Sauregurkenzeit

Sauregurkenzeit: Was du im Sommerloch für deinen Blog tun kannst

Sauregurkenzeit
Sauregurkenzeit und Sommerloch: Harte Zeiten für uns Blogger

Sommerzeit ist gleich Ferienzeit, Urlaubszeit, Grillpartyzeit, Schwimmbadzeit und „Mir-ist-viel-zu-heiß-für-den-Computer“-Zeit. Und das bedeutet für uns Blogger: Sommerloch und vor allen Dingen Sauregurkenzeit.
Ich mache das Spielchen bereits einige Jahre mit. Im Sommer gehen die Besucherzahlen ganz tief in den Keller, genauso wie an Weihnachten eben auch. Denn es gibt logischerweise wichtigeres zu tun, als Blogartikel zu schreiben und zu lesen.

Soll ich das Bloggen aufgeben?

In Anbetracht der sinkenden Besucherzahlen und wenn man Affiliates auf seinem Blog hat, den daraus folgenden sinkenden Klickzahlen, könnte man schon vor lauter Frust auf die Idee kommen, alles hinzuschmeißen.
Nach dem Motto:

Keiner liest bei mir mit*heul*

Oder man könnte die Flucht nach vorne antreten und wie ein Verrückter schreiben und schreiben. Ganz der Hoffnung verpflichtet, dass da doch mal irgendwann ein Artikel dabei rauskommen wird, für den sich jemand da draußen interessiert.
Aber viel hilft halt meistens nicht viel. Im schlimmsten Fall hast du ab September die Nase voll und deine Leser auch. 
Und zwar von dir.

Die Lösung liegt wie immer irgendwo in der Mitte.

Sauregurkenzeit – Was du in der Sommerpause für deinen Blog tun kannst:

bloggen im Sommerloch
Wichtige Blogarbeiten in der Sauregurkenzeit

Vorausgesetzt, dass du dich in den nächsten Wochen nicht selbst in die üblichen Sommerfreuden, samt Urlaub stürzen wirst, gibt es einiges, was du in dieser besucherarmen Sauregurkenzeit für deinen Blog erledigen kannst.
Überlege dir, ein bisschen weniger zu bloggen, vielleicht gerade mal so viel, dass du nicht ganz in Vergessenheit gerätst. Dann hast du genügend Zeit für ein paar wichtige Arbeiten im Background.

Arbeiten an der WordPress-Installation

Falls du nicht von vornherein immer pünktich die neuesten Updates von WordPress, Plugins und Theme aufspulst, so ist nun höchste Zeit dafür. Bei der Gelegenheit könntest du mal wieder deine Plugins und installierten Themes ausmisten oder vielleicht sogar ein ganz neues Theme installieren und anpassen.
Teste einmal mit dem Plugin Broken Link Checker die Links auf deiner Seite. Gerade bei den Kommentaren erlebt man Überraschungen, weil da immer einige Blogs verknüpft sind, die es nicht mehr gibt. (Bei dieser Gelegenheit: Das regt mich manchmal tierisch auf! Aber man kann dagegen wenig machen.)
Danach machst du noch eine große Sicherung. Also nicht nur die Datenbank sichern, sondern auch alle Serverinhalte per FTP auf deine Festplatte kopieren.
Stimmt deine PHP-Version noch? Und was ist mit dem Memory Limit? Ein Blick in den Kundenbereich deines Hosters hilft dir weiter.

Hast du schon auf HTTPS umgestellt? Wenn nicht, dann mache es jetzt. Das ist mit dieser Anleitung ein Kinderspiel.

Aus den Tiefen deines Blogbewusstseins …

Dieser Blog existiert seit 2009 und viele meiner alten Artikel sind ganz einfach Schrott.
Aber manche der älteren Geschichten eignen sich dennoch für eine Aufarbeitung. Schau mal in den Tiefen deines Blogs nach, was es dort alles für schlummernde Schätze gibt. Verpasse den guten Artikeln ein neues Beitragsbild, ergänz den Text und teile dann das Ganze auf den sozialen Medien.
Manche älteren Artikel kann man auch zu einem einzigen, neuen Beitrag zusammenfassen. Bei dem Artikel über die Coverversionen von Bohemian Rhapsody habe ich das gemacht. Dabei ist ein richtig schöner Artikel entstanden, der auch sehr gut läuft.

Aufräumarbeiten auf Facebook & Co

Durchforste deine Socials und verabschiede dich von falschen Freunden und Kontakten und unnötigen Gruppen. In den Facebookeinstellungen sollte man auch mal die Anwendungen überprüfen, denen man einmal vor Urzeiten den Zugang gestattet habt.
Du hast noch keine Facebookseite für einen Blog? Dann erstell eine.
Gerade bei Pinterest wird im Laufe der Zeit die Sammelleidenschaft ein wenig unübersichtlich. Durchforste doch mal deine Pinnwände nach falsch abgelegten oder doppelten Bildern. Bei der Gelegenheit kannst du auch die Beschreibungen der Pinnwände und die der Bilder kontrollieren.

