Soll ich eine Fastenkur machen? Und wenn ja, welche?

fastenkur

Fastenkur mit Äpfeln

Mit guten Vorsätzen – und hier ganz besonders die, die etwas mit Gesundheit zu tun haben – verhält es sich so, dass sie einem ganz eigenen Zeitablauf folgen.
In der Regel fasst man sie an Neujahr (abnehmen, gesünder essen etc.), lässt sie bis kurz nach Aschermittwoch schleifen, nimmt sie sich dann für die Fastenzeit vor – aber dann ist plötzlich Ostern. Aber sobald man sich im Laufe des beginnenden Sommers alle verschlankende Kleidungsstücke, wie Schals, lange Strickenjacken und so weiter entledigt hat, bereut man es zutiefst, nicht wenigstens ein Mindestmaß an Disziplin eingehalten zu haben.
Das betrifft natürlich hauptsächlich das weite Feld der Diäten und Ernährungsumstellungen. Aber auch die eine oder andere Fastenkur, von der man sich ja nicht nur eine Entgiftung verspricht, sondern auch ein bisschen Gewichtsabnahme, zählen dazu.
Und mich trifft es in diesem Jahr besonders hart.

Warum sollte ich eine Fastenkur machen?

Im letzten Jahr hat mein Körper ganz schön was an Schmerzmitteln, aber auch einiges an sogenannten Genussgiften, allen voran Kaffee und Schokolade aushalten müssen. Dazu kommt, dass ich nur sehr eingeschränkt Sport habe machen können. Es wäre also mal an der Zeit, das ganze System durchzuspülen. Wie das dank einer Fastenkur funktionieren könnte, wird in diesem Artikel auf Spiegel-Online sehr gut erklärt.
Und natürlich hätte ich nichts dagegen, die ganzen Frustkilos wieder loszuwerden und ein bisschen an Fitness zu gewinnen.
Und ich will einen strahlenden Teint bekommen.
Und weniger Falten haben!

Jetzt bin ich am Überlegen, was ich machen soll.

Welche Fastenkur soll ich machen?

Baim Fasten kann man zwischen verschiedenen Methoden wählen:

Heilfasten

Die bekannteste Methode ist wohl das Heilfasten nach Dr. Otto Buchinger. Nach einer Darmreinigung und ein paar Entlastungstagen trinkt man nur noch Wasser, Tee, Obstsaft und Gemüsebrühe. Das klingt alles ein bisschen marzialisch, aber man kann dies eine Woche oder länger überleben. 
Hier gibt es eine interessante Beschreibung von einem Selbstversuch, der wirklich viel Mut macht, dies auch einmal auszuprobieren.

Fasten nach Franz Xaver Mayer

Hier isst man alte Brötchen, trinkt Milch dazu und entgiftet mit speziellen Tees und Anwendungen den Körper. Der Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl hat dies regelmäßig praktiziert – mit nur mäßigen Erfolg.
Ich halte dies für zu einseitig und mag außerdem keine Milch. Lieber esse ich gar nichts.

Saftfasten

Hier wird nur Wasser, Obst- und Gemüsesaft getrunken. Mir hat vor Jahren eine solche Fastenkur gegen Sodbrennen geholfen, obwohl man das bei dem vielen Obstsaft gar nicht erwarten würde. Wichtig ist es natürlich, hier ungesüßten Saft aus dem Bioladen zu trinken oder noch besser, ganz auf Gemüsesaft umzusteigen. Wenn man den runterbringt.

Eiweißfasten

Dies wird hauptsächlich von den Herstellern gewisser Eiweißdrinks propagiert. Man ersetzt dabei eine oder mehrere Hauptmahlzeiten mit einem Eiweißdrink und trinkt dazu noch möglichst viel Wasser. Dazu sollte man sehr viel Sport machen, damit der Körper die vielen Proteine auch in Muskelmasse umsetzen kann.
Ich misstraue diesen industriellen Eiweißshakes, oft ist da mehr Zucker drin, als man annimmt. Und die Herkunft der Ingedienzien ist auch nicht klar. (Stichwort: Genmanipuliertes Soja)

Basenfasten

Basenfasten und die dazugehörigen Tees und Pulver waren jahrelang die Super-Überflieger bei den Fastenkuren. Beim Basenfasten geht es hauptsächlich um Entsäuerung, das heißt, dass man 1-2 Wochen lang nur basenbildende Lebensmittel zu sich nimmt. Verboten sind dagegen Getreide, Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte, Süßigkeiten, Kaffee, Schwarztee, Alkohol und Zigaretten – also fast alles.

Fazit:

Welche Fastenkur würdet ihr bevorzugen? Oder interessiert euch eine solche Maßnahme überhaupt nicht? Es ist immer anstrengend, eine Fastenkur zu beginnen, sogar der Selbstversuch vom letzten Jahr, eine Woche ohne Süßigkeiten zu leben, war eine große Umstellung für mich. Deswegen denke ich, dass es für mich am sinnvollsten ist, gleich voll einzusteigen und eine Heilfastenkur zu beginnen.
Vielleicht schaffe ich das noch vor dem Osterfest!

Foto: Äpfel können auch entgiften ©sabienes.de
Text: Soll ich eine Fastenkur machen? Und wenn ja, welche? ©sabienes.de
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9 Kommentare

  1. Avatar for Sabienes Alex sagt:

    Neben der einen Woche ohne Süßigkeiten letztes Jahr, legte ich auch einmal einen Tag lang nichts außer Wasser zu sich nehmen ein. Gefiel mir gut und will ich in Zukunft auch nochmal machen. Aber welche Fastenkur an sich am Besten für einen geeignet ist, keine Ahnung. Da muss ich passen. Drücke dir aber feste die Daumen.

    • Avatar for Sabienes Sabienes sagt:

      @Alex: Ich stelle es mir sehr schwierig vor, wenn man einen ganzen Tag lang fastet ohne Vorbereitung (Darmentleerung etc.)
      Eigentlich ist der Mensch dafür geschaffen, hin und wieder zu fasten. Zumindest in unseren Breitengraden, in denen unsere Vorfahren nicht immer und überall Nahrung in ausreichender Menge gehabt haben.
      LG
      Sabienes

  2. Hmm, ich weiß nicht. Da kann ich dir gar keinen Tipp geben. Leider…
    Hab einen tollen Abend und ein noch tolleres We.

  3. Avatar for Sabienes Sandra sagt:

    Hallo Sabine,

    fasten macht mir erstmal eine Gänsemarkt, du weißt ja ich bin ein kleines Fresserchen ;-). Wenn ich zwischen deinen Methoden wählen sollte, würde ich wohl am ehesten die ollen Brötchen nehmen. Klingt nicht ganz so schwierig.

    Liebe Grüße
    Sandra

  4. Avatar for Sabienes Bee sagt:

    Hallo Sabine,

    ich habe mich mit dem Thema auch schon mal auseinandergesetzt und wollte letztes Jahr Saftfasten machen. Sehr ambitioniert habe ich mir auch einen Entsafter gekauft und mir den Saft frisch gepresst, leider hatte ich nach 24 Stunden so unglaubliche Magenschmerzen, dass ich fast kollabiert bin. Für mich ist das leider nichts, ich beneide aber Menschen, die so etwas durchziehen.

    Good luck!

    Liebe Grüße, Bee

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