Tot ist nur, wer vergessen ist – Ein Thriller von C. J. Lyons

Die junge Lehrerin Sarah Durant aus dem idyllischen Appalachen-Städtchen Hopewell erlebt seit 2 Jahren einen Alptraum.
Damals wurde ihr Mann Sam und deren gemeinsamer Sohn Josh von dem Serienmörder Damian Wright in einem wahren Blutbad ermordet, ihre Leichen aber konnten in dem unwegsamen Berggelände nie gefunden werden.
Caitlyn Tierney, eine der damals ermittelnden FBI-Agenten erhält Hinweise von nicht identifizierbaren Blutproben des damaligen Tatorts und begibt sich auf eigene Faust nach Hopewell.
Aber nicht nur sie ist auf dem Weg dorthin. Denn hier war kein perverser Serienmörder am Werk, sondern die russische Mafia und ihre Helfershelfer haben ihre Hände im Spiel.
Und Sarahs Alptraum fängt von vorne an.

Über C. J. Lyons

Die Amerikanerin C. J. Lyons ist eigentlich Kinderärztin und arbeitete in der Vergangenheit häufig mit Polizeiermittlern zusammen. Sie bezeichnet sich selbst als naturliebend und reiselustig.
Inzwischen hat sie ihren ursprünglichen Beruf aufgegeben und arbeitet nur noch als Thriller-Autorin.

Buchtitel und Aufmachung

Der Titel der Originalausgabe: „Blind Faith“, also „Blinder Glaube“ ist zwar wenig nachvollziehbar, aber nicht so schlecht, wie der Titel der deutschen Ausgabe, der auch gut zu einer Traueranzeige passen würde.
Manchmal scheint es, als hätten die Verlage einen Deppen im Keller sitzen, der sich dumme Buchtitel ausdenken muss (siehe die Buchtitel von Kathy Reichs).

Dafür finde ich die Covergestaltung der deutschen Ausgabe umso gelungener: Ein bisschen Grunge, einen Blutfleck und ein Ahornblatt geben schon mal ganz gut die Stimmung wieder.

Tot ist nur, wer vergessen ist – Meine Meinung

Ich fand das Buch äußerst gefühlsintensiv. C. J. Lyons vermag es, die Emotionen ihrer Protagonisten sehr präzise und packend zu schildern. Ich trauerte mit Sarah um deren Familie und durchlitt mit Caitlyn zusammen ihre schrecklichen Migräneanfälle.
Der Autorin gelingt es immer wieder, Fragmente eines amerikanischen Heile-Welt-Kleinstadt-Idylls einzuflechten. Zum Beispiel die beiden Highschool-Teenies Julia und J.D., die offiziell in Wald gehen, um UFO’s zu beobachten oder der Colonel in seinem Burger-Grill. Dadurch wird einem diese kleine Gemeinschaft sympathisch und man fürchtet sich mit den Bewohnern vor der Gefahr, die ihnen droht.
Zwischendurch hängt die Spannung ein wenig. Für meinen Begriff gibt es hier viel zu viele umständliche Geständnisse und Liebesschwüre, die die Autorin hätte getrost vergessen können.
Aber dafür wird man im letzten Viertel mit einem größartigen Showdown – oder Shotdown? – belohnt.

Die meisten männlichen Figuren kommen in diesem Buch nicht gut weg und sind entweder böse oder schwach, stellenweise auch beides zusammen. Mit Sarah und Caitlyn schildert Lyons zwei überaus starke Frauencharaktere, die tough allen Kerlen überlegen sind und eine Opferrolle in der Männerwelt nicht hinnehmen wollen.

Bibliografisches:

  • Titel: Tot ist nur, wer vergessen ist
  • Autor: C. J. Lyons, Dorothea Kallfass (Übersetzung)
  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: LYX; Auflage: 1 (14. März 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3802588444
  • ISBN-13: 978-3802588440
  • Originaltitel: Blind Faith
  • Preis: 8,99 € (Kindle Edtion) oder 9,99 € (Taschenbuch)
  • Bestelllink: Tot ist nur, wer vergessen ist

Diese Rezension wurde geschrieben für Blogg Dein Buch.

Text: Tot ist nur, wer vergessen ist – Ein Thriller von C. J. Lyons ©Sabienes.de

7 Kommentare

  1. MestraYllana sagt:

    Das hat jetzt wieder sein müssen, Fräulein Sabienes, oder?
    Ich mit meinem riesigen SuB-Stapel komme hier ächzend angekrochen und du packst gleich noch ein Buch mit drauf! Fürchterlich!^^

    Es gibt so viele tolle Bücher und so wenig Zeit zum Lesen! Ich brauche dringend Urlaub! =P

  2. Marianne vom Kokelores sagt:

    Ach du lieber Himmel, schon wieder ein Buch, das ich irgendwann lesen werde 🙂

  3. Daggi sagt:

    Ja, klingt auch nach meinem Beute Schema :mrgreen:

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