Blogartikel planen

Die Arbeiten, die du jetzt im Sommerloch erledigst, kommen dir später zu Gute. Du kannst neue Blogartikel planen und dafür recherchieren und fotografieren. Dabei ist natürlich ein Redanktionsplan hilfreich. Inzwischen benutze sogar ich einen, auch wenn ich mich nicht immer daran halte.

Kontakte knüpfen und kommentieren

Gehe hinaus in die Welt und tue Gutes! Denn da draußen gibt es unsäglich viele Blogger, die sich wie du ihr Herz ausweinen, weil sie kaum noch Besucher haben. Also besuche andere Blogs und schreibe dort fleißig Kommentare. Das verbreitet Freude und schafft neue Bloggerkontakte.

Ich in der Sauregurkenzeit

Zwar plane ich keine große Reise, trotzdem habe mir vorgenommen, im August mit all meinen Blogs in Sommerpause zu gehen. Ich werde hier und auf Frau Sabienes nur noch einen Artikel pro Woche veröffentlichen – theoretisch. Ob ich das durchhalte?
Ansonsten werde auch ich die Zeit nutzen, um ein paar Dinge im Hintergrund meiner Blogs zu erledigen und zu planen. Ich mache mir gerade Gedanken, ob ich mein Newsletter-Fiasko nicht doch irgendwie lösen kann. Außerdem ist mein Fotoblog seit Monaten zum Stiefkind mutiert.

Und dann genieße ich noch so ganz nebenher den Sommer! (Dabei freue ich mich ein bisschen auf den Zeitpunkt, an dem alle meine Leser wieder da sind.)

Fotos: Sauregurkenzeit: Was du im Sommerloch für deinen Blog tun kannst ©sabienes.de
Text: Sauregurkenzeit: Was du im Sommerloch für deinen Blog tun kannst ©sabienes.de

24 Gedanken zu “Sauregurkenzeit: Was du im Sommerloch für deinen Blog tun kannst

  1. Hach ja – Sommer. Jetzt habe ich endlich Zeit die ganzen Berichte zu schreiben die noch offen stehen. Allein für diese Woche gibts einen Bericht über die Berliner Touristenkarte und über meinen Tag vor der Kamera. Und weitere 10 Berichte plane ich noch. Sommerpause kenn ich leider nicht – aber da ich ab Anfang August gut 2 Monate gar nicht reise, werde ich so einiges aufarbeiten können. Der Tipp mit dem überarbeiten ist aber auch cool – ich hab von einigen Orten neue Bilder und neue Informationen und überarbeite einige Berichte komplett neu und hole sie dann sogar „Terminlich“ hoch. Das hat den Artikeln auch nicht geschadet.

    • @Janett: Bei deinen vielen Reisen kann ich mir das sehr gut vorstellen, dass du viel zu schreiben hast.
      Du setzt sogar die Termine neu? Das habe ich noch nie gemacht. Muss ich mir mal überlegen.
      LG Sabienes

  2. Auf meiner Sommerliste steht die https-Umstellung… ich habe riesigen Respekt davor … Danke für die Anleitung, eine andere liegt hier schon. Werde sie abgleichen. Vor Punkt 6 habe ich Angst …

    Zu den alten Beiträgen: Ich überlege auch, einiges zu löschen, speziell Fotos. Da die Fotos trotzdem irgendwo im Netz bleiben, scheue ich davor aber noch zurück, weil die Quelle dann ja nicht mehr klickbar ist. Schwieriger Angang …

    Löschen Du die Beiträge komplett oder setzt Du sie nur auf Entwurf zurück? Leitest Du die alte URL irgendwie um? Oder werden das dann Broken Links, falls jemand den Beitrag verlinkt hätte (z.B. ich selbst beim Teilen in den Socials) – wenn ja, wie leitest Du die alten URLs um?

