Das iPhone oder: Wie ich lernte, mein Handy zu lieben

das iphone

Wichtigstes Accessoire: Die Schachtel vom iPhone

Mitte oder Ende der 90er kamen die ersten gebrauchstauglichen Handys auf den Markt und ich hatte damals ziemlich schnell beschlossen, dass ich ein solches Gerät weder mag, noch gebrauchen kann. Und wenn es in Form eines sperrigen Knochens wie das legendäre Siemens S3 daherkommt, schon gar nicht.
Mit dem Siegeszug der finnischen Marke Nokia änderte sich zwar meine Haltung ein wenig, dennoch fand ich es ziemlich affig, ständig erreichbar zu sein.
Aber natürlich hatte ich irgendwann ein Mobiltelefon, dass ich immer mitnahm, aber selten brauchte.

Kostenfalle Handy

Dazu waren damals die Anschaffung eines Handys und der Betrieb desselben noch unverhältnismäßig teuer. Wir Kunden ärgerten uns über unseriöse Tarifanbieter und Knebelverträge und es mehrten sich die Nachrichten über Jugendliche, die mit ihrer SMS-Sucht ihre braven Eltern an den Rand des finanziellen Ruins brachten.
Und wer (so wie ich) es jahrelang geschafft hatte, diesen monetären Fallgruben zu entkommen, der fiel irgendwann einmal auf ein Abo von Klingeltönen hinein (so wie ich).
Auch heute gibt es Kostenfallen bei der Mobilfunk-Telefonie, zum Beispiel bei Auslandsgesprächen oder unpassenden Verträgen.

Das iPhone brachte mir die Zeitenwende

Ich blieb jahrelang relativ unbeeindruckt von dieser ganzen Handy-Euphorie, bis ich dann im Winter 2010 mein erstes iPhone (iPhone 4) in den Händen hielt. Denn endlich hatte ich ein Gerät, mit dem ich nicht nur telefonieren konnte (denn tatsächlich telefoniere ich nicht gern), sondern das ich wirklich für viel wichtigere Dinge gebrauchen konnte.
Inzwischen schleppe ich über 100 Apps auf meinem iPhone mit mir rum und verwalte damit Kontakte, Termine, Emails genauso einfach, wie ich fotografiere, Fotos bearbeite, lese, meine Fitness kontrolliere oder Wildblumen identifiziere und mit Hilfe der Mondkalender-App kann ich sogar meine Trainingstipps auf Mondyoga verfassen. Wegen der Kosten muss ich auch kein schlechtes Gewissen mehr haben, denn dank eines gewissen Preisverfalls bekommt man inzwischen bezahlbare Handys angeboten.

Mein Schweizer Taschenmesser

Das iPhone ist für mich einfach das Schweizer Taschenmesser (oder vielleicht sogar das Leatherman) unter den Mobilfunkgeräten und damit erklärt sich wohl auch die Erfolgsstory dieser Geräte.
Die Abhängigkeit die nicht nur ich, sondern auch die meisten anderen Benutzer für sich verzeichnen, ist nicht von der Hand zu weisen und es ist fragwürdig, ob man sich überhaupt von so einem „Kasterl“ mit ein bisschen Silizium innen drin versklaven lassen darf.
Auch ist die Firmenpolitik der einzelnen Hersteller in Bezug auf Nachhaltigkeit, Arbeitsrecht, Marktpolitik fast schon als dubios zu bezeichnen.
Und last but not least gibt es immer wieder Stimmen, die auf eine Gesundheitsgefährdung durch die Strahlung der Geräte hinweisen.

Hier gibt es also noch genügend Handlungsbedarf.

Aber bis auf weiteres werde ich ganz einfach mein iPhone lieben.

