Espresso

Espresso – Kleine Tasse, große Wirkung und die besten Tipps

Espresso
Espresso: Stark, heiß und süß

Stark, heiß und süß mit einer haselnussbraunen Crema, auf der auch der älteste Amarettini nicht untergeht – so träumt sich der Kaffeeliebhaber sein Tässchen Espresso. Und auch, wenn er mit modernen Kapselmaschinen recht gut gelingt, so ist es doch gar nicht so schwer, dieses Getränk auch mit „normalen“ Mitteln – ohne viel Kapselmüll zu bewerkstelligen.
Und ich erzähle euch heute, wie das geht.

Woher kommt der Name Espresso?

Erfunden haben ihn natürlich die Italiener und dort schmeckt er auch meistens am besten. Die Bezeichnung kommt aus dem italienischen esprimere, also auspressen oder ausdrücken.
Denn bei der Herstellung dieses Heißgetränk wird das mit Wasser befeuchtete Kaffeemehl mit sehr viel Druck ausgepresst.
In den italienischen Bars (und in den letzten Jahren natürlich auch in allen anderen Kaffeebars, die etwas auf sich halten), geschieht das über eine spezielle Siebträgermaschine.

Was braucht man nun für einen anständigen Espresso?

Als erstes braucht man natürlich eine entsprechende Kaffeemaschine. Und um es einmal vorweg zu nehmen: Mit Filterkaffee hat ein Espresso gar nichts zu tun, weil das eine ganz andere Methode des Brühverfahrens ist.
Meines Wissens gibt es im Wesentlichen drei verschiedene Zubereitungsmöglichkeiten:

  1. Espressokanne (auf dem Herd)
  2. Kaffeevollautomat
  3. Siebträger

Espressokanne

Damit brutzelt laut dem Klischee die italienische Mama auf dem Herd ihren schnellen Kaffee. Das Prinzip ist einfach: Wenn das Wasser kocht, zieht der Wasserdampf aus dem unteren Bereich der Kanne am Kaffeepulver im mittleren Bereich vorbei und sammelt sich ganz oben als fertiges Getränk.
Vorteil: Die Kannen sind billig und leicht zu reinigen.
Nachteil: Viele Herdplatten haben zu große Kochfelder, so dass man Strom verschwendet.

Kaffeevollautomat

Die meisten mahlen auf Knopfdruck die Bohnen und brühen dann den Kaffee. Nach Wunsch kann auch Cappuccino oder Latte Macchiato produziert werden.
Vorteil: Schnell und unkompliziert
Nachteil: Höhere Anschaffungskosten, hoher Wartungsbedarf (Reinigung usw.) und Platzbedarf

Siebträgermaschine

Funktionieren ähnlich, wie der Kaffeevollautomat, nur muss man hier das Sieb selbst befüllen. Ich selbst habe ein solches Gerät noch nie ausprobiert, aber zum Thema „Espressomaschine Siebträger“ findet ihr hier sehr viel Informationen und Testergebnisse.

Der weltbeste Espresso

der weltbeste Espresso
So macht man den weltbesten Espresso

Egal, welches Gerät ihr benutzt, so gelingt euch der weltbeste Espresso:

  • Guten Kaffee, am besten dunkel geröstete Arabica-Sorten verwenden. Übrigens kostet Kaffee aus Kapseln mehr, als die gleiche Menge aus Fair-Trade-Bohnen in Bio-Qualität.
  • Die Kaffeebohnen sollten dunkel und luftdicht gelagert werden. Bei längeren Standzeiten die Bohnen nicht in der Maschine lassen.
  • Dickwandige Tasse verwenden und diese vorwärmen (zum Beispiel mit heißem Wasser)
  • Morgens vor dem ersten Kaffee oder nach längeren Standzeiten Siebträger, bzw. Brühgruppe reinigen
  • Ebenso sollte morgens der Brühkopf (da wo das Wasser rauskommt) gereinigt werden

Wenn der Espresso trotzdem nicht gut schmeckt, liegt es vielleicht daran:

  • mangelnder Druck der Maschine, er sollte mindestens bei 9 bar liegen, also gleich beim Kauf darauf achten
  • falscher Mahlgrad der Bohnen (das ist allerdings eine Wissenschaft für sich)
  • mangelhafte Hygiene (Kaffee ist sehr ölig)
  • falscher, minderwertiger oder überalterter Kaffee.

Gesundheit

Kaffee gilt ja im Allgemeinen als nicht so sehr gesund, weil er den Körper übersäuern kann. Andererseits enthalten Espressobohnen durch ihre spezielle Röstung viel Niacin und Vitamin B3.

Hier macht wohl wie immer die Dosis das Gift.

Das wären also meine Erkenntnisse über das Wesen und die Zubereitung eines guten Espressos. Ich habe wirklich lange damit herumexperiment, ohne dabei eine gewisse „Haushaltverträglichkeit“ aus den Augen zu verlieren und ich hoffe, mein Artikel hat euch gefallen.

Fotos: Espresso – Kleine Tasse, große Wirkung und die besten Tipps ©sabienes.de
Text: Espresso – Kleine Tasse, große Wirkung und die besten Tipps ©sabienes.de

2 Gedanken zu “Espresso – Kleine Tasse, große Wirkung und die besten Tipps

  1. Ich wollte meine Kapselmaschine entsorgen (zuviel Müll) und gegen eine Siebträgermaschine eintauschen. Doch das ist eine Wissenschaft! Daher besuche ich die vielen kleinen Kaffeebars, die in Wien gerade wie die Pilze aus den Boden schießen. Espresso kostet 1,20, schmeckt gut und ich komme aus dem Büro raus..

    • @Gudrun: Bei den typischen guten Wiener Cafehäusern dürfte es generell kein Problem sein, eine anständige Tasse Kaffee zu bekommen (solange man keinen „Braunen“ bestellt)
      LG
      Sabienes

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