Zu meinen frustrierendsten Aufgaben gehört die beinahe tägliche Zubereitung der Mahlzeiten.
Denn ich muss ja immer für so viele Leute kochen!
Ich koche für:
einen Paprika-Hasser, einen Nicht-schon-wieder-Fisch-Mäkler, einen Wurst-Vegetarier, Ich-esse-alles-solange-es-Pizza-gibt-Gourmet, einen Champignons-Würgreizer, einen Mediterane-Küche-Verachter, einen Muss-ich-immer-Gemüse-Jammerlappen, eine Hauptsache-es-schaut-mich-nicht-mehr-an-Puristin, einen Nicht-schon-wieder-Wok-Rassisten, eine Rosenkohl-nicht-in-den-Mund-Nehmerin, eine Schwein-ist-unkoscher-Behaupterin und einen Pute-ist-auch-nicht-besser-als-Schwein-Theoretiker.
Jetzt habe ich, obwohl immer ein wenig Verachtung für die Popstar-Köche empfindend, mir auf Empfehlung einer gut meinenden Freundin das Buch: Born to Cook von Tim Mälzer gekauft, Untertitel: Schmeckt nicht, gibts nicht!
Und gebe jetzt einfach dem Tim Mälzer die Schuld, wenn ich die Gnocchi mit einer selbstgemachten Tomatensauce kredenze, die eigentlich beim Mediterane-Küche-Verachter auf dem No-Go-Index steht.
“Der Tim Mälzer hat gesagt, dass du die Soße von ihm mögen wirst. Gestern hast du ja auch sein Bauernomelett gegessen!”
Und das sitzt.
Obwohl nun mein Mann, der absolute Wunschtraum-Kunde einer jeden Metzgerei-Fachverkäuferin, nach Lektüre dieses Kochbuchs meinte: “Naja, der Mälzer hätte aber auch Rezepte für gute Sachen!”
Ich bin wirklich nicht fürs Kochen geboren, ein gutes Kochrezept ist für mich eins, dass nicht länger als 35 Minuten zu dessen Ausführung benötigt.
Dennoch empfehle ich dieses Buch, denn es enthält einfache Basis-Rezepte sowie kompliziertere Leckerchen, die man nicht im Maggi-Kochstudio nachgekocht bekommt.
Aber alles ohne allzuviel Firlefanz und meist einigermaßen alltagstauglich.
Dieses Buch gibt es überall zu kaufen, aber natürlich auch im Lande Amazonien:
Born to Cook: Schmeckt nicht – gibts nicht














