Handgeschrieben
Webmasterfriday will es wissen!
Handgeschrieben oder getippt?
Dies ist das neue Thema von Webmasterfriday in dieser Woche:
Schreibt ihr noch analog – oder tippt ihr nur noch?”
In meiner Schulzeit lernten wir ja nicht nur Lesen und Schreiben, sondern auch Schönschrift und dafür gab es – sehr zu meinem Verdruss – auch noch Noten.
Die Notwendigkeit dieses für mich so eintönige Exerzieren wurde damit begründet, die Feinmotorik zu entwickeln.
Bei meinen Kindern bestand diese Erforderlichkeit anscheinend nicht mehr, Sohn 1 lernte die sogenannte “vereinfachte Ausgangsschrift”, die ich ja ganz furchtbar finde und Sohn 2 kam mit seiner Sauklaue auch ganz gut zurecht.
Das Adlersuchsystem
Ich persönlich habe früher alles mit der Hand geschrieben und konnte immer gut verstehen, dass sogar manche Schriftsteller, so wie der kürzlich verstorbene Herbert Rosendorfer, ihre Manuskripte nicht mit einer Schreibmaschine schreiben wollen.
Der Grund ist ganz einfach: Ich konnte nur mit 2 Fingern nach dem berühmten Adlersuchsystem schreiben, was auf normalen Schreibmaschinen eine wirkliche Plagerei bedeutet.
Erst später lernte ich (freiwillig und nach der Einführung von Computer samt Tastaturen) das Zehnfingersystem.
Und seither schreibe ich sehr gerne digital und eigentlich fast viel lieber, als mit der Hand.
Handgeschrieben
Allerdings hat das Handgeschriebene immer noch seine Berechtigung für mich.
Private Post, Postkarten oder Glückwunschkarten würde ich niemals mit der Schreibmaschine oder am Computer schreiben.
Auch Notizen, Einkaufszettel, Merkzettel oder ToDo-LIsten könnte man zwar wunderbar mit dem iPhone oder PC verfassen.
Schreibe ich sie aber von Hand, weiß ich, wo sie liegen: an der Pinwand, links neben dem Bildschirm oder im Geldbeutel.
Ich denke: Auch wenn immer mehr digital geschrieben wird, hat das Handgeschriebene immer noch seine Berechtigung.
Und wer weiß, vielleicht ist diese Kunst, den Stift sanft über ein Stück Papier zu führen und dabei Zeichen zu malen, deren Bedeutung eine andere Person erkennen kann, der Feinmotorik tatsächlich zuträglich?
Foto: Handgeschriebenes auf einer Mauer in Antalya ©Sabienes
Text: Handgeschrieben ©Sabienes





Wirkliche Texte schreibe ich am PC, Dinge wie Notizen, Listen usw. mit der Hand. Die sind in der Regel auch nur für mich gedacht. Ich merke aber auch, dass mir das Schreiben per Hand von der Ausdauer her immer schwerer fällt. Zu schnell verkrampfe ich und die Hand tut weh. Ich schreibe auich viele private Briefe am PC. Oft mache ich es so, dass ich den Ausdruck dann in eine Grußkarte einklebe. Das kann man -im Gegensatz zu meiner Schrift- wenigstens lesen. Wenn Leute mir schreiben und dabei eine üble Schrift haben, empfinde ich das eher als respektlos als einen ordentlichen gedruckten Text.
@Iris: Das geht mir inzwischen auch so: Ich verkrampfe mich immer mehr, wenn ich mit der Hand schreibe. Gut, dass du das erwähnt hast, ich war bislang der Meinung, dass mit mir was nicht stimmt
LG
Sabienes
Ist vielleicht unser fortgeschrittenes Alter ?
@Iris: LOL
Oh, 10-Finger-Schreiben … das hatte ich auch mal einer richtigen Schreibmaschine gelernt. Gefühlt komme ich aber mit meinen 4-6 Fingern, besser klar.
Notizen sind das einzige, was ich meiner Handschrift noch zumute. Für alles andere kommt eine Tastatur zum Einsatz.
@Daniel Weihmann: Ich frage mich aber, was du mit den anderen Fingern dann machst, wenn du mit 4-6 Fingern schreibst?
Sabienes
Salve, Daniel!
Hihi.. ist Deine Handschrift so “verdoctert” unleserlich? Meine ist für andere absolut unleserlich-/stenographie-ähnlich und deshalb mute ich Sie niemanden in Briefen zu…
Aber Notizen zu Texten, die ich (beruflich) verfasse, mache ich ab und an auf Zetteln. In letzter Zeit nutze ich öfter voice-Wandlung per Smartphone oder PC-Mikropohon für “Notizen”…
Gruß
Sabine