Jahrhundertflut
Es ist schon etwas seltsam, unter der Sonne Mallorcas zu sitzen und von der Hochwassersituation in Deutschland zu lesen, zu hören oder gar zu schreiben.
Würden wir in Strandnähe residieren, wäre vielleicht der Gezeitensprung die einzige Wasserstandsmeldung, mit der wir momentan etwas anfangen könnten. Da wir aber im Landesinneren wohnen und uns auch hauptsächlich dort bewegen, könnte der einzige heute zu erwartende Unbill ein Anstieg der Temperaturen um 1 oder 2 Grad sein, wenn man von herausspringenden Fahrradketten und Schmerzen in den Sitzflächen einmal absieht.
Was mich wundert ist im Moment immer wieder der Begriff der Jahrhundertflut. Weiterlesen
Vetternwirtschaft
Schnapp-Wort Woche 20
Auch heute am Pfingstsonntag ist wieder Schnappwort-Sonntag, aber ich werde mich diesmal ein wenig kurz fassen.
Der Grund ist, dass der Mann und ich heute Hochzeitstag haben und verreist sind.
Leider ist dieses eigentlich freudige Ereignis von dunklen Wolken überschattet und dem Umstand, das der Mann in Erklärungsnot mir gegenüber geraten ist.
Schuld sind die Politiker der CDU/CSU.
Vetternwirtschaft
Es kann ja durchaus möglich sein, dass sich in der weitverzweigten Verwandtschaft des ein oder anderen Politikers die ein oder andere Fachkraft befindet. So wäre es denkbar, dass der Cousin 2. Grades einen wunderbaren Chauffeur abgibt und Weiterlesen
Der Hoeneß
Schnapp-Wort Woche 17
In dieser Woche besprach ich mit meiner Steuerberaterin, wie wir bei einer bestimmten Betriebsausgabe den abzuziehenden Privatanteil handhaben sollten.
Einstimmig beschlossen wir letztendlich:
Wir machen nicht den Hoeneß!”
Der Hoeneß
Natürlich sind unsere Umsätze mit denen von Uli Hoeneß, dem umtriebigen Präsidenten des 1. FC Bayern nicht vergleichbar.
Dennoch rechne ich die ganze Zeit, wie viel Geld wir verdienen müssten, um annähernd so viel Steuern zu hinterziehen (man spricht von 11 Millionen Euro).
Was könnten wir mit dem ganzen vielen Geld alles anstellen: Weiterlesen
Sexappeal in Nordkorea
Schnapp-Wort Woche 14
Sexappeal, auch Sex-Appeal (englisch sex appeal [ˈsɛksəpiːl] ‚sexuelle Ausstrahlung‘), beschreibt eine sexuell-erotische Form der Attraktivität von Menschen.
Und so wundert es nicht, dass der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-Un als Sexiest Man Alive 2012 gekürt worden ist.
Als Begründung wurde unter anderem verwandt:
Mit seinem umwerfend schönen, runden Gesicht, seinem jungenhaften Charme und seiner starken, stämmigen Figur ist dieser Herzensbrecher aus Pjöngjang der wahrgewordene Traum aller Frauen.
Gesegnet mit einer Aura des Mächtigen, die eine unververwechselbare niedliche, kuschelige Seite verberge, hat er mit seinem einwandfreien Sinn für Mode, seinem schicken Kurzhaarschnitt und, natürlich, seinem berühmten Lächeln die Kommission zum Schwärmen gebracht.”
Bevor sich jetzt sämtliche Berlusconis und Putins über ihr scheinbar mangelndes Sexappeal das implantierte Haupthaar raufen: Weiterlesen
NSU-Prozess in München
Reise nach Jerusalem am Oberlandesgericht

Zugebenermaßen ist dies nun kein passendes Thema für den Ostersamstag.
Aber zum einen fühle ich mich nach dem Eieralarm 2.0 in meinen Osterkapazitäten ein wenig erschöpft, zum anderen war dies für mich neben dem schlechten Wetter der Aufreger der letzten Woche.
NSU-Prozess
Am Oberlandesgericht München sollen demnächst der Prozess gegen die Mitglieder der neofaschistischen Gruppierung NSU starten, bei denen es um rechtsextremistisch motivierte Morde unter anderem an Türken gehen wird.
Klar, dass solche Verhandlungen ein internationales Interesse finden werden und auch klar, dass man besonders in der Türkei auf Deutschland, bzw. München blicken wird.
Oberlandesgericht München
Blöd, undiplomatisch und äußerst ungeschickt ist es in diesem Zusammenhang natürlich, wenn das Oberlandesgericht München die Platzverteilung für die Presse so organisiert, dass für die türkische Journalisten keine Stühle mehr übrig Weiterlesen
Berliner Mauer [Schnappwort]
Schnapp-Wort Woche 9

Die Berliner Mauer ist weder das schönste, noch das bekannteste Bauwerk der Welt oder Deutschlands oder Berlins.
Dennoch kann man ihr eine große Symbolkraft nicht absprechen.
Sie steht für den irrwitzigen Versuch, ein Land und eine ganze Stadt zu teilen, soziologische Strukturen, also Beziehungen zwischen Familienmitgliedern, Freunden, Nachbarn zu zerstören.
Sie steht auch für Gewalt und Willkür in einem diktatorischen Staat.
Die Mauerreste, die nun noch in Berlin zu sehen sind, erzählen von den Zuständen in Berlin und Deutschland, die 1989 ihr Ende fanden.
East Side Gallery
Jetzt sollen Teilstücke der verbliebenen Mauer, nämlich an der sogenannten East-Side Gallery abgerissen werden, weil sie ein paar Luxuswohnungen, die im ehemaligen Todesstreifen gebaut werden sollen, stören. Weiterlesen






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