Gefahr beim Bloggen: Bloggerin in Mexiko brutal ermordet

Gefahr und Munition

Gefahr beim Bloggen

Nachdem ich in der letzten Woche bei Story Pics habe aussetzen müssen, bin ich diesmal wieder voll dabei und wollte euch eigentlich einen rührseeligen Bericht über die Schrecknisse eines Krankenhausaufenthaltes aufdrängen.
Aber dann las ich in der Zeitung eine schockierende Meldung:

Bloggerin in Mexiko brutal ermordet

Vielleicht habt ihr es schon in den Nachrichten mitbekommen, dass in Mexiko die Drogenkriminalität boomt, wie ehemals nicht einmal in Kolumbien unter der Herrschaft des altehrwürdigen Mellin-Kartells üblich. Drogenbanden liefern sich auf offener Straße ganz ungeniert blutige Kämpfe, Menschen verschwinden spurlos und die Polizei ist so hilflos, wie eine Polizei in solchen Ländern nur sein kann.
Mit sehr viel Zivilcourage widersetzte sich die Bloggerin Maria del Rosario Fuentes Rubio dieser Gefahr, engagierte sich im Kampf gegen Drogen und sammelte Informationen über die Drogenkartelle.
Vielleicht sammelte sie eine Information zu viel, denn offensichtlich wurde sie nun entführt und zu Tode gefoltert. Ihre Leiche konnte zwar bislang nicht gefunden werden, aber es existieren entsprechende Hinweise und Fotos im Netz.

Die Macht der Blogger

So traurig und schaurig dieser Mord auch ist, so zeigt er auch, wie viel Macht man als Blogger haben kann.
Und auch wenn ich natürlich nicht will, dass sich jemand von euch in Gefahr begibt, so möchte ich euch doch ein bisschen animieren, das Gehör, das ihr euch mit eurem Blog geschaffen habt, dementsprechend zu nutzen.
Tut eure Meinung kund!
Legt euch bitte nicht mit Drogenbossen an, aber schreibt mal über die Missstände vor eurer Haustür! Es gibt so viel, was man verbessern könnte oder worüber man einmal reden sollte.
Nutzt doch mal diese Chance.

Story Pics 42

Das Schicksal von Maria del Rosario Fuentes Rubio zeigt, dass man in manchen Ländern wirklich

gefährlich

lebt. Solche Zustände können wir uns in Deutschland gar nicht vorstellen.

Story Pic1 Familienurlaub früher   Kofferpacken für 3 Wochen VollpensionZur Übersicht die bisher gefallenen Wörter: Aufbruch, fremd, unerkannt, Grausamkeit, Treffen, Gefühl, Markierung, flüchten, Talisman, Willkür, Goldkettchenträger, Feuerpause, Kommissar, Gefängnisfraß, Geständnis, Killerviren, Gemetzel, vorsintflutlich, ballern, eisig, Interpol, Fluchtfahrzeug, Polizeireporter, Schattenmann, gestresst, Prohibition, korrumpieren, Motorradgang, ironisch, Opfer, Feuer, Schmuggel, picobello, Denunziant, Gangsterliebchen, Glück, Schotten, suchen, Epidemie, Luxus,

Foto: Gefahr – Andenken aus Patronenhülsen, gesehen in Mostar, Bosnien ©sabienes.de
Text: Gefahr beim Bloggen – Bloggerin in Mexiko brutal ermordet ©sabienes.de

16 Kommentare

  • Bibilotta 19. Oktober 2014 um 11:30

    brrrrr…. *Gänsehaut* bei der Vorstellung … ich hatte das bisher noch nicht mitbekommen und bekam jetzt auch ganz schön Gänsehaut beim lesen … ist schon traurig und heftig… und ja … als Blogger, wenn man mal ein bisschen gesichtet wurde, kann man schon einiges denke ich auch bewirken …

    Schon heftig … und nein … von Drogenbossen und Co lasse ich gerne die Finger, ausser in meinen Büchern 😉

    LG und einen schönen Sonntag
    Bibi

    Antworte
  • Klaus 19. Oktober 2014 um 13:34

    einen schönen Sonntag, Klaus

    Antworte
  • Sandra 19. Oktober 2014 um 13:36

    Hallo Sabine,

    nein ich muss gestehen, dass ich das noch nicht mitbekommen habe. Ich werde mich aber im Anschluss nochmal genauer informieren. Nicht nur als Blogger kann man ja vielleicht ein bisschen was bewegen. Denk mal an Twitter und Ägypten damals. Ich weiß schon warum manche Regierungen etwas gegen soziale Netzwerke haben. Das Schicksal dieser Frau erschreckt mich sehr und auch ich werde wie Moni die Finger von solchen heißen Eisen lassen. Kleinere Ärgernisse werde ich aber, wenn sie sich auftun sehr wohl auch weiterhin im Auge behalten und z.T. auch mal mit einigen Worten umreissen ;-).

