschel

Foto: Weihnachtsdeko ©Sabienes
Text: 24 Türchen: 8. Tag des Adventskalenders ©Sabienes
Grafiken ©Mella und Susanne

39 Kommentare

  1. Sehr interessanter Artikel!
    Man stelle sich mal vor, Backen wäre heute noch verpönt. Was uns da an Genüssen entgehen würde. (Hauptsache, ich muss nicht selbst backen. :mrgreen: )

  2. Tina sagt:

    Die Kirche hat ja noch mehr alte heidnische Bräuche und deren Termine einfach vereinnahmt – da waren die nie pingelig 🙂 Was nicht passt, wird passend gemacht!

    LG

    Tina

    • Sabienes sagt:

      @Tina: Die meisten großen Kirchenfeste sind mehr oder weniger heidnischen Ursprungs. Nur bei Pfingsten bin ich mir nicht so sicher, allerdings fällt das in manchen Jahren sehr nahe an Midsommer.
      LG
      Sabienes

  3. Kiat Gorina sagt:

    Von den Saturnalien der lebenslustigen Römer ist Weihnachten noch meilenweit entfernt. Die Saturnalienen – zu EHren des Gottes Saturn – endeten ja meist in handfeste Orgien 😉 Aber was nicht ist kann ja noch werden 😀

  4. Iris sagt:

    Lauter interessante Fakten, die in meinen Augen ein etwas setlsames Licht auf die liebe Kirche werfen: Alles einsammeln und umwidmen, aber rummeckern, wenn sich die Sache dann verselbständigt. Nach deinem Artikel weiß ich aber nun, dass viel Kelte und Heide in mir steckt, denn gerade deren Erbe zu Wweihnachten mag ich.

    • Sabienes sagt:

      @Iris: Seitdem ich mich mit diesem Teil der Geschichte beschäftigt habe, begann ich, Weihnachten in einem positiveren Licht zu sehen.
      LG
      Sabienes

  5. Susanne K sagt:

    also wenn Plätzchenbacken „heidnisch“ ist, dann bin ich gerne ein Heide 😈
    Danke für deinen Beitrag! Wieder mit einem sehr schönen Bild dazu (ich hatte glaube ich schon mal gesagt, dass ich die Idee mit den Titelbildern einfach genial finde)
    Grüße Susanne

  6. Susi sagt:

    Interessant, hätte wirklich nicht gedacht, dass Plätzchen backen als heidnisch bezeichnet wurde. Die wissen gar nicht was ihnen entgangen ist. 🙂

    LG Susi

    • Sabienes sagt:

      @Susi: Man hat aber auch keine heidnischen Kokosmakronen gebacken, sondern Abbilder seiner Tiere und die dann für einen Segen an das Grün (z.B. Tannenbaum, Tannenzweige usw) gehängt.
      Sabienes

  7. Leo sagt:

    Hast du uns da wieder mal eine nahezu unlösbare Rätselfrage aufgegeben. Mennoooo … 😉

    Dafür kann ich allerdings noch beitragen, dass Historiker, Archäologen, Astrologen, Geologen etc. übereinstimmend der Ansicht sind, dass die Geburt von diesem Knäblein sich nie und nimmer im Jahr Null unserer Zeitrechnung, sondern höchstwahrscheinlich im Jahr 3 vor CH ereignete.

    Allerdings ist die übliche Geburtsbestimmung zweifellos noch die aller harmloseste sämtlicher historischen und und theologischen Manipulationen, Vertuschungen und wilden Erfindungen, deren sich die Kirche ins Besondere in den ersten 300 Jahren ihres Bestehens schuldig gemacht hat um die „Heiden“ auszutricksen, politische Koalitionen zu ermöglichen und dem gemeinen Volk der Gläubigen unter der jeweils passenden Knute zu halten.

    Wann und wo immer dieser Jesus je beerdigt wurde, hat er zweifellos über vielen Jahrhunderten in seinem Grab derart rotiert, dass man damit gut und gerne eine 100-Watt-Lampe über mehrere Jahrhunderten am Brennen hätte halten können.

