Frauenwahlrecht und der Kampf der Suffragetten

Schnapp-Wort 38

frauenwahlrecht

Frauenfigur in München

Heute ist es endlich soweit, denn wir haben den großen Wahlsonntag, bei dem es um die Wahl des Bundestags geht. Und auch unsere hessischen Nachbarn, die ich fälschlicherweise bereits am letzten Sonntag zur Wahlurne geschickt habe, dürfen diesmal mitspielen.

Das bedeutet, dass heute Männer UND Frauen ihre Stimme (oder Stimmen, es gibt jan eine Erst- und Zweitstimme) bei der Bundestagswahl ihre Stimme abgeben werden. Ich sage: UND Frauen, denn das ist gar nicht selbstverständlich.

Frauenwahlrecht

Vor hundert Jahren noch hätten sich nämlich Frauen in Deutschland weder passiv, noch aktiv an einer Wahl beteiligen dürfen. Das vollständige Frauenwahlrecht wurde in Deutschland erst 1918 in die Verfassung aufgenommen, am 19. Januar 1919 durften sich dann unsere Urahninnen erstmals aktiv an der Politik beteiligen. Damals kandidierten übrigens 300 Frauen für ein politisches Amt, 37 wurden letztendlich sogar gewählt.
Deutschland hat allerdings das Frauenwahlrecht keineswegs erfunden, als erstes wurde es 1910 in Finnland eingeführt, in Dänemark 1915 und die Mädels in Aserbaidschan waren bereits 1917 mit von der Partie.
USA, das Land der Freien und der demokratischsten aller Demokraten erlaubten das Wahlrecht für ihre Ladys erst im Jahr 1920.
Viele anderen europäischen Staaten führten nach dem Ende des 2. Weltkriegs das Frauenwahlrecht ein. Die Frauen in Spanien und Portugal mussten bis zum Ende der dort herrschenden Diktaturen in der Mitte der 70er Jahre auf den Erhalt ihrer Bürgerrechte warten.

Als sehr geduldig erwiesen sich die Frauen in Liechtenstein (1984) und in Kuwait (2005).

Schnappwort der Woche

Übrigens wurde in den meisten Fällen den Frauen das Wahlrecht nicht geschenkt, sie mussten sehr hart dafür kämpfen. Anfang des letzten Logo Schnapp-WortJahrhunderts schlossen sich viele Frauen der sogenannten Suffragetten-Bewegung an, um mit diesen Früh-Emanzen ihre Rechte durchzusetzen.
Pech für die Sandra ist nun, dass der Begriff

Suffragette

tatsächlich im Duden vorkommt, denn dies wird mein (gemeines) Schnappwort sein!

Alle neuen Schnappwörter findet ihr auf dem Blog von Sandra, hier findet ihr auch die Teilnahmebedingungen und die bisher gefallenen Wörter.

Foto: Frauenfigur in München ©Sabienes.de
Text: Frauenwahlrecht und der Kampf der Suffragetten ©Sabienes,de

 

40 Kommentare

  • Chaosweib 22. September 2013 um 1:36

    Schöner Schnapp-Schuss, aber was für ein Wort. 😯
    Da bin ich mal gespannt was Sunny daraus macht. :mrgreen:

    Liebe Grüße

    Antworte
    • Sabienes 22. September 2013 um 20:21

      @Chaosweib: Nächste Woche bringe ich wieder etwas leichtes!
      Versprochen.
      LG
      Sabienes

      Antworte
  • Trixis Testerlobby 22. September 2013 um 1:44

    Oh mein Gott, da bin ich ja mal gespannt was Snadra damit anstellt :))

    LG Trixi

    Antworte
    • Sabienes 22. September 2013 um 20:22

      @Trixi: Ich auch, glaub’s mir!
      LG
      Sabienes

      Antworte
  • Ela 22. September 2013 um 7:55

    Boah, bist du fies 😈 – so ein Wort! Ich gebe zu, dass ich das vorher noch nie gehört habe 😳

    Ja, wir gehen heute wählen – ich hab zwar noch Null Ahnung was ich wirklich wählen soll. Es ist so schwer irgendwie. Manchmal habe ich gar keine Lust hinzugehen, aber das ist ja nun auch der falsche Weg. Nach der Wahl gehts heute aber erst mal nach Steinau in den Freizeitpark 😉 bei so nem schönen Wetter!

    Lg Ela

    Antworte
    • Sabienes 22. September 2013 um 20:23

      @Ela: So ein schönes Wetter muss man wirklich ausnutzen, ich war nach dem Wählen auch gleich radeln.
      LG
      Sabienes

      Antworte
  • Sandra 22. September 2013 um 8:06

    Hallo Sabine,

    ja das mit dem Frauenwahlrecht ist schon so eine Sache gewesen, unvorstellbar wie lange es mancherorts gedauert hat, bis die Mädels an die Urne durften. Allein der Umstand, das uns nicht zugetraut wurde politische Entscheidungen mit zu treffen, die wir nach Wahlen ja auch mit leben und miterleben durften, ist schon der Knaller. Ich überlege gerade welches gute Buch ich mal gelesen habe, in dem die Suffragetten eine große Rolle spielten, komm aber gerade nicht drauf. Als Schnapp-Wort würde ich es erst einmal als völlig unbrauchbar einstufen :mrgreen: aber ich werde schon was basteln 💡 .

