Sabienes kann backen

Leckeres Törtchen mit grüner Glasur

Zu meinen besten Hausfrauentugenden gehört das Kuchenbacken mit Sicherheit nicht.

Und während andere Mütter für die obligatorischen Kindergarten- und Schulfeste stolze Köstlichkeiten in Form von Schmandkuchen und Erdbeertorte beisteuern konnten, waren meine Spenden bestenfalls als mitleidserregend zu bezeichnen.

Vollkornmehl

Ein Grundproblem war das zu Beginn meiner hausfräulichen Karriere verwendete Vollkornmehl.
Damals wurde ja jeder Öko zu einer Art groben und dunklen Mehl zwangsverpflichtet, gesüßt mit Birnendicksaft oder Honig.
In der Folge hatte auch das beste Backpulver der Welt keine Chance, sich gegen das schwere Zeugs durchzusetzen.
Sprich: aus einem fluffigen Biskuit wurde etwas, was eher einer Hartfaserplatte ähnelte und auch so schmeckte.

Backformen

Mein zweites Problem lag in meiner persönlichen Unfähigkeit, eine Backform so einzufetten, dass der gebackene Kuchen sie auch ohne größere Verluste verlässt.
Dies in Kombination mit einem unzuverlässig heizenden Backrohrs führte besonders bei einem Guglhupf einer Rührteigvariation, bei der der Rand knusprig hart und nur bergmännisch aus der Form zu entfernen war.
Dafür war das Innere des Kuchens noch halb roh und ein bisschen glitschig.

Ich kann jetzt backen

Irgendwann packte ich die ganzen ökologisch-vollwertig-abbaubaren Backrezepte weg und fing noch mal ganz von vorne an, das Backen zu lernen.
Inzwischen backe ich mit feinen Dinkelmehl, dass ich mit ein bisschen normalen Mehl mische.
Bei dem Zucker halte ich mich genau an die Angaben und verwende lieber bisschen weniger, als zuviel.

Meine alten Backformen habe ich alle zu Folterwerkzeugen erklärt und weggeschmissen.

Denn ich habe festgestellt, dass es inzwischen aus Silikon Backformen für jede Gelegenheit gibt, diese sind pflegeleicht und der Teig bleibt nicht kleben.

Backen war früher für mich ein Job, der mir sehr viel Frust bereitet hat.
Ich bin zwar immer noch keine begeisterte Hobbybäckerin und ich glaube auch, dass man dazu geboren sein muss.

Aber ich kann mich nun auch solchen Aufgaben mit einer relativen Gelassenheit stellen.

Foto: Von einem Konditor gebackenes Gesamtkunstwerk, den Namen der Konditorei habe ich aus persönlichen Gründen zensiert ©Sabienes
Text: Sabienes kann backen ©Sabienes

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8 Antworten auf Sabienes kann backen

  • moni sagt:

    Liebe Sabiene,
    was lange währt, wird halt eben doch manchmal gut, gell. Wie schön, dass es jetzt klappt.
    Ich kann zwar backen und habe auch schon sehr viel gebacken, aber keine solchen Kunstwerke, wie auf dem Bild vom unbekannten Konditor!
    Ich bin eher so eine ganz normale Gebrauchsbäckerin, wenn’s Kuchen braucht, backe ich einen! :mrgreen:
    Aber jetzt kommen ja eh erstmal die Plätzchen an die Backfront, gell!
    Liebe Grüße
    moni

    • Sabienes sagt:

      @moni: Plätzchen war immer so das Einzige, was ich habe backen können. Und ich habe wahre Kunstwerke an Plätzchen erschaffen!
      Aber seit einigen Jahren backe ich nicht mehr. Und keiner beschwert sich und mir geht es besser ;-)
      LG
      Sabienes

  • Leo sagt:

    Kuchen backen wird völlig überbewertet.
    In den ersten ca. 25 Jahren meines selbstständigen Hausmannsleben, die, wie man hört, für die Entwicklung von der Küche betreffenden Fähigkeiten maßgeblich sein sollen, verfügte ich lediglich über zwei (kleine) Kochplatten. Damit lässt sich freilich mit dem besten Willen keinen Kuchen backen. So ist es mir ins Fleisch und Blut übergegangen, was meinen eigenen essbaren Erzeugnissen anbelangt, ohne selbst zu Backen auszukommen. Das hat sich leidlich gut bewährt, sodass ich auch dann dabei geblieben bin, als es später in meiner Küche durchaus auch einen richtigen Kochherd mit Backröhre gab. Zumal ich selbst ohnehin kein sonderlich begeisterter Kuchenkonsument bin. Die einzige Teigwaren, die in meiner Backröhre gebacken werden, sind tiefgefrorene Pizza. Basta! :wink:

  • Leo sagt:

    Und wenn das, wegen einer bis in die tiefsten Tiefen ihrer Innereien verschimmelten Kaffeemaschine, die man eigentlich nur alle Jubeljahren nur für Kuchen mitbringenden Gäste benutzt (man selbst gönnt sich im Alltag ja lediglich billige Pulverbrühe), voll in die Hosen geht, muss man sich das für den Rest seines Lebens unter die Nase reiben lassen. So ist das halt im Leben mit Freunde. Wofür hat man die denn sonst. Zum Glück gibt es in den umliegenden Dörfer gute Cafés, wo das Gebräu zuverlässig aus täglich gründlich sterilisierte Dampfröhre stammt. Den Kuchen muss man dann allerdings selbst bezahlen. :cry:

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Sabienes

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Wenn ich Zeit habe, beschäftige ich mich mit meinen Hobbys Fotografie, Reisen, Yoga und Lesen.
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