Geschenke, die man nicht braucht – wohin damit?

Geschenke unterm Weihnachtsbaum

Geschenke unterm Weihnachtsbaum

Vor gefühlten 100 Jahren wurde ich einmal an Weihnachten mit einem Paar gefütterten Hausschuhen aus der Kollektion Omi bedacht, die in aller Eile am Heiligen Abend kurz vor Ladenschluss erstanden wurden. Damals war ich Anfang 20 und fragt mich: „Was soll ich mit diesen Dingern?“ und genau dies fragt heute auch der Webmasterfriday:

Was tun mit Geschenken, die man nicht braucht?“

Geschenke, die man nicht braucht

Die Chance, bei der Auswahl der Geschenke einen Missgriff zu tätigen, ist relativ groß, wenn man seinen Lebenspartner oder seine erwachsenen Kinder beglücken möchte.
Ich schenke zum Beispiel dem Mann fast regelmäßig ein Buch. Dabei vermeide ich natürlich Belletristik, laufe mir die Hacken ab nach wissenschaftlichen oder technischen Werken (diesmal etwas über Vulkane), aber er ist keine ausgesprochene Leseratte. Und ich bin mir auch gar nicht so sicher, ob unsere Jungs in diesem Jahr rundum zufrieden gewesen sind.
Aber ich denke, dass man als Beschenkter ein bisschen was aushalten muss.

Sinn des Schenkens

Denn es kommt in den wenigsten Fällen darauf an, dass man wirklich bis auf iTüpfelchen genau das eine Teil verschenkt, was sich der andere auch wirklich, dringend wünscht, bzw. sollte in diesen Ausnahmefällen (materielle Not, Nerd, Schmuckstücke, kleine Kinder) eine explizite Ansage, am besten mit Bestellnummer gestartet werden. Der Sinn des Schenkens ist eigentlich der, dass man der anderen Person mitteilt: „Ich habe dich so lieb, dass ich dir genau ein solches Geschenk machen möchte!“. Das gilt auf jeden Fall für Bücher über Vulkane, nicht aber für gefütterte Hausschuhe aus der Kollektion Omi.

Was tun mit Geschenken, die man nicht braucht?

Geschenke von meiner Familie und Freunden halte ich es auf jeden Fall in Ehren und freue mich.
Kleingeschenke, die während der Weihnachtszeit von Dienstleistern, Geschäftspartnern und anderen Institutionen eintreffen, könnten unter Umständen in einem Geschenke- und Tombolafundus landen.

Früher war dies undenkbar, nun ist es aber kein Problem: Man könnte unbrauchbare Geschenke aber auch im Internet verkaufen. Außer ebay und amazon gibt es hier einige Tauschbörsen und -plattformen.
Manch einer lässt sich gleich am Heiligen Abend den Kaufbeleg aushändigen und tauscht dann am 27. zusammen mit Tausend anderen unglücklich beschenkten das Geschenk einfach um.

Ich möchte das hier nicht werten. Denn erstens ist das jedem seine Sache und zweitens gibt es auch gute Gründe für einen Umtausch oder Verkauf. Wenn der Kaschmirpulli 2 Größen zu klein ist oder man das Buch über Vulkane bereits nachweislich besitzt, hilft alles nichts.
Und es soll ja auch jeder zufrieden sein.

Wollt ihr wissen, was ich damals mit den gefütterten Hausschuhen gemacht habe?

Ich habe mich von dem Typen UND den Hausschuhen getrennt!

Aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Foto: Geschenke unterm Weihnachtsbaum ©Sabienes
Text: Geschenke, die man nicht braucht – wohin damit? ©Sabienes

7 Kommentare

  1. Tim G. sagt:

    Ich muss ehrlich zugeben, dass mir ein „Was soll ich mit den Dingern?“-Erlebnis bisher erspart geblieben ist. Was sicherlich auch daran liegt, dass bei uns in der Familie schon seit Ewigkeiten im Vorfeld ganz genau abgesprochen wird, wer was von wem zu welchem Anlass geschenkt bekommt.Kein Streit, aber auch keine Überraschung.

  2. Tonari sagt:

    Zum Glück gibt es neben nicht passenden Geschenken oder dem doppelten Besitz auch noch solche, die einem versehentlich aus den Händen gleiten 😉

  3. Ellen sagt:

    Hi,
    das Erlebnis ala „was soll ich denn DAMIT???“ hat mir eine gewisse Frau aus meiner Verwandtschaft schon öfter beschert. Ob sie das aus Gedankenlosigkeit, fehlendem Einfallsreichtum oder um mich zu ärgern getan hat, würde ich schon gern mal wissen.
    Das Beste war vor 2 Jahren eine Box mit sämtlichen Loriot-Filmen. Mein Mann steht da total drauf, hat sich zumindest einer gefreut. Nur wieso bekomme ICH das dann zum Geburtstag und nicht er?? Fragen über Fragen :D.

    Des lieben Frieden willens „freut“ man sich dann kurz und stellt das Geschenk schnell ausser Sichtweite. Da hab ich mich doch mehr über ne Tafel Schoki mit einer schicken Geldnote drauf gefreut. Das hat sie sonst immer verschenkt und meinte wohl, es müsse jetzt etwas persönlicher werden. Schaaade 😀

    LG Ellen

    • Sabienes sagt:

      @Ellen: Oh ja, das ist ärgerlich. Obwohl es diese Verwandte bestimmt gut gemeint hat. Aber wer weiß, wie oft ich in einem solchen Fall schon daneben gegriffen habe 😉
      LG
      Sabienes

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