Dies ist ein Album der besonderen Art:
Der in Zürich lebende Webdesigner Hinderling Volkart sammelt Zettel, Fotos, Briefchen die zerknüllt auf der Straße liegen, den Müll nicht gefunden haben oder an Bäumen und Pinnwände hängen.
Da gibt es ein Kind, dass das Ferienlager erwartungsgemäß scheiße findet; ein Nachbar, der sich über eine wiederholte nächtliche Ruhestörung beschwert; ein Entschuldigungsschreiben; ein entlaufener Hund – ohne Foto, aber mit Zeichnung und vieles mehr.
Ganz neu ist die Idee nicht. Der Amerikaner David Rothbard sammelt schon seit Jahren in seinem Foundmagazine Verlorenes und Weggeschmissenes.
Aber diese Adaption in deutscher Sprache kann in ihrer Aufmachung als hübsche Flash-Animation durchaus alleine stehen.
Man klickt einfach auf die kleinen Zettelchen und Schnipsel, um ein bisschen als Voyeur sich in eine Welt der verlorenen Träume, Hoffnungen, Ärgerlichkeiten und Rechtschreibfehler zu bewegen.
Und es macht einem den Blick frei für das, was scheinbar unscheinbar so rumliegt, rumhängt und keiner haben will oder braucht.
Denn natürlich kann man eigene Fundstücke einreichen, sie werden dann mit Namen veröffentlicht.
Die Sammlung Absender unbekannt gibt es auch als Buch und zwar gedruckt und ist im Verlag Kein & Aber erschienen.
Hier gehts zu www.Absender-unbekannt.de.
















