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Ich und mein Fahrrad und ein paar Tipps für den Fahrradkauf

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Ich und mein Fahrrad

Ich liebe Fahrradfahren!
Dabei kann ich es gar nicht so gut. Wirklich nicht.
Denn wenn man an einer stark befahrenen Straße in einer Großstadt lebt (Hamburg), ist ein Fahrrad wahrscheinlich das Allerletzte, was man (meine Eltern) seinem Kind (also ich) schenkt. Erst im Alter von 12 Jahren waren meine Eltern zu der Überzeugung gelangt, dass ich der StVO im Großstadtdschungel gewachsen sein könnte. Also bekam ich zu Weihnachten ein Klapprad und lernte endlich, zu fahren.
Aber mit dem Radeln ist es wohl so, wie mit dem Schwimmen. Wenn man es nicht als kleines Kind lernt, wird es schwierig; es bleiben immer Defizite und Unsicherheiten. 

Ich und mein Fahrrad

Wahrscheinlich kann ich besser schwimmen, als fahrradfahren.
Solange ich im Sattel sitze und fahre ist eigentlich alles gut. Kompliziert wird es nur, wenn ich anhalten und absteigen muss. Noch viel schlimmer ist das Aufsteigen und Losfahren – das beherrsche ich überhaupt nicht so gut. Besonders bei hoch eingestellten Sattel, was aber für Bergfahrten einfach den besseren Hebel bringt.
Irgendwie bin ich von meinem Können irgendwo bei einem Hollandrad stehen geblieben: ein tiefer Einstieg und ein stabiler Rahmen mit breiten Reifen wären für mich ideal. Dazu eine 3-Gang-Schaltung mit Rücktrittbremse und man müsste nicht jedes Mal die Straße absperren, sobald ich mich anschicke, mich aufs Fahrrad zu setzen.

Ich brauche ein neues Rad!

Aber mein Mann hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass ich jemals richtig das Fahrradfahren lernen werde. Und da ich wirklich gerne fahre, mein altes Rad aber schon ein wenig in die Jahre gekommen war, haben wir im Frühjahr ein neues Rad für mich gesucht.
Ich halte nicht viel davon, ein Fahrrad online zu kaufen, auch wenn man im Internet billige Fahrräder findet. Aber so ein Teil ist als Investition schon ein bisschen aufwändiger, als ein T-Shirt bei Zalando. Damit meine ich, dass man eine gute Beratung bei einem guten Fachhändler braucht.

Tipps für den Fahrradkauf

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Was braucht man für ein gutes Fahrrad?

„Suchen sie ein E-Bike, ein Velo?“

„Nein, danke. Ich fahre immer noch analog“ war in jedem Geschäft meine stereotype Antwort auf die stereotype Frage nach einem Zweirad mit Elektromotor.
Ich wollte auch weder ein Mountainbike, noch ein Rennrad, da sind mir die Reifen viel zu schmal (siehe oben). Für die Art, wie und welche Strecken ich fahre, ist ein Tourenrad (oder Trekkingrad) einfach ideal.
E-Bikes, Velos, Pedelecs sind schon praktisch, besonders wenn man Steigungen fahren will.
Aber bislang geht es noch ohne.

Rahmengröße

Ein wichtiges Kriterium bei einem Rad ist die Rahmengröße. Die könnte man sich zwar im Internet berechnen lassen, wenn man wichtige Parameter, wie die eigene Schrittlänge kennt. Aber hier gibt es Überraschungen. Ich hatte mich letztendlich für eine Größe von 52 cm entschieden, was laut Tabelle bei meiner Körperlänge von 175 cm bereits an der untersten Grenze wäre.

Gangschaltung

Eigentlich hat jedes Fahrrad lediglich drei Gänge. Diese Gänge können aber noch weiter unterteilt werden, zum Beispiel in 7er-Schritten (ergibt 21 Gänge), 9er-Schritten (27 Gänge) oder wie nun bei mir in 10er-Schritten. Eine 30-Gang-Schaltung klingt zwar schon fast überirdisch, tatsächlich kann nicht alle Gänge wirklich nutzen. Entscheidend ist hier eigentlich der Abstand zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Gang und natürlich die Schaltungstechnik, zum Beispiel Nabenschaltung oder Kettenschaltung, Hersteller usw. .
Fragt mich hier bitte nicht nach Details, ich kenne lediglich die Farbe von meinem Fahrrad.

Bremsen

Hier scheiden sich manchmal die Geister. Im Prinzip gibt es drei verschiedene Ausführungen:

  • Nabenbremsen
  • Felgenbremsen
  • Scheibenbremsen

Für welche Technik man sich entscheidet, hängt davon ab, wo man fahren will. Nabenbremsen funktionieren zum Beispiel auch bei schlechtem Wetter noch gut, fangen aber bei langen Bergabfahrten das Glühen an. Felgenbremsen verschleißen gerne mal die Felgen, bei Scheibenbremsen die Bremsbeläge.
Wichtig ist, dass man die Scheibenbremsen erstmal „einbremst“, damit sie optimal funktionieren.

Beleuchtung

Außer den Dynamo-betriebenen Lichtern gibt es inzwischen sehr praktische und hellleuchtende LED-Scheinwerfer für das Fahrrad. Deren Nachteil ist aber, dass sie bei leerem Akku nicht funktionieren. Also sollte man immer zwischendurch mal prüfen, ob sie noch Saft haben.

