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Panik City in Hamburg – Warum ihr mal den Udo Lindenberg besuchen solltet!

Der Panik-Rocker Udo Lindenberg ist wahrscheinlich einer der schillernsten Figuren, die die deutsche Musiklandschaft zu bieten hat. Mit seiner schnoddrigen Art rockt sich das Multitalent seit bald 50 Jahren durch die Musikszene, mal engagiert, oft mit witzigen Wortspielen und nicht immer ganz nüchtern. Seit März 2018 kann man das Leben und Streben dieses Künstlers in einem Museum bewundern, das natürlich gar kein Museum ist. Denn erstens würde unterm Strich sein Leben doch nicht so viel dafür hergeben und zweitens wäre das Uns-Udo viel zu abgeschmackt. Nein, bei der Panik City oder genauer gesagt: Die Udo Lindenberg Expierence handelt es sich um eine großangelegte Multi-Media-3D-Show, die kein Auge trocken lässt.  Was ist die Panik City genau? Die Panik City liegt im wahren Herzen von Hamburg, nämlich auf der Reeperbahn auf einer 700 m² großen Fläche oberhalb des Traditionslokals „Alte Liebe“.  (Klubhaus St. Pauli) Laut den Veranstaltern handelt es hierbei um innovative…

Von Sabiene 18. Juni 2018 4

Das Keltenmuseum Glauberg – Der Ausflugtipp im Großraum Frankfurt

Es sind manchmal die kleinen, feinen Museen, an denen mir fast ein bisschen mehr das Herz hängt, als an den großen Sammlungen in den Metropolen. So wird sich wahrscheinlich der durchschnittliche Besucher in Frankfurt (sehr zu Recht) das Senckenberg-Museum oder die Schirn mit ihren Kunstsammlungen geben. Verlässt man aber die Stadt in nordöstlicher Richtung, wird man nach knapp einer Stunde ganz unweigerlich im Nirgendwo des Wetteraukreises landen. Und da befindet sich dann das Keltenmuseum Glauberg, das ich euch heute vorstellen möchte. Der Glauberg Der Glauberg ist ein gut 276 Meter hoher Berg (oder Plateau), der inmitten des ihn umgebenden Hügelland hervorsticht. Dieses Plateau schien sogar den Menschen in der Jungsteinzeit so praktisch, dass sie sich dort ansiedelten. Sie profitierten dabei von den Wasserquellen, der fruchtbaren Landschaft und der guten Rundumsicht.   Im 5. Jahrhundert vor Christus zogen dann die Kelten an diesen Platz. Sie optimierten die Wasserversorgung und freuten sich…

Von Sabiene 3. September 2017 8

Museum auf Spanisch – Museo de la Naturaleza y el Hombre

  Die Wettervorhersage für Teneriffa hat mich ja insofern gefreut, als das wir dadurch die Gelegenheit hatten, das Museo de la Naturaleza y el Hombre (also ‚Museum für Natur und Mensch‘) in Santa Cruz zu besuchen. Wir interessieren uns sehr für die Flora und Fauna der Kanarischen Inseln, sowie für deren Entstehung. Und ganz besonders interessiere ich mich für die Guanchen, die Urbevölkerung der Inseln, das nach der Eroberung durch die Konquistadoren fast rückstandslos in der spanischen Bevölkerung aufging. Aber leider ist dieses Museum zu etwa 90% auf Spanisch. Damit meine ich nicht nur die Sprache! Ein Museum auf Spanisch Vor jeder Abteilung sitzt ein verpennter Museumswärter und salutiert beinahe vor jedem neuen Besucher. Dann wird man mit wichtiger Mine befragt, ob man denn nun „Tchermannia“ oder „Inglese“ wäre und erhält dann ein laminiertes Blatt mit einer übersetzten Kurzerklärung über die nun anzutreffende Sammlung. Diese besteht aus verschiedenen und meist…

Von Sabiene 14. November 2012 7

Neues aus Schilda und die Kleinkariertheit mancher Bürger

Heute fand eine öffentliche Stadtratssitzung zur Abstimmung über das Wohl und Wehe zum Bau unseres Römermuseum statt. Man verlegte die Veranstaltung kurzerhand vom Sitzungssaal im Rathaus in die Stadthalle, die laut Urban Priol als der schönste Schwarzbau Unterfrankens gilt. Etwa 500 Leute kamen, um sich das Umherwerfen von Zahlen, Fakten, Argumenten und Gegenargumenten anzuhören. Ich weiß nun viel über die Finanzierungskosten eines Museums und über staatliche Förderungen. Kein einziges Mal habe ich einen Vorschlag gehört, wie man so ein Projekt noch finanzieren könnte. Oder das wir dieses Museum wollen. Beide Seiten, Gegner wie Befürworter haben polemisiert. Visionen hatte keine. Geschweige denn sowas wie ein Durchsetzungsvermögen. Nun werden unsere sagenhafte Funde – die tatsächlich Einzigartigkeit besitzen – in München vor sich hin gammeln. Die Münchner Archäologen rücken das Zeugs nicht raus, bevor wir nicht ein ordentliches Museum gebaut haben. Dieses Rührstück von Beutekunst ist mit irgendeiner Bestimmung oder Gesetz konform. Erfunden…

Von Sabiene 14. Juli 2009 0