No Sports
No Sports ist die legendäre und vielfach zitierte Antwort, die angeblich von Winston Churchill auf die Frage eines Reporters, wie man ein derart hohes Alter erreichen könne, gegeben wurde.
No Sports ist auch das Dogma des saudi-arabischen Klerus auf die Frage, warum Mädchen und Frauen in diesem so aufgeschlossenen Lande keinen Sport betreiben dürfen.
Denn – so die geistlichen Oberhäupter weiter – durch das Laufen und Springen könne das Jungefernhäutchen reißen und somit die Chancen einer Verehelichung sinken. Bei dieser Gelegenheit wird auch noch das Autofahren geächtet. Denn ein Hymnen-Riss soll ja schon öfters beim Schalten vom 2. in den 3. Gang vorgekommen sein.
Mit dieser Aussage ist die islamische Welt uns Ungläubigen wieder meilenweit voraus. Denn aus falscher Scham wurden bei uns Christen Wörter wie “Jungfernhäutchen” oder “Hymnen” niemals verwendet, bezeichnen diese doch Attribute der weiblichen Geschlechtsmerkmale. Wohin uns dies geführt hat, kann man ja allerorts erkennen. Inzwischen gibt es bei uns sogar gemischte Fitnessstudios, wo doch die Durchblicker aus dem Morgenland genau wissen, dass dort die Sünde nur so blüht.
Wir müssen zugeben, dass die Frau unter dem Halbmond vor Anfechtungen in der Hochzeitsnacht ausreichend geschützt ist. Allerdings nicht vor Fettpölsterchen: 60 % aller Frauen in Saudi-Arabien sollen übergewichtig sein und leiden unter den gesundheitlichen Folgen. Das wären sogar mehr Dicke als das Abendland hergibt und somit haben auch hier die Gottesfürchtigen den Westen einmal wieder überholt.
Foto: Faschingsgenuss in Seligenstadt, 2007
Feuerzeichenfrau
Eine besondere Sicht auf die Wechseljahre
Wenn frau in bestimmtes Alter kommt, wird sie die wunderbare Entdeckung machen, dass ihre Ausgaben für Heizung, Steppdecken und Wintermäntel sinken. Dies scheint vielleicht der einzeige Vorteil zu sein, wenn man zur ‘Feuerzeichenfrau’ wird, also in die Wechseljahre kommt.
Es gibt auch über dieses Thema, wie über alle anderen gesundheitlichen Fragen etliche hochglanzpolierte Gesundheitsratgeber. Die meisten davon kann man mit folgenden Aussagen zusammen fassen: Gesund essen, viel trinken und ausreichend Schlaf. Und dies kennen wir eigentlich schon von den Ratgebern über Gicht am Mittelfinger und Pubertätsakne mit 38, ist also nicht neu und wenig interessant.
Die schweizerische Psychotherapeutin Julia Onken geht in ihrem Buch über die Wechseljahre ‘Feuerzeichenfrau’ einen anderen Weg.
Eigentlich handelt es sich hier über einen persönlichen Erfahrungsbericht von dem 1. Ausbleiben der Periode über Hitzewallungen bis hin zur unerwünschten Sekundärbehaarung (Engelshaar oder Hexenhaar?).
Ihre Beschreibungen sind dabei manchmal ein wenig zu persönlich, ihre persönlichen Lebensumstände nicht beispielhaft für das Leben aller Frauen um die 50. Dennoch ist vieles mit soviel Humor geschrieben, so dass ich gerne weiter gelesen habe.
Auch konnte ich mich nicht mit allen Problemen oder Problemlösungen identifizieren, aber das kann man auch nicht erwarten.
Nichtsdestotrotz habe ich eine wichtige Aussagen aus diesem Buch mitnehmen können und kann es jeder betroffenen Frau nur empfehlen.
Man kann das Buch in jeder Buchhandlung erwerben oder bei Amazon: Feuerzeichenfrau: Ein Bericht über die Wechseljahre
ITGAUVKF
Internationale Tag der gut aussehenden und verdammt klugen Frau
Dies habe ich gerade per Email erfahren:
Heute ist der
Internationale Tag der gut aussehenden und verdammt klugen Frau (ITGAUVKF).
Deshalb ihr gut aussehenden und verdammt klugen Frauen, merkt auf:
- Leben sollte nicht eine Reise zum Grab mit der Absicht sein, sicher in einem attraktiven und gut bewahrten Körper zu sterben, sondern eher heineinzugleiten mit Schokolade in der einen und einem Glas Wein in der anderen Hand und ‘WOOO HOOOOO was eine Fahrt” zu schreien!
Und:
- In jedem alten Körper steckt ein junger Geist – verwundert über all das, was passiert ist. (Cora Harvey Armstrong)
Und:
- In mir lebt eine schlanke Frau, die raus will. Und ich kann sie nur mit Hilfe von Keksen zum Schweigen bringen. (Unknown)
Weiterhin:
- Ich weigere mich Kinnhaare zu akzeptieren. Das sind lediglich verirrte Augenbrauen… (Janette Barber)
Sowie:
- Das Alter ist kein Platz für Weichlinge. (Bette Davis)
Last but not Least:
- Wenn Du schon kein gutes Beispiel sein kannst – dann sei wenigstens eine grausame Warnung. (Catherine)
Foto: Marionetten in einem Theater in Wien – durch ein Fenster fotografiert
Weltfrauentag

Heute ist Weltfrauentag.
Mancherorts ist es üblich, dass an diesem Tag die Männer ihren Frauen eine Rose schenken.
Mit solch einer schrittweisen Annäherung an den Muttertag hat wohl auch Clara Zetkin nicht gerechnet, als sie diesen Tag ins Leben rief.
Ich möchte lieber keine Rose erhalten, wenn wir einen Weltfrauentag brauchen.
Und wir brauchen diesen Tag, solange
- Frauen für gleiche Arbeit keinen gleichen Lohn erhalten,
- es auf Grund mangelhafter Kinderbetreuungsplätze für Frauen kaum möglich ist, einer sinnvollen beruflichen Tätigkeit nachzugehen,
- es in Behörden und großen Betrieben eine Frauenquote braucht,
- Hausarbeit, Putzen, Kochen hauptsächlich in “zarte Frauenhände” gehört
- Sexualstraftäter milde bestraft werden.
Wenn das alles erledigt ist, können wir den letzten Weltfrauentag feiern, weil es dann keinen Bedarf mehr für ihn geben wird. Und dazu darf man mir gerne eine Rose überreichen.
Aber merke: Der Besuch eines Männerstrips à la Chippendales, dauerhaftes Rezitieren von übelsten Männerwitzen oder deftiger Geschichten, in den Frau es einem Mann mal ordentlich gezeigt hat, sowie die öffentliche Zurschaustellung privater Körperteile hat nichts mit Emanzipation zu tun und ist sogar kontraproduktiv.
Wir wollen auf Augenhöhe mit den Männern sein und wir wollen in großen Parkplätzen die Frauenparkplätze nicht nur aus Sicherheitsgründen ansteuern.
Wir wollen nämlich Frauen bleiben und nicht mit den Männern konkurrieren.
Und die Frauenparkplätze behalten wir aus anderen Gründen.
Foto: Frauenfigur in der Münchner Innenstadt












Follow me!