NSU-Prozess in München
Reise nach Jerusalem am Oberlandesgericht

Zugebenermaßen ist dies nun kein passendes Thema für den Ostersamstag.
Aber zum einen fühle ich mich nach dem Eieralarm 2.0 in meinen Osterkapazitäten ein wenig erschöpft, zum anderen war dies für mich neben dem schlechten Wetter der Aufreger der letzten Woche.
NSU-Prozess
Am Oberlandesgericht München sollen demnächst der Prozess gegen die Mitglieder der neofaschistischen Gruppierung NSU starten, bei denen es um rechtsextremistisch motivierte Morde unter anderem an Türken gehen wird.
Klar, dass solche Verhandlungen ein internationales Interesse finden werden und auch klar, dass man besonders in der Türkei auf Deutschland, bzw. München blicken wird.
Oberlandesgericht München
Blöd, undiplomatisch und äußerst ungeschickt ist es in diesem Zusammenhang natürlich, wenn das Oberlandesgericht München die Platzverteilung für die Presse so organisiert, dass für die türkische Journalisten keine Stühle mehr übrig Weiterlesen
Liebe Frau Drygalla,
Offener Brief an eine olympische Ruderin
Liebe Frau Drygalla,
ein Mehr an Liebesbeweis und Hingabe an seinen Partner, wie Sie in den letzten Wochen und Monaten, vielleicht auch Jahren Ihrem Freund, einem in Rostock bekannten Sturmbannführer, kann ein Mann von seiner Freundin kaum erwarten.
Während sich Ihr Freund auf seinen neonazistischen Freizeitpöbeleien amüsiert hat, haben Sie sich bei Ihrem harten Training abgekämpft, um für unser Vaterland eine passable Ruderin abzugeben.
Angeblich sei in der letzten Zeit Ihre Beziehung nicht mehr “besonders fröhlich” gewesen (O-Ton in einem Interview), dennoch haben Sie zu ihm gehalten, selbst als er die schwierige Bürde einer Direktkanditatur bei der NPD Rostock auf sich genommen hat. Weiterlesen
Ich ging durchs Feuer
52 Bücher, Woche 27
Gestern, am 8. Mai jährte sich das Ende der Nazi-Diktatur und des 2. Weltkriegs.
Ein schöner Anlass für Fellmonsterchen von Monstermeute & Zeugs, uns in ihrem Projekt 52 Bücher die Aufgabe zu stellen, Bücher über den Nationalsozialismus vorzustellen.
Ich habe mich für Ich ging durchs Feuer und brannte nicht von Edith Hahn Beer entschieden.
Zuerst kann keiner so recht glauben, dass mit dem Einmarsch der Nationalsozialisten in Wien etwas Schlimmes passieren wird.
Aber bald muss die junge Edith erkennen, dass sie als Jüdin immer mehr Weiterlesen
Neger, Neger, Schornsteinfeger
Von Hans Jürgen Massaquoi
Hans-Jürgen Massaquoi ist Hamburger und er ist schwarz.
Heutzutage ist das vielleicht nicht mehr so besonders, aber wenn man 1926 zur Welt kommt, ist es nicht sehr praktisch, wenn der Vater der Sohn des liberianischen Konsuls in Deutschland ist.
Zuerst lebt er mit seiner Mutter in der bequemen Villa des Großvaters an der Außenalster, aber als dessen Familie nach Liberia zurückbeordert wird, ziehen Mutter und Sohn in ein Arbeiterviertel in Barmbeck.
Dort wächst er heran, lässt den Nationalsozialismus, die Ausgrenzungen, die Schmach über sich Weiterlesen
Die Selb-Trilogie
Von Bernhard Schlink und Walter Popp
Gerhard Selb, ein Mann in den besten Jahren (also gute 60) lebt und arbeitet in Mannheim als privater Ermittler.
Dabei hätte er selber auch einiges zu vertuschen, hat er doch als ehemaliger Staatsanwalt eine Nazi-Vergangenheit.
Immer wieder wird er, der Bonvivant, Liebling der Frauen und eines guten Tropfens mit alten Seilschaften aus dieser Zeit konfrontiert.
In ‘Selbs Justiz’ geht es um Werksspionage in einem großen Mannheimer Chemiewerk (welche Großfabrik mit 4 Buchstaben fällt uns da ein?) und endet mit Zwangsarbeitern in der deutschen Weiterlesen
Nix dazu gelernt
Der Mensch lernt irgendwie nur schwer dazu, besonders wenn der Mensch deutsch ist.
Während in Thüringen braunes Gesotze Mörderpläne für die Zukunft vorbereitet, bekommt ein Bushido den Bambi und in ZDF History läuft eine Fanreportage über die Reichtümer des Führers.
Anscheinend leiden hier alle Verantwortlichen unter einer gewissen Denkbefreiung, anders kann man das gar nicht erklären.
Foto: Wandfigur an der Breuburg im Odenwald





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