Umzugsstatistik

Sperrmüll

Wie sagt der Volksmund so schön: Dreimal umgezogen ist einmal abgebrannt.

Dem zufolge bin ich bereits viermal abgebrannt, denn ich habe laut meiner privaten Umzugsstatistik in meinem Leben bereits 12 Umzüge erlebt.

Die Stationen dabei waren: Hanau, Neu-Isenburg, Hamburg, Rosenheim, Kolbermoor, Niederbayern, Kleinwallstadt und Obernburg, dabei habe ich in 8 Städte (in Hamburg, Rosenheim, Kolbermoor und Obernburg bin ich mehrfach innerhalb derselben Stadt umgezogen), in 3 bayerischen Regierungsbezirken und in 3 Bundesländern gewohnt.
Bei meinem 1. Umzug war ich 6 Wochen alt, mein letzter Umzug fand vor 7 Jahren statt.
Meine ersten 5 Umzüge wurden bis zu meinem 15. Lebensjahr veranstaltet – und da waren auch die größten Sprünge dabei, wie von Hessen nach Hamburg und von da nach Bayern.
Die Ortswechsel, die später stattgefunden haben, waren mehr oder weniger freiwillig initiiert.

Statistisch gesehen ziehe ich alle 4,41666667 Jahre um, dass könnte bedeuten, dass es mal wieder Zeit wird!

Das Kistenpacken und Möbelwagen bestellen liegt mir quasi im Blut. So hatte mein Vater, von der Familie her ein Pfälzer, unter anderem Würzburg und Wien auf seiner Timeline.

Jetzt sollte man meinen, dass ich mich im Laufe meines Lebens an Umzug, Ortswechsel und Aufbau eines neuen Freundeskreises gewöhnt habe.

Aber das genaue Gegenteil ist der Fall: Ich hasse es!

Ich hasse die ganze Arbeit, den Stress, das Gefühl, niemals fertig zu werden und besonders als Kind waren für mich der Schulwechsel und der Verlust der Freundinnen sehr dramatisch.

Je älter man wird, umso größer wird auch der Hausstand!
Hatte ich, als ich von meinen Eltern in eine eigene Wohnung gezogen bin, noch gar keine Waschmaschine, besaß ich 3 Jahre später 2, weil einer meiner ehemaligen WG-Mitbewohner bei seinem Auszug ein paar Dinge einfach stehen gelassen hat.

Aber wer viel umzieht, bekommt auch automatisch viel Routine.

Und so habe ich schnell gelernt, dass es von Vorteil ist seinen Hausstand auszumisten, möglichst bevor die Möbelpacker kommen.

Man kann Dinge, die man nicht mehr in eine Umzugskiste packen will, verschenken, wegschmeißen oder verkaufen.
Ich bin vor meinem letzten Umzug ein echter Fan von Flohmärkten, Kleinanzeigen und Ebay geworden und wenn man es geschickt anstellt, kann man auf diese Weise schon mal einen Teil der Umzugskosten wieder reinholen.

Damals musste unser Wasserbett dran glauben. Wasserbetten sind samt Zubehör der natürliche Partner von Wohnungsauflösungen und Kleinanzeigen aller Art, weil man nach 3 Jahren das Geschaukle einfach satt hat.

Fazit meiner Umzugsstatistik:

12 Umzüge – 4mal abgebrannt – mehrmals sich von unnötigen Kram getrennt: So ein Umzug ist vom Gedanken des Feng Shui her gesehen gar nicht mal so schlecht.

Man wird gezwungen, sich von unnötigen Dingen zu befreien und hat dann wieder Platz für neue (schöne) Sachen.

Nervig ist es trotzdem!

