Mückenstiche – Lästig, juckend und nicht ganz ungefährlich

Mückenstiche – Lästig, juckend und nicht ganz ungefährlich

mückenstiche

Wenn die einmal gestochen hat …

Jahrelang trug ich mich mit der Überzeugung, dass ich im Gegensatz zu meinen Männern zu der Sorte Menschen gehöre, die von Mücken nicht oder nur ganz selten gestochen werden.

Seit dem Abend des 8. Juli 2016 weiß ich, dass das nicht stimmt.

Myriaden von Mücken fallen über mich her

Diesen Abend verbrachten wir in geselliger Runde in einem Biergarten, der neben einem mückenfreundlichen Feuchtbiotop lag. In der Dämmerung fielen Myriaden von Mücken über uns her und wahrscheinlich auf Grund der gestiegenen Nachfrage auch über mich.
Sie stachen durch die Bekleidung und erkämpften sich einen Weg unter die Riemchen meiner Sandalen. Unsere Freunde wurden sogar noch schlimmer geplagt, so dass uns nichts mehr anderes übrig blieb, als panikartig diese Örtlichkeit zu verlassen.
Zuhause hatte ich allein an einem Bein über 30 Mückenstiche gezählt, gefühlt waren es über hundert.

Und leider war dies kein Einzelfall. Wahrscheinlich bedingt durch den feuchten Sommer werde ich in diesem Jahr vermehrt von diesen Plagegeistern heimgesucht.

Grund genug für mich, dass ich mich einmal mit diesem Thema auseinander setze.

Warum stechen Mücken überhaupt?

Tatsächlich wird man nur von den Weibchen gestochen, die das Blut für die Entwicklung ihrer Eier gut gebrauchen können. Beim Stechen sondern sie einen Speichel ab, der verhindert, dass das Blut nicht sofort gerinnt. Und auf dieses Sekret reagiert unsere Haut mit juckenden Pusteln und Beulen.
Das Menschen mit „süßem Blut“ häufiger gestochen werden, ist übrigens ein Ammenmärchen. Allerdings bevorzugen die Viecher warme, unbehaarte und feine Haut, am liebsten auch ein bisschen verschwitzt.

Was tun bei Mückenstichen?

Am besten sollte man es gar nicht so weit kommen lassen. Es gibt inzwischen viele Sprays und Lotionen auf dem Markt, die gar nicht mehr so übel riechen, wie man es von früher kennt. 
Sowas hatten wir bei unserem Biergartenbesuch natürlich nicht mit dabei.
Es wäre auch prima gewesen, wenn uns die Wirtschaft Duftkerzen zur Verfügung hätte stellen können. Aber dort gab es nur eine Citronella-Kerze, die von Tisch zu Tisch weitergereicht wurde.

Hat die Mücke (oder Schnake, Stanze, Gelse) einmal gestochen, sollte man den Stich niemals aufkratzen – aber das ist natürlich leichter gesagt, als getan.
In den Apotheken gibt es Mittel, die kühlen, den Juckreiz hemmen und einer Entzündung entgegen wirken. Information bekommt man beim Apotheker vor Ort oder bei der Shop Apotheke.

Es gibt auch Hausmittel gegen Mückenstiche, zum Beispiel kann man Kühlakkus oder eine aufgeschnittene Zwiebel auf den oder die Stiche legen, ihn mit Essigwasser behandeln oder mit Spucke betupfen. (Mit der eigenen, bitte sehr!)

Sind Mückenstiche gefährlich?

Eigentlich sind Mückenstiche hauptsächlich lästig. Aber je nachdem, wo sich das Tierchen zuvor aufgehalten hat (zum Beispiel auf einem mit Gülle gedüngten Feld), können Bakterien unter die Haut transportiert werden. Und wenn man dann noch an dem Hubbel herumkratzt, wird es um so schlimmer.

Außerdem werden immer mehr Mücken aus südlichen Ländern zu uns importiert, wie die Japanische Tigermücke, auf deren Sekret vermehrt Menschen mit allergischen Reaktionen reagieren. (Dieser Bericht vom NDR ist mehr als interessant)

Wichtig ist: Wenn der Mückenstich nach 2 Wochen noch nicht abgeklungen ist oder sich ein roter Hof um die Einstichstelle bildet, dann sollte man gar nicht erst warten, bis Fieber einsetzt, sondern gleich zum Arzt gehen!

Früher …

Früher hat sich niemand über Mückenstiche viele Gedanken gemacht, es sei denn, man urlaubte gerade in Skandinavien oder hatte kleine Kinder.
Ansonsten hat man so einen Stich einfach einmal hingenommen – war ja nicht so schlimm.

Durch die Einschleppung von exotischen Arten, aber auch durch die intensive Landwirtschaft mehren sich nun die Fälle von starken Gegenreaktionen auf Mückenstiche bis hin zu Allergien oder Blutvergiftungen.

Inzwischen haben auch wir Zuhause ein ganzes Sortiment an Sprays und Gels, um nicht gestochen zu werden oder um Mückenstiche zu behandeln.

Praktisch wäre es natürlich, wenn man sich ein solches Antimückenspray auch mal in der Handtasche mitnehmen würde!

Foto: Wenn die einmal gestochen hat … ©sabienes.de
Text: Mückenstiche – Lästig, juckend und nicht ganz ungefährlich ©sabienes.de

 

5 Antworten

  1. Bei uns werden nur ich gestochen und mein Mann stets verschont. Aber begonnen hat bei uns die Plage erst vor ein paar Wochen. Schnaken stechen nicht und sehen zwar gefährlich aus, sind aber harmlos.

    Liebe Grüße Sabine

  2. Gerald sagt:

    Allergiker müssen mit Mücken einfach immer aufpassen.

  3. Sarina Schneider sagt:

    Ich habe gehört, dass bestimmte Öle, zB Cannabisöl, Mücken und Zecken abhalten soll. Stimmt das? Auch für Hunde und Katzen soll das ja ganz toll funktionieren. Kennt da jemand diese Website und kann die vielleicht empfehlen falls da was dran ist? Liebe Grüße von der Mückenallergikerin Nummer 1!

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