Wochenrückblick
Mein ganz persönlicher Wochenrückblick:
Montag: Mein Nachbar liegt tot auf dem Parkplatz vorm Haus (sehr tragisch)
Dienstag: Eine andere Nachbarin stirbt (war nun aber nicht ganz so tragisch)
Das Licht im Keller verabschiedet sich mit einem grellen Lichtbogen samt Sicherung
Mittwoch:Mein Sohn hat einen Unfall mit dem Motorrad, rechte Hand schwer geprellt (kann man froh sein, dass nur so wenig passiert ist)
Donnerstag: Mein Laptop sagt zu mir “Unmountable_Boot_Volume”. Dies ist ein englisches Synonym für “Shit Happens” und bedeutet frei übersetzt, dass man alles, was man nach der letzten Datensicherung gearbeitet hat (Umsatzsteuererklärung, Einkommenssteuererklärung, Fotos, Kundenmails), fürs Klo war. In der letzten Konsequenz bedeutet dies auch Depressionen für meine Steuerberaterin.
Freitag: Kopfweh und Beerdigung (Montag) und laden der doch noch geglückten Datensicherung auf einen anderen PC und noch mal Kopfweh.
Noch 11 Tage bis zum Urlaub!
Foto: Entenrennen in Elsenfeld-Rück
Unfrohes Schaffen
10 Arbeiten, auf die ich gut verzichten könnte:
1. Unterlagen für die Steuererklärung zusammen stellen (irgendwas vergisst man immer oder findet es nicht mehr)
2. Unterhosenlotto (Besitzergerechtes Sortieren der Leibwäsche nach dem Trocknen)
3. Sockenlotto (das Gleiche, nur mit Socken von 3 männlichen Familienmitgliedern)
4. Klo putzen (Gnōthi sautón – wie wir Griechen sagen)
5. Kochen (manche Frauen lieben Kochen, warum ich nicht?)
6. Fahrtenbuch für ein Jahr nachschreiben (da ist allerdings viel Kreativität gefragt)
7. Preisetiketten von neuen Sachen runterfummeln (Klebt wie Beton)
8. Mülleimer sauber machen (igitt!)
9. Ansagetext vom Anrufbeantworter neu besprechen (seit wann stottere ich?)
10. Lohnabrechnung machen (jeden Monat der gleiche Stress)
Gesichtsbuch
Seit einiger Zeit habe ich einen Account bei ‘Facebook’ und da ich nicht wusste, was ich damit anfangen soll, hätte ich ihn fast vergessen.
Aber wie es der Zufall will, hat mich gestern eine Bekannte ‘ge-added’ – so sagt man dass, wenn man behauptet, jemanden, der sich in der gleichen virtuellen Community wie man selbst herumtreibt, zu kennen.
Naja, eigentlich kennen wir uns gar nicht wirklich! Wir sind uns ein paarmal in einer Newsgroup begegnet (das sind Institutionen aus den Anfängen des WWW – ich glaube, zu der Zeit hat Sue Ellen noch gesoffen). Aber ich habe mich trotzdem gefreut und weiß jetzt wenigstens, wie sie aussieht. SIE weiß es aber nicht von mir! Denn ich bin ja gemein und ein Fuchs und gebe kaum private Bildchen von mir im Internet preis. …Ähem…
Also hatte ich ab gestern morgen um 10.30 Uhr bereits eine Freundin bei Facebook. Bei der Durchsicht ihrer Freundesliste traf ich auf 2 weitere Bekannte (ebenfalls auch aus dieser Newsgroup), die ich meinerseits sofort ge-added habe.
So kann ich nun vermelden, dass ich seit gestern Mittag über 3 Facebookfreunde verfüge!
Und konnte den ganzen Tag nichts arbeiten, weil ich mich um dieses blöde Facebook kümmern musste. Es gibt dort verschiedene Tools, eigentlich kleine Quizfragen. Nun weiß ich, dass ich meinen Neigungen gemäß in Rom sehr glücklich leben könnte, dass mein ansteckendes Lachen jedem, der mich sieht, als erstes auffällt und das meine Vertrauensseeligkeit mein größtes Problem mit anderen Menschen sei. Sollte uns das nicht zu denken geben? Aber nein, ist doch nur “Just For Fun!”.
Außerdem traf mich die Erkenntnis, dass mein Hexenname ist Edon the naked Witch und mein Indianername Chief Yellow Wulf sei.
Ich könnte noch viel mehr machen: ein Mafiaspiel spielen, virtuelle Unterhosen und Topfpflanzen verschenken usw… Auf jeden Fall gibt es dort genügend Material, um sich die Zeit totzuschlagen.
Denn solche Institutionen wurden anscheinend für Querschnittsgelähmte und sonstige Bettlägerigen erfunden, die ohnedies den lieben langen Tag ohne Abwechslung, dafür bei einigermaßen klarem Verstand vor sich hindämmern würden.
Freundeportale sind in der letzten Zeit teilweise zu Recht ziemlich in Verruf geraten. Zuviel sind die Informationen, die man auf diese Weise der ganzen Welt zur Verfügung stellt. Zugroß die Gefahr, dass damit Schindluder getrieben wird. Denn von irgendwas müssen diese Seitenbetreiber auch leben, bestenfalls schaffen sie das mit Werbeeinnahmen.
Ich frage mich: was soll ich den ganzen Tag chitten und chatten, twittern und twattern, zingen und pingen?
Wie viel Profil habe ich eigentlich, dass ich es mehrfach in die ganze Welt hinausposten muss?
Denn wer kennt wen schon wirklich? Soll wirklich irgendein Nasenbohrer-VZ über meine Zeit bestimmen?
Hoffentlich findet keiner von meinen neuen Freunden heraus, dass ich auch noch einen Twitter-Account habe!
Glücksbuch Vol. 14

Gestern morgen setzte ich mich an meinem heißgeliebten Laptop und startete die Maschine.
Das Ergebnis war ein Gerät, dass gerade mal wusste, dass es ein Computer ist. Mehr nicht. Fast. Alle meine Programme waren da, meine Eigenen Dateien auch (allerdings woanders). Aber alle Einstellungen, sei es Emailkonten, Desktop, Browser-Einstellungen usw. waren weg.
Da ich etwa 1000 Programme mit dementsprechenden Einstellungen für meine Wellness benötige, ist das ein ganz großes Problem!
Wer jemals in seinem Leben mal ein Format C: erlebt hat, weiß, von was ich rede.
Erstmal habe ich nach einem Virus gesucht.
Nix.
Cookies: Ja, aber nix Dramatisches.
Nach einem Neustart war alles wieder beim Alten, der ganze dumme Schmarrn, von dem ich mich nicht trennen will war da.
Das könnte mir mal einer erklären, wenn er Lust hat!













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