Foto: Sperrmüll oder Wohnungsauflösung, mit der Hipstamatic fotografiert (c) Sabienes
Text: Umzugsstatistik (c) Sabienes

 

 

 

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22 Antworten auf Umzugsstatistik

  • Kiat Gorina sagt:

    Wasserbetten haben noch einen anderen gravierenden Nachteil – meistens: Es gibt immer noch Modelle, da erzeugt die Heizung für das Wasser immensen Elektro-Smog, das wirkt sich dann im Laufe der Zeit auf die Gesundheit aus :cry:

    • Sabienes sagt:

      @Kiat: Ich glaube tatsächlich, dass die Heizung ein sehr großes Problem darstellen kann, vor allen Dingen, weil sie die ganze Zeit mehr oder weniger läuft.
      Ich bin froh, dass ich mein Wasserbett los bin!
      LG
      Sabienes

  • Melliausosna sagt:

    ach noch jemand der viel umgezogen ist.Ja ich auch sogar 13x.Und ich hab mir vor 98 Jahren geschworen: Nie wieder. :shock:

    • Sabienes sagt:

      @Melliausosna: Gerade mit Kindern kann so ein Umzug wahnsinnig nerven. Ich habe mir das fast bei jedem Umzug geschworen und dann kam es doch wieder anders. Wenigstens bleiben wir in den letzten Jahren im gleichen Bundesland ;-)
      LG
      Sabienes

  • Franzi sagt:

    12 Umzüge? :shock: Das ist eine ganze Menge und ich verstehe dich zu gut, dass du es hasst. Ich bin nicht annähernd so oft umgezogen und hasse es trotzdem.

    Der nächste Umzug steh Ende Oktober hat. Hochschwanger, dazu zwei Kleinkinder, vier Katzen… puhh, ich weine jetzt schon, wenn ich an den Umzugsstreß und das Chaos denke. :wink:

    • Sabienes sagt:

      @Franzi: Vor allen Dingen habe ich keine Kindergartenfreunde oder Sandkastenfreunde. Ich weiß zwar nicht, ob das wichtig ist, aber alle, die ich kenne, haben sowas.
      Der einzige Sandkastenfreund, den ich habe, ist mein Mann. Den kenne ich schon, seit wir 17 waren ;-)
      LG
      Sabienes

  • Melliausosna sagt:

    tzzz bin noch nicht wach

    8 fast 9 sollte das normal heißen

  • Leo sagt:

    Beim 40. Mal (7 mit denn Eltern, den Rest als Erwachsener) habe ich das Zählen meiner Umzüge aufgegeben.
    Der Vorletzte hatte den Vorteil, dass ich mich von ca. 3/4 meiner Sachen trennen musste, da schlicht dafür kein Platz mehr vorhanden. Was auch zur Folge hatte, dass es ich mir seit dem dreimal überlege, ob ich mir etwas anschaffe, das mir nützlich erscheint. Wenn ich es nicht unbedingt brauche, wird es vom Einkaufzettel gestrichen, damit der Hausstand nicht wieder unnötig anwächst.
    Seit mein Rücken und meine Knien nur noch äußerst geringe Belastungen gestatten, finde ich den Umzug nur noch halb so wild. Die Schlepperei und einen großen Teil vom Ein- und Auspacken machen die Umzugshelfer.
    Weshalb es für mich bei einem bevorstehenden Umzug am wichtigsten ist, ausreichend eben so willige wie billige Helfer zu finden. Was die Kosten auch in Grenzen hält.
    Ein letztes (oder vorletztes oder vorvorletztes) Mal wird es gezwungenermaßen wohl noch geben, wenn mein derzeitiger Pkw den Geist geben wird oder die Reparaturkosten überhand nehmen. Denn für Ersatz ist schlicht kein Geld da. So dass ich dann notgedrungen wohin ziehen muss, wo ich kein eigenes Fahrzeug brauche.
    Bis dahin genieße ich es, endlich mal eine wirklich schöne, bequeme und absolut ebenerdige Wohnung zu haben, die meine Putzhilfe in anderthalb Stunden locker sauber kriegt.