    Liebe Grüße und schönen Sonntag
    Sadra

    Antworte
    • Sabienes 22. September 2013 um 20:33

      @Sandra: Ja, tut mir Leid, nimms nicht persönlich. Für viele Leute ist Suffragette auch ein Schimpfwort – ählnlich wie Emanze.
      Nächste Woche mache ich es wieder leichter. Bestimmt.
      Ich glaube, in „Sturz der Titanen“ wird der Kampf ums Frauenwahlrecht auch thematisiert, oder?
      LG
      Sabienes

      Antworte
      • Sandra 27. September 2013 um 16:36

        JA da auch du hast recht, aber ich hatte es noch irgendwo ich komme noch drauf :mrgreen:

        Antworte
        • Sabienes 28. September 2013 um 19:16

          @Sandra: Morgen gibt es aber bestimmt keine Suffragette mehr 😉
          LG
          Sabienes

          Antworte
  • moni 22. September 2013 um 9:16

    Herrliche Idee, liebe Sabiene,
    das ist mal ein wirklich außergewöhnliches Schnappwort für einen doch etwas außergewöhnlichen Sonntag!
    Hoffen wir, dass viele, viele Frauen ihr Recht auch wahrnehmen, für das andere Frauen so gekämpft haben.
    Fü Sandra sicher nicht einfach, Dein Wort in der Story unterzubringen.
    Lieben Gruss
    moni

    Antworte
    • Sabienes 22. September 2013 um 20:35

      @moni: Anscheinend, die Wahlbeteiligung ist ja recht hoch gewesen.
      LG
      Sabienes

      Antworte
  • melliausosna 22. September 2013 um 9:32

    Na das ist aber mal ein Wort, da bin ich gespannt wie Sunny das einbauen wird 🙂

    Antworte
    • Sabienes 22. September 2013 um 20:36

      @melliausosna: Sandras‘ Geschichte wird als die Story mit dem größten Sprachschatz berühmt werden.
      😉
      LG
      Sabienes

      Antworte
  • Julia 22. September 2013 um 12:17

    Oh da bin ich gespannt wie das Wort mit eingebaut wird 🙂
    Wünsche dir einen schönen Sonntag,

    Antworte
    • Sabienes 22. September 2013 um 21:00

      @Julia: Oh ja, ich auch!
      LG
      Sabienes

      Antworte
  • Iris 22. September 2013 um 15:23

    Ein Glück, dass du das Wort erklärst, dann müssen wir jetzt nicht alle zum Duden rennen. Eine harte Nuss für Sandra bleibt es trotzdem.
    LG Iris

    Antworte
    • Sabienes 22. September 2013 um 21:01

      @Iris: Ja, auch bei mir kann man was lernen, nicht nur bei dir, Frau Lehrerin 😉
      LG
      Sabienes

      Antworte
  • Romy 22. September 2013 um 19:59

    Oh weh, also spätestens an dieser Stelle möchte ich nicht mit Sandra tauschen.

    Ich hätte auch gleich gar nicht gewusst, was es bedeutet. Wieder was dazugelernt.

    LG Romy

    Antworte
    • Sabienes 22. September 2013 um 21:02

      @Romy: Genau. Dieses Wort wirst du nie vergessen! 😉
      LG
      Sabienes

      Antworte
  • sabo 22. September 2013 um 21:21

    Hahahaha, vielleicht lässt sich dass ja irgendwie trennen, dass im Suff jemand fragete oder so 😆
    Ich werf mich gleich in die Ecke vor Lachen!
    welch wundervolles SchnappWort 🙄
    LG, Sabo

    Antworte
    • Sabienes 22. September 2013 um 21:24

      @sabo: Pass auf dich auf! 😉
      LG
      Sabienes

      Antworte
  • MestraYllana 22. September 2013 um 21:31

    *örks* Das Wort kennt ja NIEMAND!!! =P
    Ist schon ein ziemlich gemeines Schnappwort, meine Liebe!!

    Antworte
    • Sabienes 22. September 2013 um 21:39

      @MestraYllana: Wieso kennt das niemand? Steht sogar im Duden, dann muss es doch jemand kennen! Also echt … *kopfschüttel*
      LG
      Sabienes

      Antworte
  • Sebastian 23. September 2013 um 6:38

    In der Schweiz ist das Frauenwahlrecht noch viel jünger. (Genauer gesagt das Männerwahlrecht, denn nach vorheriger Auffassung entschieden die Frauen, wer gewählt wird und schickten dann ihren Mann los, um das Kreuzchen zu setzen.)

