Geben Sie Rabatt?
Schnäppchenjagd mit Rabatten, Prämien und Gutscheinen
Wollte man früher beim Einkaufen einen Rabatt erzielen, hat man kleine Rabattmärkchen gesammelt und fein säuberlich in ein Heft eingeklebt.
Das war dann die Aufgabe von Mutti.
Vati hatte sich derweilen beim Neuwagenkauf um nigelnagelneue Fußmatten zu bemühen.
Dann wurden die Zeiten aufgeklärter, es hieß, dass die Geschäfte das Geld für die Rabatte wieder auf die Preise aufschlagen und die Sammelleidenschaft wurde mit der Bitte an die Händler, die Preise anzugleichen, aufgegeben.
„Aber das ist ja langweilig!“ lamentierten die Verbraucher.
„Wir verlieren die Kundenbindung!“ stöhnten die Betriebswirtschaftler.
Denn der Mensch und Verbraucher ist halt Jäger und Sammler, aller Aufgeklärtheit zum Trotz.
Rabatte mit der Kundenkarte
Und so führte man im gegenseitigen Einvernehmen Kundenkarten ein, die Rabatte in Form von Punkten und Prämien versprechen.
Seit der Abschaffung des Rabattgesetzes im Jahr 2011 stehen dem Händler hier auch sämtliche Türen offen, vorausgesetzt die innerbetriebliche Kalkulation macht dies mit.
Wer aber heutzutage richtig clever einkaufen und auf Schnäppchenjagd gehen will, muss nicht mehr darauf warten, bis nach 6 Wochen irgendwelche Rabatte abgerechnet werden.
Wenn man sich nämlich rechtzeitig die richtigen Gutscheine aus den richtigen Gutscheinportalen aussucht, darf man sich auf Vergünstigungen von manchmal bis zu 35% freuen, die einem gleich an der Kasse abgezogen werden.
Dies erfordert natürlich ein hohes Maß an Planung!
Clevere Einkaufsplanung
Zum Beispiel bin ich im letzten Jahr durch Aschaffenburg gelaufen, um ein „Kleines Schwarzes“ (inklusive passendem Schuhwerk und Korsett) zu erstehen.
Eigentlich hätte ich im Vorfeld die zuständigen Gutscheinseiten frequentieren müssen, mir dann ein paar Angebote von Geschäften in meiner Nähe oder im Internet suchen und ausdrucken.
Es ist nicht unwahrscheinlich, dass ich mit den richtigen Gutscheinen mehr als 10% gespart hätte – ein super Rabatt!
Solche Gutscheine finden ihre häufigste Verwendung in Online-Shops.
Ob es natürlich viel Sinn macht, etwas so Diffiziles, wie ein „Kleines Schwarzes“ online zu bestellen, weiß ich nicht.
Bei Technikartikeln hingegen dürfte man wahrscheinlich weniger Probleme mit der Passform haben.
Und so gibt es in diesem Bereich die tollsten Angebote bei den großen Gutscheinschleudern und gerade hier gibt es die Sparmöglichkeiten von MeinPaket, nur um einmal ein Beispiel zu nennen.
Wer sich auf Gutschein-Schnäppchenjagd begibt, sollte genau aufpassen, zu welchen Bedingungen die Gutscheinverteilung geschieht.
Manchmal deckt der erreichte Rabatt gerade mal Porto und Versandkosten, manche Portale sind nicht seriös und manchmal bekäme man beim Händler vor Ort auch ein Angebot zu guten Konditionen.
Und ich rede hier nicht von Fußmatten für das neue Auto!
Foto: Super Rabatt in einem Schaufenster in Padua ©Sabienes
Text: Rabatt ©Sabienes






Das Foto!
Unser Bäcker lebt noch im letzten Jahrtausens und arbeitet mit lustigen Klebekärtchen – entweder verlieren wir die Aufkleber oder die Kinder finden sie und nutzen sie “kreativ”.
@Kerstin: In unserem Bioladen gibt es die auch. Und wenn ich es dann mal endliche geschafft habe, ein Heftchen vollzukleben (ich verliere die Dinger nämlich auch regelmäßig), dann bekomme ich ein Tütchen biodynamisch-abbaubaren Tee
LG
Sabienes
Oh ja, liebe Sabiene,
der Verkauf schlägt einen Rabatt-Purzelbaum nach dem anderen, egal wie, der Kunde muss “festgepappt” werden, ob mit wunzeligen Märkchen wie zu Uromas Zeiten oder mit den großzügig und unerbittlich aufgedrängten, die Geldbörse unanständig aufblähenden, Kundenkärtchen.
Es hilft einfach nichts gegen das altbewährte Mittel des “Augen gaaaanz weit auf” beim Kauf!
Liebe Grüße
moni
@moni: Ja, man könnte sich ganze Schränke mit den ergatterten Schnäppchen und den dazugehörigen Kundenkarten füllen.