    • Sabienes sagt:

      @Leo: Ich werde dir diesmal aber keinen Tipp geben, Leo! 😉
      Mit der Zeitbestimmung, bzw. mit dem Jahr von Jesus‘ Geburt hast du Recht.
      Ansonsten kann man das den Frühchristen nicht verübeln. Die haben viel mehr Sorge gehabt, nicht als Löwenfutter in einer Arena zu enden, als das sie Zeit für Chroniken oder Tagebucheinträge gehabt hätten.
      Die richtigen Geschichtsverfälschungen gingen erst los, als Mönche begannen, Originalskripte zu übersetzen (da wurde aus einer jungen Frau schnell mal eine Jungfrau) und Kleriker sich bemüßigt fühlten, ein paar Wahrheiten zu verdrehen.
      LG
      Sabienes

  8. Romy sagt:

    Hallo,
    das ist ja sehr interessant. Nur gut, dass sich Weihnachten nicht so fromm entwickelt hat, wie es manch einer vielleicht gerne gehabt hätte, ohne Baum, Backen, Singen und Tanzen.

    LG Romy

  9. Mella sagt:

    bähhh jetzt lande ich auch schon im Spam bei Dir – oder löscht Du meine Kommentare einfach?

    Auf jeden Fall wollte ich Dir zu Deinem schönen Beitrag gratulieren und die Kirche hat einiges umgewandelt. Ich halte mich an den Heidnischen Bereich – egal in welcher Jahrezeit und falle damit kaum auf 🙂

    LG Mella
    P.S. guter Ausgleich zur Türchenpartnerin

    • Sabienes sagt:

      Mella: Nein, natürlich lösche ich deine Kommentare nicht und du warst bislang auch nicht in der Spamkiste!!!!
      Danke für dein Lob! Ich muss zugeben, dass die Kommunkikation mit Fellmonsterchen sehr gut gelaufen ist und sie irgendwie auch ein bisschen meine Idealpartnerin gewesen ist.
      LG
      Sabienes

  10. Corina sagt:

    Sehr schöner, informativer Beitrag. Vielen Dank!
    Ein fantastische Weihnachtszeit weiterhin!
    LG Corina

  11. Daggi sagt:

    Ich gebe Dir absolut recht, einfacher wäre manchmal wirklich besser.
    Das fängt schon in der eingenen Familien an, wenn man sieht, mit vielen Spielsachen unsere Kinder zugeschmissen werden.

    LG
    Daggi

    • Sabienes sagt:

      @Daggi: Da kenne ich auch ein paar ganz schlimme Fälle. Es gibt Kinder, die ersticken in Schokoladennikoläuse, weil alle Tanten und Omas welche vorbei bringen..
      LG
      Sabienes

  12. Kerstin sagt:

    Hier gefällt’s mir heute besonders gut. Wer braucht schon die Kirche, wenn er Plätzchen haben kann? :mrgreen: Und wer interessiert sich schon für dieses Knäblein, wenn er Zimtsterne und Lebkuchen backen und verköstigen kann (und nein, das habe ich jetzt nicht laut gesagt 😎 )

  13. Bester Puschel sagt:

    Also, das hätte ich auch nicht gedacht. Nun habe ich wieder was dazu gelernt. LG

  14. Schön, dass sich die „fleischliche Extravaganz und Ausgelassenheit“ gehalten hat 😀
    Gruß
    Fulano

  15. Sandra sagt:

    Wenn Backen Hexenwerk geblieben wäre, hätte ich wenigstens ein Ausrede, warum es bei mir in den meisten Fällen nicht klappen will :mrgreen:

    Liebe Grüße

  16. Der NetzBlogger sagt:

    Hallo Sabine,
    vieln Dank für diesenGang in die Geschichte und der Richtigstellung der Mythen.
    Dein Bericht ist sehr informativ und spannend zugleich.
    Hier zeigt sich wieder, dass es überall nur um Macht geht. Denn wer sie hat oder noch mehr bekommen möchte, legt sich die „Wahrheit“ zurecht. Gerade und auch erst Recht die Kirche, egal welchen Glaubens.

    Ich wünsche Dir noch schöne Feiertage.
    LG Timm

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