Foto: Wichtigstes Accessoire: Die Schachtel vom iPhone ©sabienes.de
Text: Das iPhone oder: Wie ich lernte, mein Handy zu lieben ©sabienes.de

10 Kommentare

  • Alex 29. Januar 2016 um 8:31

    Hi Sabienes
    Das kenne ich nur zu gut. Damals, so um 2001 rum glaube ich, bekam ich mein erstes Handy. Ebenfalls ein Siemens und danach folgte ein weiteres Siemens. Zu dem Zeitpunkt sagte ich mir: immer nur Siemens. Kein Nokia oder sonstiges und dann… kam das iPhone. Ich hatte gleich beim ersten Modell zugegriffen und bin seitdem zufrieden und habe alles was ich brauche (und sogar noch mehr). Das 7er Modell kann kommen! 😀

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    • Sabienes 29. Januar 2016 um 21:49

      @Alex: Das 7er Modell? Ich bleibe erstmal meinem 6er treu.
      LG
      Sabienes

      Antworte
      • Alex 30. Januar 2016 um 15:08

        Ja, dieses Jahr kommt ja das 7er Modell raus. Und bei den iPhones ohne „S“ gibt es halt -auch design-technisch- die größten Unterschiede. Somit kann man dieses Jahr mal wieder gespannt sein. 🙂

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        • Sabienes 31. Januar 2016 um 20:48

          @Alex: Ich bin bislang noch ganz mit der 6er Version zufrieden. Also ich muss nicht ständig das neueste Dingens haben. Stimmt das, dass das 7er keine Kopfhörerbuchse mehr haben wird?
          LG Sabienes

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          • Alex 1. Februar 2016 um 8:34

            Hauptsache zufrieden, egal ob 5, 6 oder später im Jahr mit Nummer 7! 🙂
            Und ja, das mit der Kopfhöhrerbuchse hat man schon einmal gelesen, lassen wir uns überraschen. Ich für mich, brauche sie jedenfalls nicht.

          • Sabienes 2. Februar 2016 um 23:14

            @Alex: Man kann ja auch mit Bluetooth oder so arbeiten. Wenn man das will.
            LG Sabienes

  • Georg Friesinger 29. Januar 2016 um 11:48

    Hey Sabienes,
    zum Thema Kostenfalle kann ich nur sagen, ich habe noch nie einen Vertrag mit einem Mobilfunkdienstleister abgeschlossen, da ich echt kein Fan von der 2-Jahres Laufzeit bin. Die Prepaid-Lösung bietet mittlerweile echt gute Angebote, die einem Vertrag ähnlich kommen. Man kann Pakete buchen, die Kombinationen von Freiminuten, SMS-Flat und Datenvolumen haben. Aber solche Lösungen schließen natürlich oftmals das eigentliche Gerät aus , welches man dann selber kaufen muss. Daher ist das wiederrum eine Geschmackssache.

    Dem Vergleich mit dem schweizer Taschenmesser finde ich genial, das trifft es sehr gut 🙂

    Gruß Georg

    Antworte
    • Sabienes 29. Januar 2016 um 21:57

      @Georg Friesinger: Prepaid ist schon praktisch. Aber ich schätze einen Vertrag mit Internet-Flatrate sehr und wir haben bei unserem dann auch noch so ein Geräte-Abo, bei dem man für ein iPhone gar nicht allzu viel draufzahlen muss.
      LG
      Sabienes

      Antworte
  • Sandra Dietzel 29. Januar 2016 um 19:08

    Ich nutze nach wie vor ein Android Handy, aber beim Tablet habe ich mich für ein IPad entschieden und finde es richtig toll. Ich denke kein System ist schlechter oder besser, es hat alles seine Vor- und Nachteile, grins. Habe ein tolles Wochenende. liebste Grüße Sandra

    Antworte
    • Sabienes 29. Januar 2016 um 21:58

      @Sandra: Da hast du Recht. Letztendlich ist es entscheidend, mit welchem System man am besten zurecht kommt.
      LG
      Sabienes

      Antworte

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