Kommunikationsstress und die dauerhafte Erreichbarkeit

Webmasterfriday will es wissen
Antike Figur in Abwehrhaltung gegen den Kommunikationsstress

Kommunikationsstress – nein Danke!

Nicht nur, dass Mitarbeiter und Chefs ständig etwas wissen wollen oder müssen. Immer wieder klingelt das Telefon, weil ein Kunde oder ein Familienmitglied anruft.

Das war Kommunikationsstress früher.

Heute ist das so, dass Emails und andere Benachrichtigungssysteme unsere Aufmerksamkeit fordern, anstatt uns die Kommunikation zu erleichtern.
Auf sämtlichen Sozialen Medien quellen die Timelines über von Informationen, die wir unbedingt wissen sollten – oder auch nicht.

Es ist wirklich einmal Zeit, sich Gedanken über diese ständige Erreichbarkeit zu machen, wie es der Webmasterfriday mit seiner heutigen Frage anregt:

Wie erreichbar bist Du? Kommunikationsstress im Web 3.0

Da ich den Begriff Web 3.0 im Moment nicht so recht zuzuordnen weiß, gehe ich mal vom guten alten Web 2.0 aus.

Kommunikationen

Wenn man mal von den üblichen „analogen“ Kommunikationsmöglichkeiten, wie Telefon oder persönliche Gespräche absieht, bin ich im Web eigentlich nur über meinen Blog und auf Facebook am Logo WebmasterfridayKommunizieren.
Natürlich schreibe ich aber auch Kommentare auf anderen Blogs.
Und schon finde ich ein erstes Problem: Ich habe so viele Blogs abonniert, dass es mir zeitlich wirklich schwer fällt, meinen kompletten Reader kontinuierlich zu verfolgen, jeden interessanten Artikel aufmerksam zu lesen und eventuell zu kommentieren.

Zeitfalle Facebook

Facebook ist eine wirkliche Zeitfalle, ganz besonders, wenn man den Chat aktiviert hat.
Da kommen dann Anfragen von einem netten „Wie geht’s?“ bis zu einem komplizierten „Du, ich will mal eben WordPress installieren … kannst du mir nicht schnell mal … ?
Aber auch, wenn man nicht chattet, bleibt man hier leicht bei irgendwelchen nichtssagenden Unsäglichkeiten hängen.
Welche man letztendlich nur liest, weil man tief in seinem Inneren eine besonders quälend unausgefüllte Phase durchmachen möchte.

Kommunikationsstress – Nein danke!

Man muss sich tatsächlich lernen, sich auf die wichtigen Kommunikationen zu konzenzentrieren.

Es ist für mein weiteres Leben kaum von Belang, ob Facebook-Freund A. aus B. sich gerade im Stau auf der A3 bei Würzburg befindet.
(Abgesehen davon, dass man auf der A3 bei Würzburg immer eine gute Chance auf einen Stau hat)

Auch ist das 180. Katzenbild und das 3542. Rosenbild zwar sehr schön, aber es stirbt keine Elfe, wenn man es mal nicht kommentiert.

Kommunikationen oder ganz allgemein Informationen nach ihrer Wichtigkeit zu filtern, dürfte eine der Aufgaben des Internetzeitalters sein.
Und das gilt für das Web 2.0 genauso, wie für Web 3.0 – was immer dies bringen wird.

Foto: Antike Figur des Dionysos mit abwährender Armbewegung ©Sabienes
Text: Kommunikationsstress ©Sabienes

Was die anderen meinen:

  • Texthase hat für sich eine Zeitbegrenzung von 45 Minuten täglich eingeführt
  • Moritz benützt Organisationshilfen
  • Mella lebt auch ohne Mobilfunk ganz gut
  • Thomas Liedl mag nicht rund um die Uhr erreichbar sein
  • Jana telefoniert (wie ich auch) nicht so gerne

 

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17 Kommentare

  1. Avatar for Sabienes MestraYllana sagt:

    Ich klappe oft ganz bewusst den Lappi zu, wenn ich mal wieder merke, es ist zu viel geworden. Eigentlich wollte man ja nur… und dan hängt man doch wieder auf Facebook fest und verschwendet im Grunde genommen eigentlich nur seine Zeit. Manchmal tut es ganz gut, sich mal nur mit sich selbst zu beschäftigen, statt sich ständig auf Facebook & Co über das Leben (war grad aufm Klo, mein Hündchen hat dies gemacht, mich juckt es da, ich hab Lasagne gegessen) anderer zu informieren.

    Nix gegen Facebook, es hat schon auch eine positive Kehrseite, man sollte halt die richtige Balance finden… und das ist schwierig!

  2. Avatar for Sabienes Iris sagt:

    Das stimmt mit dem Filtern. Manchmal muss man sich echt zwingen, NICHT zu lesen. Ich z.B. habe inzwischen gar keinen Reader mehr, sondern gehe ganz gezielt zu einem Blog zum Lesen. Aber auch da passiert es mir, dass ich über die Kommentare dann zu einer Blogrundreise aufbreche…..

    • Avatar for Sabienes Sabienes sagt:

      @Iris: Ich habe mir auch schon überlegt, den Reader zu ignorieren. Und tatsächlich mache ich das manchmal auch.
      LG
      Sabienes

  3. Avatar for Sabienes Leo sagt:

    Blogs oder andere Nachrichtenkanäle abonniere ich prinzipiell nicht. Die neue Posts der wenigen Blogs, die ich regelmäßig lese, erreiche ich sowieso über Facebook. Wie z.B. deinen.
    Facebook ist für mich ein wichtiges Kommunikationsmittel um Kontakt mit all jenen Leute zu halten, die ich fast nie sehe. Vor allem weil fast alle meine Freunde und meine komplette Familie ganz weit weg wohnen. Auch weil man als Rentner und in eine Minikaff am A…. der Welt wohnend, sowieso weit weniger Leute persönlich trifft, denn wo man noch berufstätig war. Vereinsamen ist für alte Leute nicht gut, habe ich gehört.
    Auf FB wird hier die Chat-Funktion nur auf direkte Anfrage eingeschaltet. Genau so wie Skype.
    Auf Facebook nerven mir vor allen die tausenden Fotos und möchtgern-Witze, die ständig darin erbrochen werden. Um die Übersicht über das für mich auf FB wichtige zu behalten, muss ich die sowieso immer mittels „verbergen“ wegräumen.
    Trotzdem verplempere ich mit FB viel zuviel Zeit, die ich weit sinnvoller mit Spanisch-Vokabeln pauken oder Schreiben verbringen könnte.

  4. Avatar for Sabienes Leo sagt:

    Ach ja, und da sind da auf FB freilich noch alle diese ach so wohl gemeinten „Lebensweisheiten“, die vor allem jene fleißig verbreiten, die sie selbst am nötigsten hätten.

  5. Avatar for Sabienes Birgitt sagt:

    …wegen der Zeitfall halte ich mich kurz, liebe Sabine, 😉
    bin gerade über Twitter zu deinem Post gekommen…musste gleich nochmal nachschauen, aber es war wirklich nicht FB…

  6. Avatar for Sabienes Jana sagt:

    Ich mag den Satz mit der Elfe, den muss ich mir abspeichern :mrgreen:

  7. Avatar for Sabienes Manni sagt:

    Jau, Filtern und fertig. Alles andere führt zu überflüssigem Stress. FB-Spiele-Einladungen finde ich übrigens mindestens so nervig, wie Haustierberichte und Schlaumeiereien. 😉

    LG
    Manni

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