    Liebe Grüße
    Sandra

    PS: Ich freue mich so, dass du wieder aktiv bist. Dein Pakerl geht heute Mittag in die Packstation.

    Antworte
    • Sabienes 19. Oktober 2014 um 20:52

      @Sandra: In China wurden deswegen sogar die Internetverbindungen gekappt – alles viel zu gefährlich für Diktaturen.
      Packerl ist unterwegs! Da freue ich mich aber!!!!! Ich habe dich nicht vergessen, aber im Moment ist hier alles noch ein bisschen unübersichtlich. Aber ich werde mich melden.
      LG
      Sabienes

      Antworte
      • Sandra 20. Oktober 2014 um 6:40

        Sortier dich in Ruhe, alles gut ♥

        Antworte
  • Karin 19. Oktober 2014 um 15:53

    Ich kann mir schon gut vorstellen, dass ein Blog mit vielen Besuchern durchaus etwas bewegen kann. Aber auch Kommis auf FB und Co. können einiges auslösen.
    lg und gute Besserung

    Antworte
    • Sabienes 19. Oktober 2014 um 20:56

      @Karin: Natürlich, auch die Socials sind ein gutes Medium, um Meinungen kund zu tun!
      LG
      Sabienes

      Antworte
  • Danny 19. Oktober 2014 um 19:10

    mitbekommen habe ich das nur am rande, aber es ist wirklich erschreckend.
    wobei das nicht das erste todesopfer ist. es gab bereits blogger die sich mit ihren beiträgen böse ins abseits geschossen haben und es leider nicht überlebt haben bzw einer hat es schwer verletzt und mit weiteren folgen überlebt.

    Antworte
    • Sabienes 19. Oktober 2014 um 20:57

      @Danny: Waren die anderen Blogger auch Mexikaner oder ist das eine andere Baustelle?
      LG
      Sabienes

      Antworte
      • Danny 19. Oktober 2014 um 22:11

        ups verzeihung…. das war eine andere baustelle. ich weiß von einem kurden und das andere war irgendwas in afrika, aber wo genau kann ich jetzt gerade leider nicht mehr sagen

        Antworte
  • Julia 19. Oktober 2014 um 20:38

    Erschreckend ist das wirklich, man mag nicht drüber nachdenken und wünscht das niemand.
    Ich hoffe dir geht es etwas besser 🙂 Wünsche dir einen schönen Abend

    Antworte
  • Daggi 19. Oktober 2014 um 21:56

    Davon hatte ich bisher gar nichts gehört oder gelesen, schlimm 🙁

    Antworte
  • Iris 19. Oktober 2014 um 23:21

    Bloggern widerfährt nun das, was schon lange das Leben bestimmter Journalisten gefährlich macht. Im Kleinen gibt es im übertragenen Sinne ja auch vernichtende Reaktionen auf Blogartikel. Und wenn es nur ein sog. shitstorm ist, der verbal bzw. virtuell beginnt. Hier wurde er dann real umgesetzt. Es ist eine ungeheure, zerstörerische Dynamik in der Welt der Meinungen möglich.
    LG Iris

    Antworte
  • moni 20. Oktober 2014 um 11:54

    Liebe Sabiene,
    heutzutage ist es (wie früher auch schon) sehr gefährlich, eine eigene Meinung zu haben und sie öffentlich zu vertreten. Bloggen ist für viele Menschen oft leider die einzig verbliebene Möglichkeiten, die restliche Welt auf Mißstände hinzuweisen und aufmerksam zu machen.
    Die Geschichte ist wirklich sehr schlimm, aber auch aus China z.B. hört man ja immer wieder, dass Blogger und/oder YouTube – Nutzer verhaftet werden und dann einfach „verschwinden“!

    Liebe Sabiene, ich hoffe, Du hast kein Krankenhaus-Trauma erlitten und schicke Dir heute ganz liebe Montagsgrüße
    ♥lichst moni

    Antworte
  • Romy 28. Oktober 2014 um 11:22

    davon habe ich bisher noch gar nicht gelesen gehabt. Ganz schön heftig, puh, das muss man erst mal verarbeiten.

    LG Romy

    Antworte
    • Sabienes 29. Oktober 2014 um 19:23

      @Romy: Der Mut dieser Frau ist für mich ein Vorbild!
      LG
      Sabienes

      Antworte

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