Fahrradsattel

Es gibt keine bequemen Damensattel!
So viel zu diesem Thema.

Mir persönlich ist ein eher schmaler Sattel lieber, als ein breiter. Denn diese drücken mir zu sehr auf die Sitzknöchelchen.

Sonstiges Zubehör zum Fahrradfahren

Eine Klingel ist wichtig, ein Gepäckträger ist sehr praktisch und ein Tacho ist gut fürs Ego. Es gibt natürlich noch Zubehör für die Nerds, zum Beispiel ein Fahrradnavi oder eine Halterung fürs Smartphone.
Irgendwann kaufe ich mir sowas vielleicht auch.
Ein Fahrradschloss ist megawichtig. Noch wichtiger ist, dass man hier entweder den Schlüssel findet oder die Zahlenkombination nicht vergisst.

Ausrüstung für Fahrradfahrer

Man kann natürlich in Jeans und T-Shirt radeln.
Ich trage aber immer eine gepolsterte Fahrradhose und ein Fahrradtrikot. Es gibt wirklich wunderschöne Designs für die Trikots! Die allerschönsten kommen aus Italien und sind einem IMMER mindestens 2 Größen zu klein.
Ich fahre nie ohne Helm und ich kann euch nur empfehlen, dies auch zu tun. Und ohne Fahrradhandschuhe würde ich mich nicht wohlfühlen.
Zum Radeln kann man Sportschuhe oder im Sommer Trekkingsandalen tragen. Es gibt auch Clickies, mit denen man in die Pedale einrasten kann. Die sind sehr praktisch zum Bergfahren, gleichzeitig aber auch ein bisschen gefährlich, wenn man nicht rechtzeitig wieder ausklickt.

Punkt, Punkt, Punkt #28

Das war mal wieder ein sonntäglicher Artikel für Punkt, Punkt, Punkt. Das Thema Fahrräder stammte diesmal von Anne – klar, dass ich mich darüber episch auslassen müssen.
Ich hoffe, es hat euch dennoch gefallen und ein bisschen was gebracht.

Und wenn ihr heute das schöne Sonntagswetter für eine Fahrradtour nützt, dann wünsche ich euch viel Spaß!

Alle Fotos: Ich und mein Fahrrad und ein paar Tipps für den Fahrradkauf ©sabienes.de
Text: Ich und mein Fahrrad und ein paar Tipps für den Fahrradkauf ©sabienes.de

12 Gedanken zu “Ich und mein Fahrrad und ein paar Tipps für den Fahrradkauf

  1. Bei meinem Körpergewicht hätte ich mittlerweile Angst, dass die Räder das Gewicht nicht mehr tragen, also entweder sie Speichen oder die Naben Schaden nehmen … Aber ich finde bei keinem Fahrrad irgendwelche Gewichtsgrenzen.

  2. Liebe Sabiene,
    mit viel Freude und einem Schmunzeln habe ich Deinen persönlichen Fahrrad-Beitrag gelesen. Speziell die Bemerkungen über „ich kenne die Farbe meines Rades“ und „es gibt keine bequemen Damensattel“ haben mich amüsiert, denn das ist nichts als die reinste Wahrheit. 😉
    Und ja, ein Rad sollte man wirklich nicht im Netz kaufen, sondern vor Ort, damit man es ausprobieren kann! Was übrigens natürlich eigentlich auch auf T-Shirts etc. zutrifft, gell.
    Hab einen angenehmen Sonntag,
    lieben Gruß
    moni

  3. Hallo Sabine,

    genau, das mit dem Sattel unterschreibe ich sofort. Ich bin ja kein Langstrecken-Radler und werde es nie werden, versprochen ;-). Aber Sättel habe ich schon mehrere nachgekauft, weil ich das Gefühl am Hintern nach ein paar Kilometern nicht mehr ertragen konnte.
    Noch ne Fahrrad-Feststellung, egal in welche Richtung du fährst, du weißt es ja auch, der Wind blässt immer gegen dich. Hat gestern auch wieder ganz toll funktioniert.

    Liebe Grüße
    Sandra

    • @Sandra: Vielleicht sollte man mehrere Sättel mitnehmen und zwischendurch wechseln? 😉
      Bist du gestern den Anna-Berg gefahren? Da musst du aufpassen. Da ist es morgens kälter, als mittags ….
      LG Sabienes

  4. Liebe Sabienes,
    Ich muss immer noch schmunzeln über die Bemerkung „ich kenne die Farbe meines Rades“.
    Da kam mir in den Sinn, ich kenne die Farbe meines immer noch :))

    Oh nein im Netz ein Fahrrad kaufen ist abzuraten..denken ich.
    Bin gerade am überlegen eins mit kleinen Rädern zu kaufen..weil meins das ich habe sehr gross ist.
    Damals war das kein Problem, jetzt trau ich mich nicht damit zu fahren..wegen meinem grossen Balance
    Problemen..Ich würde aber so gerne wieder fahren..

    Liebe Grüsse
    Elke

    • @Elke: Reifendurchmesser, tiefer Einstieg, stabiler Rahmen könnte für dich schon hilfreich sein. Vielleicht kannst du es irgendwo mal ausprobieren? Man soll sowas nie aufgeben, wenn es einem Spaß macht!
      LG Sabienes

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