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Gravity – Lass nicht los! Mit Sandra Bullock und George Clooney

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Lass nicht los! Gravity.

Der alte Space-Haudegen, Matt Kowalski (George Clooney) und die Bio-Medizinerin Dr. Ryan Stone (Sandra Bullock) befinden sich mit drei weiteren Besatzungsmitgliedern an Bord des Space Shuttles „Explorer“. Als die Beiden sich gerade mit Außenarbeiten am Raumschiff beschäftigen, erhalten sie von der Bodenstation in Houston die Warnung, dass gerade eine Menge Weltraumschrott unterwegs sei. Aber Stone und Kowalski reagieren zu spät.

Stone wird von der Verbindung zum Schiff abgerissen und schwebt ohne Kontrolle durch den Weltraum. Kowalski kann sie gerade noch auffangen und ihre Panik beruhigen. Als sie aber zur Station zurückkehren, müssen sie entsetzt feststellen, dass diese schwer zerstört wurde und der Rest der Besatzung nicht mehr lebt. Beide haben kaum noch Sauerstoff und die Funkverbindung zu Houston ist komplett zusammengebrochen.
Sie beginnen einen Spaziergang zur Internationalen Raumstation ISS, aber auch diese ist so gut wie manövrierunfähig. Für Kowalski, der nach dieser Mission in einen ungeliebten Ruhestand gehen würde, ist es klar, dass nur einer von ihnen eine Chance hätte, dieses Unglück zu überleben. Also koppelt er sich kurzerhand von der Kollegin los und gleitet schwerelos davon.

Stone ist gezwungen, alleine mit einer Rettungskapsel zurück zur Erde zu kommen. Nur hat sie als Astronautin nicht besonders viel Erfahrung.

Gravity – Meine Meinung

Der Film Gravity gehört nicht dem Genre des Science-Fiction-Films an, denn diese Wissenschaft und Technik ist ja längst schon zur Realität geworden. Es handelt sich hier um einen reinen Weltraum-Film, aber weder das eine noch das andere Genre wird von mir persönlich bevorzugt.
Trotzdem hat dieser Film sehr gut gefallen.
Das liegt natürlich auch an den beiden großartigen Darstellern: Sandra Bullock, die verletzliche, aber tapfere Wissenschaftlerin, ist nun neben Sigourney Weaver in die Riege der Weltraum-Heroinen aufgestiegen (erfreulicherweise ohne Alien). George Clooney gibt ihr dabei in der Rolle wie im Spiel weit den Vortritt.
Aber er lässt sich ja auch lieber ins All schießen, als sich an eine gleichaltrige Frau zu binden. So ungefähr ätzte nämlich eine US-amerikanische Komikerin kurz nach der Veröffentlichung des Films.

Der Kurzfilm Aningaaq

Durch die Havarie besteht ja keine Funkverbindung mehr zum Boden. Aber Stones Funksprüche werden trotzdem von einem grönländischen Fischer aufgefangen, der natürlich überhaupt nicht kapiert, was da los ist. Jonás Cuarón, der Sohn des Regisseur Alfonso Cuarón, hat aus dieser Situation einen Kurzfilm gebastelt. Und den solltet ihr euch unbedingt einmal anschauen, selbst wenn euch der Film Gravity ansonsten gar nicht so interessiert.

Auszeichnungen

Gravity war 2014 überall der große Abräumer und er wurde für alle bekannten Awards in den jeweiligen Kategorien zumindest nominiert, wenn nicht gar ausgezeichnet. So erhielt er alleine sieben Oscars (Regie, beste Filmmusik, beste Kamera, bester Schnitt, bester Ton, bester Tonschnitt, beste visuelle Effekte). Und bei den Golden Globes und den British Academy Awards lief es nicht anders.
Das macht zwar einerseits solche Verleihungen ein wenig langweilig. Dennoch sei ihm und der Filmgesellschaft der Erfolg gegönnt. Denn die Produktionskosten sollen höher gewesen sein, als die indische Raumfahrt-Mission zum Mars.

Fazit:

Ich fand die klaustrophobische und menschenfeindliche Situation sehr gut dargestellt. Die Verzweiflung und die Einsamkeit von Dr. Stone kann man direkt körperlich spüren. Der Film ist sehr spannend, aber niemals unerträglich, wie ähnliche Filmprojekte. Er wartet auch nicht so stark mit futuristischen Lösungen auf, wie man es vielleicht bei diesem Genre erwarten würde. Natürlich gibt es von Kennern der Materie eine ganze Litanei von Fehlern und Ungenauigkeiten. Aber das könnte man auch unter „künstlerische Freiheit“ verbuchen.
Deswegen und dank der großartigen Schauspieler kann ich Gravity euch auch dann empfehlen, wenn ihr Weltraum-Filme nicht gerne sieht.

Filmografisches

gravity filmplakat
Filmografisches zu dem Film „Gravity“
  • Titel: Gravity
  • Originaltitel: Gravity
  • Produktionsland: Vereinigte Staaten, Vereinigtes Königreich
  • Originalsprache: Englisch
  • Erscheinungsjahr: 2013
  • Länge: 90 Minuten
  • Altersfreigabe: FSK 12
  • Regie: Alfonso Cuarón
  • Drehbuch: Alfonso Cuarón, Jonás Cuarón, George Clooney
  • Besetzung:
    • Sandra Bullock: Dr. Ryan Stone
    • George Clooney: Matt Kowalski
    • Ed Harris: Mission Control in Houston (Stimme)
    • Orto Ignatiussen: grönländischer Fischer (Stimme)
    • Amy Warren: Astronautin (Stimme)
    • und andere
  • Preis Stand März 2018: 5,98 € (Amazon Video) 7,97 € (Blu-ray) 8,97 € (DVD)
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(Alle Angaben ohne Gewähr)

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Alle Fotos: Gravity – Lass nicht los! Mit Sandra Bullock und George Clooney ©sabienes.de
Text: Gravity – Lass nicht los! Mit Sandra Bullock und George Clooney ©sabienes.de

4 Gedanken zu „Gravity – Lass nicht los! Mit Sandra Bullock und George Clooney

  1. Ich kenne den Film, liebe Sabiene,
    deshalb war Deine Rezension natürlich besonders interessant für mich.
    Ich kann nur feststellen, dass wir über diesen Film die gleiche Meinung haben.
    Ich finde sogar dies ist ein Film, denn man unbedingt und gerade als gute Ergänzung zu (Horror)Streifen wie die berühmte Alien-Serie gesehen haben sollte.
    Angenehmen Freitag und lieben Gruß
    moni

    1. @moni: Wobei ich Alien 1 damals gar nicht so schlecht fand. Denn abgesehen von den unappetitlichen Szenen war es damals eine Revolution in Hollywood, dass eine Frau die Heldin verkörpert hat. Hast den den Kurzfilm mit dem Grönländer auch gesehen? Ich finde ihn so allerliebst!
      LG
      Sabienes

    1. @Romy: Wobei man aber vom Georgy-Boy nicht viel sieht. Der steckt fast ausschließlich im Raumanzug und setzt sich dann ins All ab.
      Sandra Bullock ist eine wirklich tolle Schauspielerin, die auch in dieser Rolle sehr authentisch wirkt.
      LG
      Sabienes

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