Paranoid Park – ein Jugendbuch für Erwachsene

von Blake Nelson
Einkaufswagen für Paranoid Park

Paranoid Park

Paranoid Park ist eine Industriebrache am Stadtrand von Portland. Dieses Gelände genießt einen gewissen Ruf, denn schließlich sei hier schon einmal jemand abgestochen worden. Grund genug, dass für die Straßenkids und Skater der Stadt, sich hier in der Dunkelheit heimlich zu treffen. Aber man muss vorsichtig sein – man könnte hier paranoid werden!
Eines Abends wollen 2 Jugendliche im nahe gelegenen Supermarkt Bier kaufen. Der Einfachheit halber – oder für den Nervenkitzel – beschließen sie, auf einem Güterzug zu surfen.
Aber dieses Abenteuer hat Folgen – tödliche Folgen! Und wer würde denn einem Skater, der sich in einem illegalen Jugendtreff herumtreibt, Glauben schenken? 

Blake Nelson

Der aus Chigago stammende Blake Nelson, Jahrgang 1960, ist der Autor mehrerer Jugendbücher. Er lebt nun seit Jahren mit seiner Familie in New York.

Paranoid Park – meine Meinung:

Das Buch ist Tagebuch- oder Briefform aufgebaut, der namenlose Erzähler im Teenager-Alter berichtet hier in Ich-Form über die Ereignisse. Er berichtet dabei sehr freizügig über die Probleme in seiner Familie, in der Schule und mit seiner Freundin. Aber ein Großteil des Buches nimmt natürlich die Schilderung der Geschehnisse rund um den Todesfall ein, an dem er in gewissem Maße mitschuldig ist. Er redet sehr ehrlich über seine Schuldgefühle und seine Gewissenskonflikte. Seine persönliche Situation erscheint absolut auswegslos – bis zu dem Moment, an dem er eine Wahrheit erfährt.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen.
Es kommt, wenn man von der Schlüsselszene absieht, mit sehr wenig Gewalt und Blut aus. Dennoch ist das Erlebniss für den Erzähler als mehr als grausam zu bezeichnen, weil dieser junge Kerl sich mit einem Schicksal auseinander setzen muss, dem er nicht gewachsen ist. Der größte Feind und die größte Bedrohung liegt oft in einem selber, aber auch die größten Chancen.
Und so findet der junge Erzähler, der innerhalb von wenigen Monaten erwachsen werden musste, letztendlich einen für ihn gangbaren Weg aus der Misere – und das finde ich persönlich mehr als positiv (weil ich eine Buben-Mama bin und vielleicht auch einen Desperado-Komplex habe).

Das Buch wurde unter der Regie von 2008 verfilmt.

Bibliographisches

  • Titel: Paranoid Park
  • Autor: Blake Nelson, Heike Brandt (Übersetzung aus dem amerikanischen Englisch)
  • Taschenbuch: 192 Seiten
  • Verlag: Beltz & Gelberg; Auflage: 6 (21. November 2013)
  • ISBN-10: 3407741618
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre (?)
  • Preis: 7,95 € (Taschenbuch), 6,99 € (KIndle)

Foto: Umgekippter Einkaufswagen für Paranoid Park ©sabienes.de
Text: Paranoid Park – ein Jugendbuch für Erwachsene von Blake Nelson ©sabienes.de

Mit dieser Rezension beteilige ich mich an Daggis Buchchallenge, Aufgabe 15: Lese ein Kinder- oder Jugendbuch.

1 Kommentar

  • Bella 24. Oktober 2014 um 9:57

    Von dem Film habe ich schon mal gehört und hat mich auch sehr angesprochen. Vielleicht hole ich mir mal den Film. Ich bin iregndwie ziemlich Lesefaul im Moment.

    Antworte

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