    Antworte
    • Sabienes 23. September 2013 um 18:06

      @Sebastian: Haha, ist ja lustig! Aber immer wird es auch nicht so gewesen sein, oder?
      LG
      Sabienes

      Antworte
  • Barbara 23. September 2013 um 6:42

    Bei uns in der Schweiz wurde das Frauenstimmrecht (so sagen wir) am 7. Februar 1971 eingeführt. Meine Oma war gerade 60 Jahre und meine Mama 36 Jahre alt. Beide waren sehr selbstständige und selbstbewusste Faruen und haben die „stimmlose“ Situation – kaum vorstellbar – nicht so sehr als Manko erfahren.
    Das Frauenstimmrecht hat dann nicht gebracht, was lange befürchtet wurde. Der „Rutsch“ auf die nicht-bürgerliche Seite fand nicht statt.
    Im Moment gibt es eine vergleichbare Situation: Es geht um die Ausländer, die in der Schweiz leben und arbeiten und die Frage, ob diese auch auch abstimmen und wählen dürfen. Also ich bin dafür. 🙂

    Einen guten Start in die neue Woche !
    Barbara

    PS: Suffragette – ein Wort, das „meiner“ Generation noch bekannt ist!

    Antworte
    • Sabienes 23. September 2013 um 18:07

      @Barbara: Ich habe gelesen, dass es im Kanton Appenzell sogar noch viel länger mit dem Frauenstimmrecht gedauert hat. Erstaunlich…
      LG
      Sabienes

      Antworte
    • Sabienes 23. September 2013 um 18:08

      @Barbara: Danke *Bussi*
      LG
      Sabienes

      Antworte
  • Barbara 23. September 2013 um 6:46

    Das habe ich vergessen:

    Das Foto ist der Hammer!

    Barbara

    Antworte
  • Bella 23. September 2013 um 10:28

    Mein Mann meinte mir ja auch vorher sagen zu müssen was ich wählen soll. Habe dann aus Trotz was anderes gewählt. Neee… hätte ich so und so.

    Hier noch eine tolle Lady Gaga Parodie zum Thema:
    http://www.youtube.com/watch?v=IYQhRCs9IHM

    Antworte
    • Sabienes 23. September 2013 um 18:42

      @Bella: Soweit kommts noch! 😉
      Das Video ist übrigens super, supergut!!! Danke dafür.
      LG
      Sabienes

      Antworte
  • Claudia 24. September 2013 um 7:48

    Hallo Sabienes,
    danke fürs Erinnern, dass es lange Zeit und für viele Frauen bis vor Kurzem eben NICHT das allernormalste der Welt war, wählen gehen zu können. Ich war zu faul, am Sonntag rauszugehen, deshalb habe ich schon vor einiger Zeit per Briefwahl abgestimmt. Und ich danke den Suffragetten 😆 was für ein Wort! Irgendwie denke ich dabei an Xantippen, aber das ist ganz was anderes, oder? 😛
    Liebe Grüße und danke für das tolle Schnappi und die Infos darum.
    Claudia

    Antworte
    • Sabienes 25. September 2013 um 7:55

      @Claudia: Genau. Und das kann man sich heutzutage gar nicht mehr vorstellen.
      LG
      Sabienes

      Antworte
  • nasch 24. September 2013 um 9:50

    Ein super Wort für die Story, schliessen sollten sie auch mal wählen gehen 😀

    Antworte
    • Sabienes 25. September 2013 um 7:56

      @nasch: Auch wenn die Männer meinen, dass wir das Falsche gewählt hätten. Manche sind tatsächlich dieser Meinung!
      LG
      Sabienes

      Antworte
  • Karin 24. September 2013 um 10:07

    Ein „nettes“ Wort für die Geschichte. Da dürfen wir gespannt sein, wie es eingebaut wurde. Das es in der Schweiz das Frauenwahlrecht erst recht kurz gibt – wusste ich ehrlicherweise nicht. Wir lernen immer wieder etwas dazu bei dieser Blogger Aktion.
    lg

    Antworte
    • Sabienes 25. September 2013 um 7:57

      @Karin: Kuwait kann man sich ja vorstellen, gell. Aber Schweiz oder Liechtenstein?
      LG
      Sabienes

      Antworte
  • Bibilotta 26. September 2013 um 20:59

    Oh mein Gott…was für ein schweres Schnapp-Wort, von dem ich bisher noch nie etwas gehört habe … deine Beiträge sind wirlich immer sehr interessant und auch lehrreich für mich, danke dir dafür 😉

    LG bibi

    Antworte
    • Sabienes 28. September 2013 um 19:10

      @Bibilotta: Diese Suffragetten wurden wirklich sehr stark angefeindet und hatten es schwer. Denn damals galt, dass die wahre Bestimmung einer Frau aus Haushalt, Kindern und Ehemann besteht.
      LG
      Sabienes

      Antworte

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