    • @Ines: Ich hatte vor der ersten HTTPS-Umstellung auch Bammel. Da ich das als Webdesignerin können muss, habe ich mich mal dahinter geklemmt.
      Punkt 6 ist kein Problem. Das machst du schon. Wenn du Probleme hast, dann melde dich einfach.
      Wegen der Fotos würde ich mir keine Gedanken machen, wichtiger ist die Behandlung von gelöschten Beiträgen. Du solltest sie über die Google Webmastertools dann aus dem Index nehmen lassen.
      Dieser Blog besteht seit 2009. Damals hat man noch ganz anders gebloggt und teilweise auch einen rechten Schmarrn. Da kann ich leicht auf das ein oder andere verzichten.
      LG Sabienes

  3. Ich muss noch Auswertungen nachholen. Und ich will eine A-Z Tabelle mit allen Rezensionen. Da arbeite ich immer wieder mal dran und dabei überarbeite ich alte Artikel. Irgendwas muss ich doch machen, wo ich gerade im Sommerloch soviel Zeit habe 😉

  4. Salve, @Sabiene!

    So musste ich gurkig Löcher stopfen und just kam mir das Sommerloch im Tiefflug entgegengehetzt…

    Natürlich durfte da meine Lieblingsbloggerin mit Sauregurkenzeit nicht fehlen…

    Greetz
    Sabine

  5. Hallo Sabienes,
    gerne nutze ich die Zeit zum Dies-und-Jenes-Machen im Portfolio, wenn das Sommerloch wieder da ist und das ist jetzt gerade da. Es gibt hier und da etwas zu tun und ich blogge noch ein bisschen hier und da, auch wenn mal auf dem Hauptblog eine Woche lang nichts und keine neuen Blog-Updates erscheinen. Dann wird es so sein und ich widme mich in der Zeit anderen Dingen im Portfolio. So ganz schmeisse ich das Handtuch nie, denn das Bloggen ist schon zu sehr Gewohnheit geworden, sodass sich dieser immer gewidmet wird.

    Heute meine neue Kommentare-Runde und eben etwas Gutes getan, nämlich deinen Blogpost auf Twitter geteilt. Es werden noch bis zu 5 weitere Blogs gelesen sowie kommentiert, sodass der soziale Gedanke mit von der Partie ist.

    Besucher-technisch schwankt es auf Internetblogger.de von Tag zu Tag und manchmal am Sonntag kaum etwas los. Ab Montag geht’s wieder bergauf und so halt schwankend die Woche über. Aber es ist OK so, denn die Ferienzeit begann auch in manchen Bundesländern, sodass vermehrt auf Urlaub gesetzt wird. Mobiles Bloggen ist so eine Sache, welcher ich nie etwas abgewinnen konnte und wollte.

    Wir schauen mal nach vorne und ab August/September wird es wieder besucher-technisch bergauf gehen. Das ganz bestimmt 🙂

    • @Alexander Liebrecht: Erstmal vielen Dank, dass du bei deiner Runde bei mir vorbeigeschaut hast. Deinen RT auf Twitter habe ich ja schon entdeckt – noch mal danke.
      Ich werde im August das Bloggen auf die Hälfte reduzieren und habe dafür eine Wunschliste abarbeiten und andere Blogsachen erledigen.
      Die Blogleser kommen und gehen. Undankbares Pack 😉
      LG Sabienes

  6. Also ich mache seit zwei Monaten eine Art Zwangspause, nachdem ich mir einen Arm gebrochen habe. Aber sonst ist es bei mir auch so, dass ich zwei, drei Wochen im Sommer gar nichts mache. Dann lasse ich den Blog auch Blog sein. Und ich fahre damit bestens.

  7. Eigentlich habe ich ja doch etwas Glück, dass ich nur einen winzigen Blog führe, auf dem ich im Sommer keine drastischen Besuchereinbrüche habe… Aber trotzdem merke ich das Sommerloch an weniger Kommentaren. Aber das ist okay, denn ich kann die Leser ja verstehen.

    Bloggen tue ich einfach normal weiter, weil ich eh mehr Ideen als Bloggingtage habe – die Posts kann man ja nach dem Sommer noch mal neu teilen.
    Ansonsten mache ich mich gerade auch an das optimieren der letzten alten Posts… Nach dem Umzug zu wordpress sind eben noch um die 50 von damals 300 nicht optimiert worden. Über die Umstellung zu https denke ich schon lange nach – nur leider fehlt mir eigentlich das Geld, um das zu verwirklichen.

    Ansonsten arbeite ich gerade auch einfach vor für die nächste stressige Phase.

    Liebe Grüße

    • @Tabea: Je nachdem, wo du deinen Blog hostest, muss der Umzug zu HTTPS/SSL gar nicht so viel kosten. Frag mal deinen Hoster, ob er das kostenlose Let’s Encrypt akzeptiert.
      LG Sabienes

  8. Hi Sabiene,

    ich merk bei mir kein Sommerloch, ganz im Gegenteil. Im Juli hatte ich Besucherrekord. Dabei komme ich wegen viel Stress in den Jobs kaum zum schreiben.

    Vielleicht liegt das aber auch an dem Wetter, was ja teilweise wenig sommerlich ist.

    LG Thomas

    • @Thomas: Vielleicht liegt es aber auch daran, dass du einen Reiseblog hast. Der wird dann nicht nur von den Reisenden gelesen, sondern auch von den Fernwehkranken 😉
      LG
      Sabienes

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