
Traue niemand!
Graf Zahl ist eine Figur aus der Sendung Sesamstraße, die sehr anschaulich den Kindern die Zahlen lehrt.
Ich war eher ein Fan von der Rappelkiste und insofern haben bei mir seine frühpädagogischen Erklärungen nie eine Wirkung gezeigt.
Um es mal ganz deutlich zu sagen: Ich mag keine Zahlen!
Die einzige Ausnahme ist die Statistik dieser Internetseite. Im Moment studiere ich sie mehr als einmal täglich, um zu erfahren, auf welche Weise oder durch welch guten Zufall die Besucher (also DU zum Beispiel) auf meine Seite kommen.
So haben:
Wenn man bei Google die Begriffe ‘Lilly Boris’ eingibt, findet man nicht meinen letzten Artikel, sondern tausend Berichte von dem süßen Paar besonders aus der Klatschpresse. Und das ist nach deren Herzblatt-Show bei ‘Wetten Das’ auch nicht weiter verwunderlich.
Verwunderlich sind aber Statistiken an und für sich. Und ich glaube ihnen kein Wort und auch keine Zahl. Wenn es heißt, dass die Wahrscheinlichkeit, das irgendetwas bestimmtes eintrifft, geringer ist, als von einem herabstürzenden Satelliten getroffen zu werden, mache ich mich schon mal bereit.
Dabei bin ich nicht mal ein außergewöhnlich negativer Mensch. Aber meine persönliche, private Statistik zeigt mir, dass kein Vorkommnis zu selten oder zu blöde sein kann, als das man selbst nicht davon betroffen sein könnte.
Zum Beispiel:
Die Häufigkeit, dass ein ungeborenes Kind in Querlage entbunden wird, liegt bei 0,3–0,6 Prozent. (Handbuch Geburtenregister Österreich Juni 2005). Bei mir persönlich liegt sie bei genau 50 Prozent! Also mein 2. Kind lag quer.
Es gibt eine Statistik aus Finnland, in der versucht wird, einen Zusammenhang von bestimmten Missbildungen mit bestimmten Erkrankungen bei oder ohne medikamentöser Behandlung der Eltern herzustellen.
Die dargestellten Zusammenhänge bewegten sich im Promillebereich und darunter, was bei ca. 5 Millionen Finnen nicht unbedingt repräsentativ sein mag. Aber auch hierbei sprenge ich die Statistik mit weiteren persönlichen, privaten 50 Prozent.
Ich möchte mal wissen, wer sich mit einem solchen Krampf beschäftigt. Wahrscheinlich war hierbei mal wieder ein naturwissenschaftlicher Spargelstecher am Werk, der seine Zeit absitzen wollte.
Aber manchmal übernehmen solche Jobs sogar studierte, examinierte Ärzte. In der Uniklinik Frankfurt wurden einmal Eltern und Geschwister von Kindern mit Lippen- Kiefer- Gaumenspalte von einem solchen vermessen. Und zwar sollte ein Zusammenhang zwischen dieser Missbildung und z.B. dem Augenabstand oder Nasenlänge der Eltern und Geschwister dargestellt werden.
Nein, dies war nicht im Anatomiekurs am lebenden Objekt in Dachau anno 1940, sondern 1992 in Frankfurt a. Main.
Diesen Arzt habe ich übrigens zum Grübeln gebracht. Die Natur hat mir einen Unterkiefer mit 5 Schneidezähnen beschert. Dies ist anscheinend so selten, dass dies ein fix und fertig studierter und examinierter Arzt Anfang 30 nicht glauben konnte. Aber dank Graf Zahl war er in der Lage, meine Zähne nachzählen, wovon er auch ausgiebig Gebrauch machte.
Ich habe aber auch auf einer Seite (rechts oben) 2 Eckzähne, genau gesagt wurde mir der 2. Eckzahn als Kind gezogen.
Da hat der Herr Doktor nur den Kopf geschüttelt und mich wieder heimgeschickt.
Denn was in keiner Statistik steht, nicht einmal in einer finnischen, das kann es einfach nicht geben.