“Augen auf” ist hier das wichtigste Mittel gegen Schnäppchen-Verarmung …
LG
Sabienes
Eine Tankstelle bei uns gibt auch Klebemarken, dafür gab es mal einen ferngesteuerten Raupenschlepper. Das Kind in der Frau wollte diesen Schlepper haben. Also sammelte ich fleißig, bis das Heftchen voll war. Dann wollte ich es eintauschen – leider hatte sich das Sortiment geändert, es gab keinen Raupenschlepper mehr, nur noch doofe Fantasiefiguren von Lego glaube ich. Tja, da habe ich eine solch blöde Figur genommen und sie gleich verschenkt. Und seitdem sammle ich nicht mehr.
Und einmal unterhielt ich mich mit einem Menschen von der IHK, da kamen wir auch auf Rabatte: Er sagte mir, dass ich ja nicht meinen sollte, dass ein Kaufmann etwas herschenkt, Rabatte sind vorher einkalkuliert!
Dieser Meinung bin ich auch!
Dazu fragte ich auch meinen Bären – er war früher Prokurist in einem Verlag. Seine Antwort: Klar wird das in der Preisbildung berücksichtigt!
Daher mein persönliches Fazit: Ich ziehe Läden vor, die einen fairen und ehrlichen Preis nennen – ohne Rabatte. Das zu überprüfen ist jedoch nur möglich, wenn frau sich persönlich sehr gut kennen …
@Kiat: Da mein Mann Vielfahrer ist, quillt unser Hausstand bald über von Sporttaschen und Handtücher, die wir durch irgendwelche Rabattaktionen an Tankstellen ergattert haben.
Lego-Männchen würde ich nehmen und bei Ebay verkaufen
LG
Sabienes
ich muss zugeben bei Online-Shops schaue ich erst immer, ob ich irgendwo einen Gutscheincode finde – und wenn er nur für die Versandkosten ist.
Mit payback und co stehe ich aber auf Kriegsfuß, da habe ich einfach keine Geduld für und die Prämien sind meistens auch irgendwie doof, laufen ab, wenn ich mal dran denke sie einzulösen usw. ;(
@Testfamilie: Ich bin ja sowas von altmodisch! Ich habe noch nie beim Bestellen nach Gutscheincodes gesucht.
Dafür habe ich aber Payback und liebe es!
LG
Sabienes
Das Gute an Payback: man kann die Punkte immer wieder mal für wohltätige Zwecke spenden. Und dabei selbst aussuchen für welche.
@Leo: Das wusste ich noch gar nicht, Leo. Ist ja eine feine Sache!
LG
Sabienes
Was ich ein bisschen gemein finde, sind Leute, die Gutscheine im Internet einlösen, sich aber vorher in den entsprechenden Fachgeschäften offline gründlich umsehen, ohne dort zu kaufen. Diese Läden tun mir schon leid.
@Iris: Da jammert der Einzelhandel zu Recht! Wenn es möglich ist, sollte man dem kleinen Händler vor Ort immer eine Chance geben und manchmal machen die auch gute Preise.
LG
Sabienes
Auch ich habe mir mittlerweile angewöhnt nach Rabattcodes zu suchen bevor ich etwas online einkaufe. Manchmal hat man Glück und findet auch etwas, was sich wirklich lohnt. Aber im Laden nach einem Nachlass zu fragen liegt mir wiederum so ganz und gar nicht. Manche können das ja ganz locker, aber ich bin da wohl zu schüchtern
LG Sabine
@Sabine: Im Laden zu handeln überlasse ich dann meinem Mann und verkrieche mich derweilen peinlich berührt in die hinterste Ecke.
Sabienes
Ich vergesse oft nach Rabattcodes zu gucken. Aber da wo ich regelmäßig bestelle bekomm ich den Newsletter und da sind ja auch oft mal Rabattaktionen oder so versandkostenfreie Aktionen. Die sind mir oft die liebsten
Payback nutz ich auch, aber die Punkte nutze ich ausschließlich um mir selbst was zu kaufen
Dass der Einzelhandel ausserhalb der virtuellen Welt darunter leidet finde ich auch nciht schön, aber ich selbst bestelle auch viel übers Internet. Ehrlich gesagt werden die kleinen Läden zumindest in dörflichen Gegenden bald aussterben – das befürchte ich.
@Ela: Bei uns gibt es kleine Geschäfte, die florieren und andere nicht. Die, die florieren, nutzen ihre Kompetenzen, indem sie guten Service und Beratung bieten und ein außergewöhnliches Sortiment haben.
Ein Standardsortiment kann ich überall kaufen.
LG
Sabienes
Rabatt kommt aus dem Arabischen und heist sowas wie Untergang
@BunnyWeihnachtshase: Das ist nur halb richtig. Der Begriff kommt von der gleichlautenden marokkanischen Hafenstadt, deren Händler weltweit für ein flexible Preisgestaltung bekannt waren
LG
Sabienes