    • Sabienes sagt:

      @Leo: Du bist ja auch ganz schön rumgekommen, hattest aber auch ein paar Jährchen mehr Zeit dafür, als ich ;-)
      Ähnliche Überlegungen wie du haben wir auch: Wenn die Kinder entgültig ausgezogen sind, wird uns das Haus zu groß sein und das Leben “auf dem Berg” zu umständlich. Und vielleicht ziehen wir dann wieder runter “ins Tal” und freuen uns, dass wir nur noch 1 Auto brauchen.
      LG
      Sabienes

  • moni sagt:

    Hallo Sabiene,
    ich reihe mich nahtlos ein in die “Viel-und Dauerumzieher” ! :mrgreen:
    Und der nächste Umzug steht mir jetzt bald bevor! Ich gebe Dir völlig recht: Man gewöhnt sich nicht daran, man lernt es hassen!!! Aber der Vorteil des Ausmistens ist auch nicht zu verachten, gell.
    Allen Misslichkeiten zum Trotz, einen wunderschönen Montag und liebe Grüße
    moni

    • Sabienes sagt:

      @moni: Na, dann hast du ja schon was zum Freuen: Kartons packen, Kartons rumtragen … Am schlimmsten ist es doch immer im Keller, oder?
      Viel Spaß dabei
      Sabienes

  • Bibilotta sagt:

    *lach*…so hab ich das noch gar nicht betrachtet…eine Statistik zum Thema Umzug…nicht schlecht. Müsste ich auch mal machen, aber so oft wie du bin ich definitiv nicht umgezogen. So schön es auch ist, dabei alles auszusortieren und Platz für neues zu schaffen, so nervig und stressig ist es aber auch. Vor allem mit Kind, was uns ja nch der Kur bevorsteht. Ich mag nicht wirklich dran denken, obwohl ich mich ja irgendwie schon freue…aber gut…wir werdens meistern *lach*
    Dann bin ich mal gespannt ob deiner Statistik treu bleibst und den nächsten Umzug schon in Angriff nimmst *lach*

  • Birgitt sagt:

    …ich glaube es ist ein gewaltiger Unterschied, liebe Sabiene,
    ob man den Umzug selber möchte und gern umzieht, oder ob man von den Eltern oder anderen widrigen Umständen umgezogen wird…meine gesamte Kindheit konnte ich an einem Ort in der einer Wohnung verbringen, dann war ich selber ein bisschen “auf der Flucht”, um dann mit der Familie wieder sesshaft zu werden…
    kann mir gut vorstellen, dass sich das nochmal bisschen ändert, wenn die Kinder ganz aus dem Haus sind…
    ja, es ist Streß umzuziehen, aber ich liebe das Neue, die Veränderung, die neuen Möglichkeiten…ok, ganz so flexibel wie in der Jugend bin ich da wohl auch nicht mehr…die Freunde hier würde ich nur verlassen, wenn ich zu den Freunden von früher zurück könnte, denn da haben sich ein paar Freundschaften über die Jahrzehnte gehalten…

    ohje, welchen Knopf hast du denn jetzt mit deinem Post bei mit gedreht…ich könnte grad noch ewig weiter schreiben, so viele Gedanken folgen da aufeinander…das Thema sollte wohl mal auf meine Liste, da scheint was zu schwelgen…

    lieber Gruß von Birgitt

    • Sabienes sagt:

      @Birgitt: Ui, liebe Birgitt, da habe ich ja was losgetreten!
      Ich stimme dir aber zu: Ein Neuanfang ist schon immer gut. Und wenn dann man mal alles eingeräumt hat ….
      LG
      Sabienes

  • und ich dachte immer, so viel umgezogen wär sonst keiner … also meine statistik sagt was von 14 Umzügen insgesamt (allerdings in der Kindheit nur einmal, ich kenne also nicht die Auswirkungen, die Du erlebt hast dadurch) und ich bin ehrlich: ich konnte sonst ALLES nachvollziehen, was Du geschrieben hast inklusive, dass es nervt. Ich würde nur noch aus einem Grund umziehen: mehr Platz und ein Stück Garten ;-) aber ansonsten: nein, kein Bedarf …

  • Manni sagt:

    Sehr schöner Beitrag über Umzüge. Du bist wenigstens ein wenig dabei herumgekommen. Bei mir waren 17 Umzüge weitgehend regional.
    Anm.: Habe mal einen SEO-Test der Seite gemacht und er war recht gut. :razz:

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